Schneckenstein (Tannenbergsthal)

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Schneckenstein
Gemeinde Muldenhammer
Koordinaten: 50° 24′ 49″ N, 12° 26′ 41″ O
Höhe: 860 m
Postleitzahl: 08262
Vorwahl: 037465
Schneckenstein (Sachsen)
Schneckenstein

Lage von Schneckenstein in Sachsen

Siedlungsplan um 1960
Siedlungsplan um 1960

Schneckenstein ist ein Ortsteil des Ortes Tannenbergsthal in der vogtländischen Gemeinde Muldenhammer in Sachsen. Der Ort befindet sich etwa 500 Meter westlich des Schneckensteinfelsens in etwa 860 Metern Höhe. Die Siedlung wurde zwischen 1948/49 und 1953 durch die SAG Wismut errichtet und bestand im Norden aus vier Wiener Häusern als Massenunterkünfte, in der Ortsmitte aus zwei- und dreistöckigen Mehrfamilienhäusern in typischer Einheitsbauweise, und im Süden aus Einfamilienhäusern (Berliner Häuser). 1968 wurde die Siedlung als Ortsteil nach Tannenbergsthal eingemeindet. Nach dem Ende des Uranbergbaus am Schneckenstein wurden die Gebäude im Norden als Schullandheim sowie für die vormilitärische Ausbildung der GST genutzt. Heute stehen diese Gebäude zum Teil leer. Zu DDR-Zeiten bestand in Schneckenstein ein Ferienheim des VEB Industriewerke Karl-Marx-Stadt.

Südwestlich der Siedlung befand sich auf dem Gelände der Schachtanlage 241 (Schneckensteinschacht) von 1958 bis 1991 das Wintersportzentrum der DHFK Leipzig.[1] Dieses nutzte auch die dafür konturierten Halden als Abfahrtshänge. Die von der DHFK weitergenutzten Gebäude der Schachtanlage wurden bis auf die ehem. Mensa, unterhalb der Halden, nach der Jahrtausendwende abgerissen. Letztere dient bis heute der Schützengesellschaft Auerbach als Vereinsheim.[2]

Touristenattraktionen sind das Besucherbergwerk Grube Tannenberg, das Vogtländisch-Böhmische Mineralienzentrum sowie der Schneckensteinfelsen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lehmann, Kalb u. a. (Hrsg.): Deutsche Hochschule für Körperkultur Leipzig 1950-1990. Aachen: Meyer & Meyer 2007, ISBN 978-3-89899-286-2, S. 356.
  2. Schützengesellschaft Auerbach/V. e.V.