Schopfloch (Lenningen)

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Schopfloch
Gemeinde Lenningen
Wappen von Schopfloch vor der Eingemeindung
Koordinaten: 48° 32′ 26″ N, 9° 31′ 55″ O
Höhe: 761,7 m ü. NN
Fläche: 10,95 km²
Einwohner: 683 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 73252
Vorwahl: 07026
Rathaus in Schopfloch
Rathaus in Schopfloch
Schopfloch 1683, Forstlagerbuch von Andreas Kieser

Schopfloch ist ein Ortsteil der Gemeinde Lenningen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopfloch liegt oberhalb von Lenningen auf der Hochfläche der Schopflocher Alb.

Nachbarorte sind im Norden der Bissinger Ortsteil Ochsenwang, im Westen der Lenninger Ortsteil Gutenberg, im Süden der Römersteiner Ortsteil Donnstetten und im Osten Wiesensteig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundlich belegte Geschichte von Schopfloch beginnt im Jahr 1182 mit einer Urkunde des ältesten bekannten Grundherrn, dem Prämonstratenserstift Rot an der Rot. Schopfloch lag im ursprünglichen Herrschaftsbereich der Zähringer und wurde von Adalbert, dem späteren Herzog von Teck, übernommen. 1387 ging die Herrschaft an Württemberg über.

Mitte des 15. Jahrhunderts bestand Schopfloch aus 21 Haushalten und sechs Personen ohne Haus. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das 100-Seelen-Dorf stark zerstört und ausgeplündert, die Einwohnerzahl ging bis 1644 auf 40 Einwohner zurück. Im Jahr 1703 lebten dann wieder 206 Menschen im Ort. Bis 1800 hatte sich die Einwohnerzahl sogar auf 402 Personen erhöht.

Am 1. Januar 1975 haben sich Oberlenningen, Unterlenningen, Gutenberg und Schopfloch zur Gemeinde Lenningen zusammengeschlossen.[1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Blasonierung des Wappens lautet: In Grün eine gestürzte silberne Pflugschar.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schopfloch gibt es einen kommunalen Kindergarten und eine Grundschule. Die Feuerwehr Schopfloch ist eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Lenningen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Schopfloch verläuft die Landesstraße L 1212 von Weilheim nach Römerstein.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1626 entdeckte Heinrich Schickhardt das Schopflocher Torfmoor und begann mit dem Torfabbau für Heizzwecke. Das Schopflocher Moor entstand aufgrund des auf der Gemarkung Ochsenwang liegende Randecker Maar, das ein ehemaliger Vulkanschlot des Schwäbischen Vulkans ist. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurde immer wieder Torf abgebaut. Das Schopflocher Torfmoor ist heute das einzige größere Hochmoor der Schwäbischen Alb. Bereits am 26. Februar 1942 wurde das Moor unter Naturschutz gestellt. Das Schopflocher Moor ist damit das älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Esslingen.

Schopfloch ist sowohl im Sommer durch viele Wanderwege als auch im Winter durch seine Skilifte ein beliebtes Naherholungsziel.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 461.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landkreis Esslingen (Hrsg.): Der Kreis Esslingen. Stuttgart 1978, Seite 218.
  • Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen (Hrsg.): Der Landkreis Esslingen. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 2, Seite 148.
  • Rainer Kilian (Hrsg.): Schopfloch: Geschichte einer Gemeinde auf der Schwäbischen Alb. Gottlieb & Osswald, Kirchheim unter Teck 2004, ISBN 3-925589-31-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]