Schopfloch (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schopfloch
Schopfloch (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schopfloch hervorgehoben
Koordinaten: 49° 7′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 484 m ü. NHN
Fläche: 15,34 km2
Einwohner: 2966 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 193 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91626
Vorwahl: 09857
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 200
Marktgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Friedrich-Ebert-Str. 15
91626 Schopfloch
Webpräsenz: www.schopfloch-mittelfranken.de
Bürgermeister: Oswald Czech (SPDUnabhängige Wähler)
Lage des Marktes Schopfloch im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Schopfloch ist ein Markt im Landkreis Ansbach in Mittelfranken (Bayern).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt liegt an der Romantischen Straße zwischen den Städten Feuchtwangen und Dinkelsbühl in einer von Wiesen und Wäldern umgebenen Landschaft an einem sanft nach Westen abfallenden Talhang der Wörnitz.

Der Markt liegt im westlichen Grenzbereich Mittelfrankens. Es sind nur wenige Kilometer bis zum baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopfloch hat 13 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden grenzt Schopfloch an die Stadt Feuchtwangen, im Osten an die Gemeinde Dürrwangen und im Süden an die Große Kreisstadt Dinkelsbühl. Im Westen treffen die Grenzen von Dinkelsbühl und Feuchtwangen aufeinander.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortskern mit Kirche St. Martin und Gemeindehaus von Südwesten aus
Jüdischer Friedhof, einer der größten Süddeutschlands

Die erste urkundliche Erwähnung des Orts geht auf eine Schenkungsurkunde vom 11. März 1260 zurück, in der als Zeuge der Name „Ulricus de Schopfloch“ erwähnt ist. Später wurde das Adelsgeschlecht derer von Schopfloch dort ansässig. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Grundwort „lôch“ (mhd. für Gebüsch, Wald, Gehölz) und dessen Bestimmungswort „schopf“ (mhd. für Scheune) ist und demnach Gehölz bei einer Scheune bedeutet.[3]

Von der Burg Schopfloch in der Ortsmitte sind nur spärliche Reste erhalten. Dokumente, die den Ursprung des Dorfs belegen, sind nicht vorhanden. Herrschaftlich war der Ort bis Anfang des 19. Jahrhunderts zwischen der Grafschaft Öttingen und der Markgrafschaft Ansbach geteilt.

Grundherrschaftlich und hoheitsrechtlich waren im Bereich des markgräflichen Oberamtes Feuchtwangen im Jahr 1732 dem Vogtamt Schopfloch 47 Anwesen unterstellt: Burgstall (1), Pulvermühle (3), Schopfloch (39), Zumberg (4); es wurde durch den Kastner des Kasten- und Vogtamts Feuchtwangen mitversehen.[4]

Im sozial- und kulturgeschichtlichen Bereich gibt es in Schopfloch einige Besonderheiten: Während des Dreißigjährigen Krieges siedelten sich 1634 Protestanten aus dem Raum Salzburg in Schopfloch an. Sie brachten traditionelle Berufe wie das Maurer- und das Steinmetzhandwerk mit in die neue Heimat. Da die nähere Umgebung Schopflochs nicht genügend Arbeit im Bausektor bot, zogen die Maurer und Steinmetze von Frühling bis Herbst meist in Gruppen von sechs bis acht Mann als Wanderarbeiter durch Süddeutschland, die Schweiz und Österreich. Die Frauen der Maurer erzogen die Kinder und bewirtschafteten die Nebenerwerbslandwirtschaft; viele Frauen stammten aus Böhmen und hatten vor ihrer Heirat als Hilfsarbeiterinnen, sogenannte „Mörtelschicksen“, auf Baustellen gearbeitet.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) wurde die Ruralgemeinde Schopfloch gebildet, zu der die Orte Buchhof, Deuenbach, Neumühle und Rohrmühle gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl.[5] Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 4,287 km².[6]

Nach dem Anschluss Schopflochs an das Eisenbahnnetz 1881 verkehrte der „Schopflocher Maurerzug“ (auch „Architektenzug“), der auf die Bedürfnisse von Wochenendpendlern zugeschnitten war. Zu dieser Zeit arbeiteten die Schopflocher Maurer bevorzugt in den Großstädten Nürnberg und Stuttgart. Noch 1938 lebte etwa ein Drittel der Bevölkerung vom Bauhandwerk.[7]

Die „durch berufsbedingtes Herumwandern entstandene Hellhörigkeit für das, was sich Neues in der Welt tat“, führte im 19. Jahrhundert zur frühzeitigen Aufnahme demokratischer und gewerkschaftlich-sozialdemokratischer Ideen in Schopfloch. Der 1897 gegründete SPD-Ortsverein hatte im Januar 1932 etwa 250 Mitglieder bei damals knapp 2000 Einwohnern des Dorfes. 1905 war Schopfloch die erste Gemeinde Bayerns, die mit dem Steinhauer Heinrich Grimm einen Sozialdemokraten zum Bürgermeister wählte. Nach der Auflösung des Ortsvereins 1933 in der Zeit des Nationalsozialismus wurde der SPD-Ortsverein im Dezember 1945 neu gegründet. Bei den Kommunalwahlen 1946 erzielte die SPD neun von zehn Mandaten.[8]

1965 erhielt das Dorf Marktrecht. Bis 1972 gehörte der Ort zum Landkreis Dinkelsbühl. Im Zuge der Gebietsreform wurde er dem Landkreis Ansbach eingegliedert. Im März 1979 erhielt Schopfloch von der Regierung Mittelfranken die Zustimmung zur Annahme eines Wappens und zur Führung einer Fahne.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine sehr große Rolle spielten die jüdischen Mitbürger im gesellschaftlichen Leben von Schopfloch. Die ersten Juden wurden bereits im frühen 16. Jahrhundert hier ansässig, belegt in ersten urkundlichen Erwähnungen für die Jahre 1561 und 1566.[9][10] Aufgrund der politischen Verhältnisse des 17. und 18. Jahrhunderts, durch die Schopfloch in zwei Verwaltungsbezirke eingeteilt war, entstanden im Ort zwei jüdische Gemeinden, eine unter der Herrschaft von Oettingen-Wallerstein, die andere unter der Herrschaft der Markgrafen von Ansbach. Beide Gemeinden schlossen sich erst am Anfang des 19. Jahrhunderts zu einer jüdischen Gemeinde zusammen.

1612 (oder schon einige Jahre zuvor) wurde der jüdische Friedhof angelegt und seitdem mehrfach erweitert, wobei 1802 die letzte große Erweiterung erfolgte.[11][12] Er war als Verbandsfriedhof – bis zur teilweisen Anlage eigener Begräbnisstätten – zentraler Friedhof für die jüdischen Gemeinden einer weiten Region, darunter für Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Mönchsroth und Wittelshofen sowie für mehrere heute in Baden-Württemberg liegende Gemeinden: insbesondere bis 1841 für Crailsheim, Goldbach, Ingersheim an der Jagst, Hengstfeld und bis 1840 für Michelbach an der Lücke, Steinbach, Unterdeufstetten, Wiesenbach. 1938 fanden die letzten Beisetzungen statt (Paula Jordan aus Wittelshofen und Fanny Benjamin geb. Dinkelsbühl). Das extrem weit umfassende Gebiet bedingte die mehrmalige Erweiterung und die Friedhofsfläche beträgt letztlich 12.980 m². Ganz im Osten des Geländes befinden sich die ältesten Grabdenkmäler, teilweise eingesunken. Nach neuerer Zählung finden sich auf dem Friedhof 1172 Grabsteine.[13] Die erste Synagoge wurde 1679 auf oettingischer Seite errichtet. Sie wurde von der jüdischen Gemeinde im Brandenburg-Ansbacher Teil Schopflochs mitgenutzt. Erst im 19. Jahrhundert schlossen sich die beiden jüdischen Gemeinden zusammen und unterstanden dem Distriktsrabbinat Schopfloch unter dem Distriktsrabbiner Nathan Ehrlich (1841–1872). 1830 wurde in Schopfloch eine jüdische Volksschule errichtet, in der neben der Mikwe auch die Lehrerwohnung integriert war. Der Bau eines neuen Synagogengebäudes erfolgte 1877. Um 1900 waren ein Drittel der Schopflocher Bürger Angehörige der jüdischen Religionsgemeinschaft. Anfang des 20. Jahrhunderts wanderten allerdings viele ortsansässige Juden nach Amerika aus, sodass die Zahl der jüdischen Einwohner erheblich sank.[14] Das lange friedliche Miteinander zwischen Juden und Christen fand mit der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 ein Ende. 1938 mussten die letzten 18 noch verbliebenen jüdischen Bürger Schopfloch verlassen. Die Synagoge wurde in der Reichspogromnacht zerstört. Insgesamt 54 aus Schopfloch stammende Juden fanden in verschiedenen Konzentrationslagern den Tod.[15] Eine weitere sichtbare Spur jüdischen Lebens ist das Haus Bahnhofstraße 8 (Jüdische Schule). An die zerstörte Synagoge erinnert ein Gedenkstein, der vor dem Gebäude Bahnhofstraße 5 seinen Platz fand. Ein prominenter Zeitzeuge, Hans Rosenfeld, spielte bis zu seinem Tod im Jahre 2015 eine tragende Rolle bei der Schilderung der jüdischen Lebensverhältnisse in Schopfloch in Form von zahlreichen Dokumentationen und Vorträgen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige
Gemeinde
Einwohner
(1970)
Datum Anmerkung
Dickersbronn 128 01.05.1978[16]
Lehengütingen 172 01.07.1970[17]
Waldhäuslein 147 01.01.1971[17] Eingliederung von 69 der 147 Einwohner,
Umgliederung der anderen Einwohner nach Dinkelsbühl
Zwernberg 111 01.05.1978[16]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Schopfloch

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2005 2011 2016
Einwohner 1128 1419 1593 1616 1788 1834 1896 2286 1945 1880 1770 1806 1879 1934 1778 1910 1851 1744 2350 2207 2000 2107 2640 2922 2838 2960
Häuser[18] 218 214 235 271 309 342 368 413 713 894 909
Quelle [19] [20] [21] [22] [21] [23] [21] [21] [24] [21] [21] [25] [21] [21] [21] [26] [21] [21] [21] [27] [6] [28] [29] [30] [30]

Ort Schopfloch

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 987 1250 1452 1650 1791 1654 1743 2026 1843 1936 1943
Häuser[18] 188 187 245 274 310 335 378 547
Quelle [19] [20] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [6] [28] [29]

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den erwähnten Spuren jüdischen Lebens gehört auch das so genannte Lachoudisch (auch: Lachodisch), manchmal auch Schopflochs Geheimsprache genannt.[31] Sie ist eine Mischung aus Hebräisch, Rotwelsch und eigenen Wortschöpfungen. Der Name Lachoudisch hat sich aus dem hebräischen Ausdruck Loschaun hakaudesch (in aschkenasischer Aussprache) bzw. Leschon hakodesch (in sephardischer Aussprache) entwickelt, was auf Deutsch ‚heilige Sprache‘ bedeutet.[32] Zurückzuführen ist die Sprache auf die Handelstätigkeiten der Juden und auf die Wanderjahre der Maurer. Da die Sprache für Außenstehende unverständlich war, konnten die Schopflocher Händler (Schacherer[31]) in ihren Gesprächen diese Sprache zu ihrem Vorteil nutzen. Vor allem von der älteren Generation wird Lachoudisch noch benutzt und gepflegt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl vom 16. März 2014 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,57 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Freie Wähler    6 Sitze (41,23 %)
  SPD/Unabhängige Wähler 5 Sitze (36,99 %)
  Wählergruppe 3 Sitze (21,78 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2014 wurde Bürgermeister Oswald Czech (seit Mai 2002 im Amt) mit 84,32 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter schwarzem Schildhaupt, darin ein silberner Schragen, fünfmal schräg geteilt von Silber und Rot.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopfloch ist traditionell eine fränkische Fastnachtshochburg. Laut Überlieferung geht der Drudenzug auf heidnische Zeiten zurück. Über viele Generationen wurde dieses Brauchtum bis in die heutige Zeit weitergetragen. Ein besonderer Publikumsmagnet sind die jährlichen Sitzungen der Fastnachtsgesellschaft Medine e. V., die weit über die Grenzen Schopflochs hinaus bekannt sind. Die F. G. Medine e. V. ist eines der acht Gründungsmitglieder des Fastnacht-Verbandes Franken e. V. und im Bund Deutscher Karneval. Der Begriff Medine ist aus Schopflochs Geheimsprache Lachoudisch entnommen und bedeutet „Heimat“.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche im Ortsteil Lehengütingen
  • Evangelische Kirche St. Martin
  • Rathaus
  • Jüdischer Friedhof an der steilen Straße nach Deuenbach
  • Evangelische Filialkirche St. Lorenz in Zwernberg

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werbeslogan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der grünen landwirtschaftlich geprägten Umgebung und der Lage fast exakt zwischen den Städten Feuchtwangen und Dinkelsbühl verdankt Schopfloch seinen Werbeslogan „Grüner Punkt zwischen mittelalterlichen Städten“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenbus der BayernBahn bei Schopfloch (Mittelfr)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schopfloch liegt verkehrsgünstig an den Bundesautobahn 6 und 7. Ausfahrten A 6: Schnelldorf (13 km), Feuchtwangen-Nord/Dorfgütingen (11 km), Aurach (27 km). Ausfahrten A 7: Feuchtwangen-West/Schopfloch (9 km), Dinkelsbühl-Fichtenau (10 km). Die Bundesstraße 25 (Romantische Straße) verläuft nördlich nach Feuchtwangen bzw. südlich über Lehengütingen nach Dinkelsbühl. Die Kreisstraße AN 42 verläuft westlich über Buchhof nach Weidelbach bzw. östlich über Lehenbuch und Flisnberg nach Dürrwangen. Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen nordöstlich nach Mögersbronn und nordwestlich nach Deuenbach.

1881 erhielt der Ort den Bahnanschluss an die Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl durch die Inbetriebnahme des Verbindungsstückes zwischen Feuchtwangen und Dinkelsbühl; beide Orte hatten ihren Bahnanschluss nach Dombühl zur Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim bzw. Nördlingen zur Ludwig-Süd-Nord-Bahn bereits 1876 bekommen. Der Personenverkehr wurde von der DB am 1. Juni 1985 eingestellt.

Romantische Schiene: Im Sommer betreibt das Bayerische Eisenbahnmuseum sonntags Fahrten auf der Museumsbahn mit Dampfzügen und dem roten Schienenbus VT 98 der BayernBahn auf dem Abschnitt Nördlingen–Feuchtwangen der Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl mit Halt am ehemaligen Bahnhof Schopfloch (Mittelfr). In Nördlingen besteht Anschluss an die DB-Strecken.

Die Bahnstrecke bei Schopfloch diente mehrmals als Drehort für Film- bzw. TV-Produktionen. Im November 2016 wurden hier Szenen für die mehrteilige ARD-Krimiserie „Babylon Berlin[33] und im Sommer 2011 für RTL „Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer[34] aufgenommen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Markt haben sich einige mittelständische Betriebe niedergelassen. Den größten Anteil haben metall- und textilverarbeitende Firmen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schopfloch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Schopfloch in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. Dezember 2017
  3. W.-A. v. Reitzenstein, S. 202.
  4. Dietrich Weiß, Hans Ebert: 1.1.9 Vogtamt Schopfloch. In: Fritz Wünschenmeyer u. a.: Feuchtwanger Heimatgeschichte. Band 4. Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft für Heimatgeschichte in Feuchtwangen, 1994; online in: geschichte-feuchtwangen.de. 6. Februar 2000, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  5. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 30 (Digitalisat).
  6. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 764 (Digitalisat).
  7. Anton Großmann: Milieubedingungen von Verfolgung und Widerstand am Beispiel ausgewählter Ortsvereine der SPD. In: Martin Broszat, Hartmut Mehringer: Die Parteien KPD, SPD und BVP in Verfolgung und Widerstand (= Bayern in der NS-Zeit. Band 5). Oldenbourg, München 1983, ISBN 3-486-42401-7, S. 433–540, hier: S. 481 f.
  8. Großmann: Milieubedingungen. S. 484 f., 491.
  9. Gunther Reese (Hrsg.): Spuren jüdischen Lebens rund um den Hesselberg (= Kleine Schriftenreihe Region Hesselberg. Band 6). Unterschwaningen 2011, ISBN 978-3-9808482-2-0, S. 88.
  10. Eva Maria Kraiss, Marion Reuter: Bet Hachajim. Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Württembergisch Franken. Swiridoff Verlag, Künzelsau 2003, ISBN 3-89929-009-7, S. 34 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  11. Gunther Reese (Hrsg.): Spuren jüdischen Lebens. S. 91 f.
  12. Jüdische Geschichte: Betsaal/Synagoge. In: Alemannia Judaica. 30. August 2016, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  13. Schopfloch: Jüdischer Friedhof. In: alemannia-judaica.de. 29. Oktober 2016, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  14. Für das Jahr 1905 werden 111 jüdische von 655 Einwohnern insgesamt angegeben. Eva Maria Kraiss, Marion Reuter: Bet Hachajim. Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Württembergisch Franken. Swiridoff Verlag, Künzelsau 2003, ISBN 3-89929-009-7, S. 72 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  15. Gunther Reese (Hrsg.): Spuren jüdischen Lebens. S. 88 f.
  16. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 707.
  17. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 448.
  18. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 2016 als Wohngebäude.
  19. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 83 (Digitalisat). Für die Gemeinde Schopfloch zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Buchhöfe (S. 14), Deuenbach (S. 18), Neumühle (S. 63) und Rohrmühle (S. 77).
  20. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 75 (Digitalisat).
  21. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 168, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  22. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1001–1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  23. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1167, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  24. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1099 (Digitalisat).
  25. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1164 (Digitalisat).
  26. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1202 (Digitalisat).
  27. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1039 (Digitalisat).
  28. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 171 (Digitalisat).
  29. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 331 (Digitalisat).
  30. a b Schopfloch (Mittelfranken): Amtliche Statistik des LfStat
  31. a b Jüdisch-Historischer Verein Augsburg: Lachoudisch – Reste jüdischer Sprache aus Schopfloch. In: jhva.wordpress.com. Jüdisch Historischer Verein Augsburg, August 2010, abgerufen am 28. Februar 2012.
  32. Eva Maria Kraiss, Marion Reuter: Bet Hachajim. Haus des Lebens. Jüdische Friedhöfe in Württembergisch Franken. Swiridoff Verlag, Künzelsau 2003, ISBN 3-89929-009-7, S. 34 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  33. Filmaufnahmen zur Krimiserie „Babylon Berlin“. In: woernitz-franken.de. Abgerufen am 18. Juni 2017 (Pressemitteilung der BayernBahn GmbH Nördlingen; Fotos vom Filmset).
  34. Bahnstrecke zwischen Feuchtwangen und Schopfloch als Filmkulisse. „Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer“. Abgerufen am 18. Juni 2017 (Bericht mit Fotos vom Filmset).