Schneidhausen

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Fast der ganze Ort

Schneidhausen mit Welk ist ein Wohnplatz in der Gemeinde Kreuzau im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt direkt an der Rur in der Rureifel. Ein Übergang von Kreuzau nach Schneidhausen ist aufgrund der heutigen Bebauung kaum noch sichtbar. Nachbarorte sind Kreuzau, Lendersdorf, Niederau und Kufferath. Am Ort vorbei führt die Bahnstrecke Düren–Heimbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neugliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Neugliederung des Raumes Aachen (Aachen-Gesetz) wurden mit Wirkung vom 1. Januar 1972 die Gemeinden Obermaubach-Schlagstein und Untermaubach, der Ortsteil Langenbroich aus der Gemeinde Hürtgenwald und die Ortsteile Schneidhausen und Welk aus der Gemeinde Lendersdorf in die Gemeinde Kreuzau eingegliedert – die Gemeinde Niederau kam zu Düren.[1] Die heutige Gemeinde Kreuzau besteht aus den Ortsteilen Bogheim, Boich, Drove, Kreuzau, Leversbach, Obermaubach mit Schlagstein, Stockheim, Thum, Üdingen, Untermaubach mit Bilstein und Winden mit Bergheim und Langenbroich.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 18. Jahrhundert gründete und betrieb Leonhard Hoesch (1684–1761), der zuvor den Neuenhammer im Stolberger Ortsteil Vicht geleitet hatte, in Schneidhausen eine Papierfabrik und ein Hüttenwerk. Das gesamte Unternehmen blieb noch fünf Generationen in Besitz der Familie Hoesch. Aus dem Hüttenbetrieb ging dann die heutige Badewannenfabrik Hoesch Design GmbH hervor, die einer der größten Badewannenhersteller Europas ist.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneidhausen liegt an der inzwischen stillgelegten Bahnstrecke Distelrath–Schneidhausen. Die Bahnstrecke Düren–Heimbach führt am Ort vorbei.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1980 gab es in Schneidhausen das Parkrestaurant, welches als die „gute Stube“ der Stadt Düren bezeichnet wurde.

Der Firmensitz Haus Schneidhausen der Familie Hoesch mit dem Walzwerk Schneidhausen und der dreiflügeligen Hofanlage sowie das zweigeschossige Wohnhaus, alles um 1743 aus Bruchsteinen erbaut, stehen unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 307.
  2. Historie Firma Hoesch – Schneidhausen (Memento des Originals vom 25. April 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.medienhaus-brandenburger.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 45′ N, 6° 29′ O