Schmiedehausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schmiedehausen
Schmiedehausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schmiedehausen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 4′ N, 11° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Erfüllende Gemeinde: Bad Sulza
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 10,38 km2
Einwohner: 383 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99518
Vorwahl: 036421
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 083
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 21
99518 Schmiedehausen
Webpräsenz: www.bad-sulza.de
Bürgermeister: Bernd Otterstein
Lage der Gemeinde Schmiedehausen im Landkreis Weimarer Land
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Schmiedehausen ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Weimarer Land. Erfüllende Gemeinde ist die Stadt Bad Sulza.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmiedehausen liegt im äußersten nordöstlichen Zipfel der Saale-Ilm-Kalksteinplatte und ist über Camburg und Bad Sulza über die Landesstraße 2158 gut erreichbar. Die Gemarkung des Ortes ist ackerbaulich erschlossen. Die bewaldeten Anhöhen des Ilmtals beginnen bei Bergsulza.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche von Schmiedehausen

Schmiedehausen wurde urkundlich erstmals 1166 durch den Adligen Rupert de Smidehusen genannt.[2] Das älteste Einwohnerverzeichnis stammt aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts.[3] Der Ort gehörte zum wettinischen Amt Camburg, welches aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener Ernestinischer Herzogtümer stand. 1826 kam Schmiedehausen als Teil der Exklave Camburg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Von 1922 bis 1939 gehörte der Ort zur Kreisabteilung Camburg.

An der ehemaligen Ziegelei machte man einen jüngerbronzezeitlichen Depotfund mit zwei Bronzehalsringen, drei Bronzearmringen und der Wangenklappe eines Helmes. Kultische Gründe der Niederlage sind wahrscheinlich.[4]

Lachstedt ist ein Ortsteil von Schmiedehausen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 waren 33 % der Einwohner von Schmiedehausen evangelisch und 2 % katholisch.[5] Die Dorfkirchen Schmiedehausen und Lachstedt gehören zur Kirchengemeinde „Lachstedt bis Eckolstädt“ im Kirchspiel Dorndorf/Saale, das wiederum zum Kirchenkreis Eisenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zählt. Die wenigen Katholiken sind der Pfarrei St. Johannes Baptist in Jena, Bistum Erfurt, zugeordnet, deren nächste Filialkirche St. Marien in Camburg ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turmwindmühle bei Schmiedehausen
  • Kirche mit Ausstattung, früher als Friedhof genutztem Kirchhof, Glockenhaus und Kriegerdenkmal für die Gefallenen beider Weltkriege aus dem Ort
  • Turmwindmühle, sanierungsbedürftig
  • Mehrere stattliche, unter Denkmalschutz stehende Gehöfte, teilweise mit Portalen, Toren, Hofmauern und Inschriften.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SV Blau-Weiß Schmiedehausen 1950 e.V. Veranstaltet regelmäßige Fußball-Turniere.
  • Club Birkenwald e.V.
  • Burschen-Gesellschaft 1828 e.V.
  • Freiwillige Feuerwehr Schmiedehausen

Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfingstfest mit Birkensetzen
  • Schmiedehäuser Kirschfest: 1920 vom damaligen Pfarrer für die Kinder eingeführt (damals gab es zahlreiche Kirschplantagen um den Ort); Dorffest auf der Grünen Wiese, immer am letzten Sonntag im Juni – zur Kirschzeit

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Otto Dobenecker: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae. Band 2: (1152–1227). Gustav Fischer, Jena 1900, S. 159 f., Nr. 843.
  3. Andrei Zahn: Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg. Ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425 (= Schriftenreihe der AMF. 55, ZDB-ID 2380765-9). Als Manuskript gedruckt. Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung, Mannheim 1998.
  4. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 232.
  5. Zensusdatenbank

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schmiedehausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien