Schoden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schoden
Schoden
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schoden hervorgehoben
Koordinaten: 49° 38′ N, 6° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Saarburg
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 5,14 km²
Einwohner: 740 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54441
Vorwahl: 06581
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 122
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßberg 6
54439 Saarburg
Webpräsenz: www.schoden.de
Ortsbürgermeister: Andreas Pauly (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Schoden im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Blick auf die Ortslage Schoden, im Hintergrund die Ortsgemeinde Ayl

Schoden ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt unmittelbar an der unteren Saar. Auf den ansteigenden Hängen wird Weinbau betrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit Ludwigs des Frommen wurde im Jahre 816 der Ort als Scoda erwähnt und im Jahre 953 wurde Scodam als Besitz der Trierer Abtei St. Irminen (Oeren) genannt, die den Anbau von Reben pflegten. An die Präsenz der Irminen in Schoden erinnert noch heute die landläufige Bezeichnung Irminerwald für das Waldgebiet oberhalb der Ortsgemeinde. Der „Schodener Saarfeilser Marienberg“ und der „Schodener Herrenberg“ gehören zu den bedeutendsten Spitzenlagen an der Saar.

Am 18. Juli 1946 wurde Schoden gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem im Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Schoden an das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.

Im Zuge des Saarausbaus zur Großschifffahrtsstraße erhielt Schoden in den 1970er Jahren ein Stauwehr. Dieses bildet eine zu Fuß und mit dem Fahrrad zu nutzende Verbindung über die Saar zum gegenüberliegenden Ort Ayl - Biebelhausen. Das Stauwehr trennt den Saaraltarm vom Saarkanal. Während die Schifffahrt auf dem Saarkanal abkürzend nach Norden fährt, fließt die naturbelassene Saar in ihrem ursprünglichen Bett an Schoden und Wiltingen vorbei, um sich hinter Kanzem wieder mit dem Saarkanal zu verbinden.

Im Jahr 2016 feiert die Ortsgemeinde Schoden ihr 1200-jähriges Bestehen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schoden, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 181
1835 245
1871 272
1905 353
1939 617
1950 393
Jahr Einwohner
1961 429
1970 462
1987 545
1997 599
2005 738
2014 740

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Schoden besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevorsteher / Bürgermeister / Ortsbürgermeister ab 1893:

  • 1893–1906 Matthias Klein - Konz
  • 1906–1908 Nikolaus Loch - Zimmer
  • 1908–1918 Matthias Zimmer - Benz
  • 1918–1920 Peter Bach - Schreiner
  • 1920–1924 Matthias Scheer
  • 1924–1929 Johann Klein - Müller
  • 1930–1933 Nikolaus Loch - Feilen
  • 1933–1945 Johann Bidinger - Zimmer
  • 1945–1946 Johann Philippi - Michels
  • 1946–1947 Nikolaus Loch - Dohr
  • 1947–1952 Matthias Kopp - Schwindt
  • 1952–1974 Josef Martini
  • 1974–1994 Alfons Zeimet
  • 1994–2006 Leo Lauer
  • 2006–2009 Martin Wagner
  • seit 2009 Andreas Pauly

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der höchsten Erhebung des Schodener Geisbergs (482 m) befindet sich der Sender Saarburg, ein 245 Meter hoher Sendemast des Südwestrundfunks. Außerdem halten am Schodener Haltepunkt Schoden-Ockfen stündlich Regionalzüge auf der Saarstrecke TrierSaarbrücken der Deutschen Bahn.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schoden gehört zum „Weinbaubereich Saar“ im Anbaugebiet Mosel. Die bestockte Rebfläche beträgt 15 ha, ist jedoch in den letzten Jahren rückläufig. Fast 98 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2010).[4]

Weinlagen
  • Saarfeilser Marienberg
  • Herrenberg
  • Geisberg

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeitmöglichkeiten:

  • Wanderwegenetz, Radfahren mit direkter Anbindung an den Saarradweg, Kegeln, Wassersport, Gleitschirmfliegen und Angeln.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bismarckturm Schoden, der einzige Bismarckturm im Landkreis Trier-Saarburg
  • Katholische Filialkirche St. Paulus und St. Maria Magdalena
  • Marienkapelle
  • Freizeitanlage am Saarufer mit Kiosk, Minigolfplatz, Beachvolleyballfeld und Bootsanlegestelle
  • Skulptur "Welle" des Skulpturenarrangements "Die vier Elemente"
  • geologisch-naturkundlicher Lehrpfad

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schoden – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Infothek