Schmiedehausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schmiedehausen
Schmiedehausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schmiedehausen hervorgehoben
51.06861111111111.664444444444225Koordinaten: 51° 4′ N, 11° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Erfüllende Gemeinde: Bad Sulza
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 10,37 km²
Einwohner: 400 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99518
Vorwahl: 036421
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 083
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 21
99518 Schmiedehausen
Webpräsenz: www.bad-sulza.de
Bürgermeister: Bernd Otterstein
Lage der Gemeinde Schmiedehausen im Landkreis Weimarer Land
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Schmiedehausen ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Weimarer Land. Erfüllende Gemeinde ist die Stadt Bad Sulza.

Geografie[Bearbeiten]

Schmiedehausen liegt im äußersten nordöstlichen Zipfel der Saale-Ilm-Kalksteinplatte und ist über Camburg und Bad Sulza über die Landesstraße 2158 gut erreichbar. Die Gemarkung des Ortes ist ackerbaulich erschlossen. Die bewaldeten Anhöhen des Ilmtals beginnen bei Bergsulza.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche von Schmiedehausen

Schmiedehausen wurde urkundlich erstmals am 1166 durch den Adligen Rupert de Smidehusen genannt.[2] Das älteste Einwohnerverzeichnis stammt aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts.[3] Der Ort gehörte zum wettinischen Amt Camburg, welches aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener Ernestinischer Herzogtümer stand. Schmiedehausen war 1656 von Hexenverfolgung betroffen. Die Frau von Hans Zieg geriet in einen Hexenprozess, widerstand der Folter und legte kein Geständnis ab, wurde aber mit Landesverweis bestraft.[4] 1826 kam Schmiedehausen als Teil der Exklave Camburg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Von 1922 bis 1939 gehörte der Ort zur Kreisabteilung Camburg.

An der ehemaligen Ziegelei machte man einen jüngerbronzezeitlichen Depotfund mit zwei Bronzehalsringen, drei Bronzearmringen und der Wangenklappe eines Helmes. Kultische Gründe der Niederlage sind wahrscheinlich.[5]

Lachstedt ist ein Ortsteil von Schmiedehausen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Turmwindmühle bei Schmiedehausen
  • Kirche mit Ausstattung, früher als Friedhof genutztem Kirchhof, Glockenhaus und Kriegerdenkmal für die Gefallenen beider Weltkriege aus dem Ort
  • Turmwindmühle, sanierungsbedürftig
  • Mehrere stattliche, unter Denkmalschutz stehende Gehöfte, teilweise mit Portalen, Toren, Hofmauern und Inschriften.

Vereine[Bearbeiten]

  • SV Blau-Weiß Schmiedehausen 1950 e.V. Veranstaltet regelmäßige Fußball-Turniere.
  • Club Birkenwald e.V.
  • Burschen-Gesellschaft 1828 e.V.
  • Feuerschutz

Brauchtum[Bearbeiten]

  • Pfingstfest mit Birkensetzen
  • Schmiedehäuser Kirschfest: 1920 vom damaligen Pfarrer für die Kinder eingeführt (damals gab es zahlreiche Kirschplantagen um den Ort), Dorffest auf der Grünen Wiese, immer am letzten Sonntag im Juni – zur Kirschzeit

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Otto Dobenecker: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae", Bd. 2, Urkunde 843
  3. Andrei Zahn, Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg: ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425, Mannheim 1998
  4. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 232.
  5. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer Jenzig-Verlag 2007 ISBN 978-3-910141-85-8 S. 232

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schmiedehausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien