Schnann

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Schnann (Dorf)
Ortschaft
Schnann (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Landeck (LA), Tirol
Gerichtsbezirk Landeck
Pol. Gemeinde Pettneu am Arlberg  (KG Pettneu)
Koordinaten 47° 9′ 7″ N, 10° 22′ 47″ OKoordinaten: 47° 9′ 7″ N, 10° 22′ 47″ Of1
Höhe 1186 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 344 (1. Jänner 2017)
Gebäudestand ca. 100 f2
Postleitzahl 6574 Pettneu am Arlberg
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16744
Zählsprengel/ -bezirk Pettneu am Arlberg (70616 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS

f0

Schnann (am Arlberg) ist ein Dorf und eine Fraktion (Ortschaft) mit 344 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017)[1] im Bundesland Tirol, Österreich.

Der Ort ist Teil der Gemeinde Pettneu am Arlberg und liegt ca. 2 Kilometer östlich des Hauptortes. Bis auf die Gemeindezugehörigkeit, ist das Dorf mit eigenen Vereinen, Volksschule und einer eigenen Pfarrgemeinde, größtenteils autonom.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnann liegt im Stanzer Tal zwischen Landeck und dem Arlberg auf einer Höhe von 1186 m ü. A. Das Dorf steht auf einem imposanten Schuttkegel, der sich über die Jahrhunderte durch Muren-Abgänge aus dem Bach der Schnanner Klamm aufgebaut hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche hl. Rochus

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1275. Der Name 'Schnann' leitet sich aus einer rätoromanischen Bezeichnung für 'Waldblöße' ab.

Im Jahr 1646 wurde die erste Version der Kirche fertiggestellt und eingeweiht. In den folgenden Jahrhunderten wurde diese stetig erweitert und renoviert. 1818 zählte der Ort bereits 28 Häuser[2] (davon alles Bauernhöfe inkl. zwei Wirtshäuser). Seit damals ist das Dorf um ca. das Dreifache angewachsen. (zum Vergleich: derzeit noch 15 aktive Bauernhöfe und ein Wirtshaus).

Große Bekanntheit erlangte der Ort kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als dort von Nationalsozialisten aus Ungarn Gold vergraben wurde. Dies wurde von einigen Ortsbewohnern bemerkt. Die Ereignisse daraus brachten dem kleinen Dorf den Nebennamen „Die goldene Stadt“ ein. Es folgten Verfilmungen und ein Theaterstück.

In den letzten Jahren entstand südlich des Ortes ein Gewerbegebiet, welches aus sieben Betrieben besteht. Erstes Wirtschaftsstandbein bei fast allen Bewohnern und Betrieben ist der Wintertourismus.

Besondere Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schnanner Klamm, sowohl Sehenswürdigkeit als auch Klettergarten, liegt nördlich des Ortes.

Der Gauderkopf (2991 m) (Hoher Riffler) und seine imposante Nordwand blicken von Süden auf das Dorf herab. Die Wand ist mit über 500 Metern die bis dato höchste, unbestiegene Nordwand der Alpen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schnann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2017 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2017). (PDF; 3,9 MB)
  2. Tiris Maps: Historische Kartenwerke, Stanzer Tal 1818