Schmiebach

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Schmiebach
Verlauf der Schmie

Verlauf der Schmie

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238456
Lage Deutschland, Baden-Württemberg
Flusssystem Rhein
Abfluss über Enz → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Nordwestlich von Schmie
48° 59′ 23″ N, 8° 49′ 2″ O
Quellhöhe ca. 296 m ü. NN [1]
Mündung Bei Vaihingen an der Enz in die EnzKoordinaten: 48° 56′ 12″ N, 8° 56′ 35″ O
48° 56′ 12″ N, 8° 56′ 35″ O
Mündungshöhe ca. 202 m ü. NN [1]
Höhenunterschied ca. 94 m
Länge 12,1 km[2]
Einzugsgebiet 47,4 km²

Mittelstädte Vaihingen an der Enz
nur linksufrig
Gemeinden Lienzingen, Illingen

Die Schmie bzw. der Schmiebach (GKZ: 238456) ist ein 12 km langer linker Zufluss der Enz im östlichen Enzkreis. Er entspringt südwestlich des Ortes Schmie und mündet westlich von Vaihingen in die Enz. Sein Einzugsgebiet umfasst 47,4 km².

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Schmie“ leitet sich vom Keltischen ab. Erstmals wurde die Bezeichnung „smegowe“ (Schmiegau) 788 schriftlich erwähnt. Der Ort Schmie wurde, entgegen einer weitverbreiteten Meinung, nach dem Bach benannt. Heute ist der Begriff „Schmiebach“ zur Unterscheidung mit dem Ort umgangssprachlich üblicher. In offiziellen Schriften wird dagegen die Bezeichnung „Schmie“ verwendet.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mündung der Schmie in die Enz bei der B10 Brücke Vaihingen Seemühle

Das Schmietal ist neben denen von Metter und Kirbach das südlichste der drei großen Täler, die den Stromberg gliedern.

Die Schmie entspringt auf 275 m Höhe nahe dem gleichnamigen Ort. Der Schmiebach fließt durchweg in südöstlicher Richtung. Der Oberlauf kann zu Trockenzeiten fast vollständig versiegen. Der Fluss ist fast überall von Bäumen gesäumt. Auf seinem Weg durchfließt der Schmiebach die Orte Lienzingen (nach etwa 1,5 km) und Illingen (nach rund 7 km). Seinem Verlauf folgen die B 35 und die B 10. Auf einer Höhe von 202 m mündet die Schmie in die Enz.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schmie hat fünf linke und vier rechte Zuflüsse von einiger Bedeutung. Der sie erst nahe der Mündung erreichende Glattbach ist mit seiner Länge von 8 km und seinem Teileinzugsgebiet von 14,7 km² der bei weitem größte.

Zuflüsse des Schmiebachs
Name oder Bezeichnung von Stat.[Tab 1]
[km]
Mündungsort Mündungshöhe[Tab 2]
[m ü. NN]
Länge[Tab 3]
[km]
EZG[Tab 4]
[km²]
GKZ[Tab 5]
(Zufluss aus dem Wannenwald) rechts 9,2 Lienzingen, vor Dorfeintritt 250 1,6 ca. 01,1 238456-112
Scherbentalbach links 8,4 Lienzingen, Dorfmitte 245 2,6 ca. 04,4 238456-12
(Zufluss aus dem Schelmenwald) rechts 7,1 Lienzingen, abwärts der Kläranlage 238 2,6 ca. 01,5 238456-132
(Zufluss aus der Wolfsklinge) links 6,4 Illingen, oberhalb in Waldenge 235 1,8 ca. 01,8 238456-14
Sulzbach links 4,3 Illingen, Westrand 228 3,2 ca. 03,4 238456-16
Erbbach links 3,2 Illingen, Dorfmitte 223 3,1 ca. 03,3 238456-18
(Bach von K 4507) rechts 3,0 Illingen, Südrand 222 0,9 ca. 00,6 238456-192
(Feldweggraben am Nordostfuß des Lug) rechts 2,5 Illingen, Südrand 221 0,6 ca. 00,2 238456-194
Glattbach links 0,6 Vaihingen, Westrand 209 8,0 ca. 14,7 238456-2

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stationierung, die Entfernung von der Schmiebachmündung aufwärts bis zu diesem Zufluss, nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) der Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise).
  2. Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte der Kartendienste des LUBW.
  3. Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) der Kartendienste des LUBW.
  4. Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) der Kartendienste des LUBW, in einem Fall aufaddiert, wenn dort nicht verfügbar, abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.
  5. Mit eingefügtem Trenner hinter dem allen gemeinsamen Präfix, das die Fließgewässerkennzahl des Schmierbachs selbst ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Topografische Karte 1:25.000
  2. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg