Schnabelflöte

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Schematischer Längsschnitt eines Blockflötenkopfs mit Block (A), Kernspalte bzw. Windkanal (B) und Schneidenkante (C).
Javanische Suling aus Bambus, eine Außenkernspaltflöte, auch Bandflöte (englisch ring flute). Der äußere Windkanal und die Schneidenkante sind durch einen Ring überdeckt.

Schnabelflöten sind Flöten, deren Mundstück zwischen die Lippen des Spielers genommen wird. Der durch eine so genannte Kernspalte flach geformte Luftstrom trifft auf eine Schneidekante, wodurch die Schwingung der Luftsäule entsteht. Die Tonerzeugung mit diesen Instrumenten ist relativ leicht. Allerdings bieten sie wenig Möglichkeiten zur Variation des Klanges.

Zu den Schnabelflöten zählen:

  • Blockflöte
  • Dolzflöte, historische Blockflöte im 17. Jahrhundert
  • Csakan
  • Einhandflöte
  • Flageolett, vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gespielt
  • Gemshorn, aus einem Tierhorn gefertigte mittelalterliche Schnabelflöte
  • Kolbenflöte, eine gedackte (am unteren Ende verschlossene) Schnabelflöte
  • Okarina, eine Gefäßflöte
  • Salamuri, aus Holz, das am weitesten verbreitete, traditionelle Blasinstrument in Georgien
  • Saluang, eine Bambusflöte der Minangkabau auf der Insel Sumatra, Indonesien
  • Sopilka, verschiedene ukrainische Blockflöten mit sechs bis acht Fingerlöchern, seit etwa 1970 auch eine chromatische Blockflöte mit zehn Fingerlöchern
  • Suling, Bambusflöten in Indonesien, Malaysia und im Süden der Philippinen
  • Tin Whistle, seit dem 19. Jahrhundert in der Volksmusik der Britischen Inseln gespielt
  • Trillerpfeife
  • Tulak, Gruppe von Blockflöten aus Holz oder Pflanzenrohr, vorwiegend in Aserbaidschan, Tadschikistan und Afghanistan

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]