Schondra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den Fluss siehe Schondra (Fluss)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schondra
Schondra
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schondra hervorgehoben
Koordinaten: 50° 16′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Brückenau
Höhe: 432 m ü. NHN
Fläche: 28,62 km2
Einwohner: 1726 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97795
Vorwahl: 09747
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 149
Marktgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schulstr. 14
97795 Schondra
Webpräsenz: www.schondra.de
Bürgermeister: Bernold Martin (CSU/Christlicher Bürgerblock)
Lage des Marktes Schondra im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer Forst Forst Detter-Süd Geiersnest-Ost Geiersnest-West Waldfensterer Forst Kälberberg (Unterfranken) Mottener Forst-Süd Neuwirtshauser Forst Omerz und Roter Berg Römershager Forst-Nord Römershager Forst-Ost Roßbacher Forst Waldfensterer Forst Großer Auersberg Münnerstadt Thundorf in Unterfranken Maßbach Rannungen Nüdlingen Oerlenbach Bad Kissingen Aura an der Saale Bad Bocklet Euerdorf Sulzthal Ramsthal Elfershausen Fuchsstadt Hammelburg Elfershausen Wartmannsroth Oberthulba Oberthulba Oberthulba Burkardroth Burkardroth Zeitlofs Zeitlofs Bad Brückenau Bad Brückenau Oberleichtersbach Geroda (Unterfranken) Schondra Schondra Schondra Riedenberg Motten (Bayern) Wildflecken Hessen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Haßberge Landkreis Haßberge SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Schondra ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft liegt am Südhang der Rhön im Tal der Schondra, etwa 22 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Bad Kissingen. Im Osten führt die Autobahn A 7 durch das Gemeindegebiet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neun Ortsteile sind[2]:

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen Namen hat Schondra vom gleichnamigen, die Marktgemeinde durchfließenden Fluss Schondra[3], welcher der Fränkischen Saale bei Gräfendorf zufließt.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 802 Scuntru
  • 812 Scuntra
  • 839 Scundera
  • 840 Scundra
  • 1303 Schunter
  • 1326 Schůntern
  • 1466 Schontra
  • 1555 Schondra

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schondra wurde urkundlich erstmals im Jahre 812 erwähnt. Der Ort befand sich im Besitz des Klosters Fulda. Ab dem 15. Jahrhundert war Schondra Sitz eines Gerichts.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer heutigen Ausdehnung existiert die Gemeinde seit dem 1. Mai 1978, als im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns die Gemeinden Schönderling und Singenrain nach Schondra eingegliedert wurden.[4]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Auf dem Gebiet der politischen Gemeinde liegt die römisch-katholische Pfarrei St. Anna Schondra, die zum Dekanat Hammelburg des Bistums Würzburg gehört. Im Ortsteil Schönderling befindet sich die Filialkirche St. Josef, in Singenrain die Filialkirche St. Maria von Fatima. In Schildeck gibt es eine Kapelle.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1.450 Einwohner[4]
  • 1970: 1.582 Einwohner[4]
  • 1987: 1.536 Einwohner
  • 1991: 1.687 Einwohner
  • 1995: 1.739 Einwohner
  • 2005: 1.832 Einwohner
  • 2010: 1.742 Einwohner
  • 2015: 1.726 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neues Rathaus, gebaut 1995

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,4 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Christlicher Bürgerblock    3 Sitze (27,0 %)
  Aktive Bürger 3 Sitze (26,5 %)
  Freie Wählergemeinschaft Schönderling 5 Sitze (36,7 %)
  Freie Wählergruppe Singenrain 1 Sitz (9,8 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Bernold Martin. Seine Stellvertreter sind Beatrix Lieb (Zweite Bürgermeisterin) und Jürgen Metz (Dritter Bürgermeister).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot über einem gesenkten silbernen Wellenbalken nebeneinander ein silbernes Schildchen, darin ein schwarzes Tatenkreuz und eine goldene Propsteikrone.

Wappengeschichte: Der heute bestehende Markt Schondra entstand 1978 durch Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Schondra, Schönderling und Singenrain. Alle Gemeindeteile lagen bis 1803 im Herrschaftsgebiet des Fürststifts Fulda. Verwaltungsmäßig gehörte Schondra zum fuldischen Oberamt Brückenau, während die Ortsteile Schönderling und Singenrain von der Klosterpropstei Thulba verwaltet wurden. Im Wappen weisen das fuldische Kreuz im kleinen Schild und die goldene Propsteikrone auf diese Herrschaftsverhältnisse hin. Der silberne Wellenbalken ist Hinweis auf die Lage der Gemeinde am Fluss Schondra. Die Farben Silber und Rot sind die Farben von Franken. Die Bezeichnung Markt erhielt Schondra schon vor 1600. Zu dieser Zeit war Schondra bereits ein Gerichtssitz.
Das Wappen wurde durch das Innenministerium am 9. Januar 1981 verliehen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendsten Baudenkmäler der Gemeinde sind die Ruine der Burg Schildeck und die Pfarrkirche St. Anna aus dem Jahr 1953.

Weiterhin erwähnenswert sind:

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtliche Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 gab es in der Gemeinde Schondra 603 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort bzw. 1.036 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort.[5]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schondra befinden sich ein Kindergarten und die Grund- und Hauptschule Schondratal.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wird von der Autobahn A7, den Bundesstraßen B27 und B286, der Staatsstraße 2431 und den Kreisstraßen KG33 und KG34 durchquert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leonhard Rugel: Katholische Pfarrkirche Schondra. Patrozinium: St. Anna (26. Juli) (= Kunstführer. Nr. 2144, ZDB-ID 51387-8). Schnell und Steiner, Regensburg 1994.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111113/005717&attr=OBJ&val=1580
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 202 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 739.
  5. http://www.schondra.rhoen-saale.net/Wirtschaft/Wirtschaftsstatistik/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schondra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien