Schoßhund

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Die Sammelbezeichnung Schoßhund wird für kleine und zierliche Zwerghunde verschiedener Rassen wie Chihuahua, Malteser, Papillon, Pekingese, Zwergpinscher oder Zwergpudel verwendet.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schoßhunde wurden zumeist von Damen als Luxushunde oder Spielgefährten gehalten.[1][2][3] Ihre eigentliche Aufgabe war es, durch die höhere Körpertemperatur die Flöhe abzuziehen.

In Porträts der Renaissance ließen sich Damen mit ihren Hündchen malen, die für Treue, Eleganz und Schönheit standen. Besonders im 18. Jahrhundert wurden Schoßhunde auch zu sexuellen Zwecken dressiert (Cunnilingus, siehe Zoophilie).[4][5][6][7]

Bekannte Schoßhunde jüngerer Zeit sind die Yorkshire-Terrier-Hündin Daisy von Rudolph Moshammer, der Chihuahua Tinkerbell von Paris Hilton sowie die weißen Pudel der Jacob Sisters.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. schoszhund. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Band 15. Hirzel, Leipzig 1899, Sp. 1602 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).
  2. Schoßhund. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie oder allgemeines System der Staats-Stadt-Haus-u. Landwirthschaft, in alphabetischer Ordnung. 1773–1858.
  3. Schoßhunde. In: Meyers Enzyklopädisches Lexikon. Band 21: Sche-Sm. Bibliographisches Institut, Mannheim 1977, S. 241.
  4. Schoßhund. In: Stephan Dressler, Christoph Zink: Pschyrembel Wörterbuch Sexualität. de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-016965-7, S. 461.
  5. Schoßhund. In: Lykke Aresin, Kurt Starke: Lexikon der Erotik. Knaur, 1996, ISBN 3-426-77174-8, S. 477.
  6. Josef Massen: Zoophilie, die sexuelle Liebe zu Tieren. Pinto Press Verlag, Koeln, ISBN 3-930387-15-8, S. 66–67.
  7. Sterben, bevor der Morgen graut. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1985 (online 30. September 1985).