Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg

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Schostakowitsch-Musikschule
Berlin-Lichtenberg
Schulstandort Berlin-Fennpfuhl
Schulform Staatliche Musikschule
Gründung 1954 (Musikschule Lichtenberg),
1988 (Musikschule Hohenschönhausen)
Adresse

Paul-Junius-Straße 71
10369 Berlin

Ort Berlin-Lichtenberg
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 31′ 41″ N, 13° 28′ 41″ OKoordinaten: 52° 31′ 41″ N, 13° 28′ 41″ O
Träger Bezirk Lichtenberg
Schüler etwa 1900
Lehrkräfte etwa 100
Website www.schostakowitsch-musikschule.de

Die Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg besteht seit 1954 und wird vom Berliner Bezirk Lichtenberg finanziert und verwaltet. Sie besitzt drei Standorte und ist eine der erfolgreichsten Musikschulen in ganz Berlin. Der Namensgeber der Einrichtung ist Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch. Zurzeit (Stand im Frühjahr 2013) ist Olaf Hengst der Musikschulleiter.

Lage und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verwaltungs- und Hauptunterrichtsstandort der Musikschule befindet sich im Stadtteil Berlin-Fennpfuhl (Paul-Junius-Straße 71), die zwei Filialen stehen in Neu-Hohenschönhausen (Wustrower Straße 26) und Karlshorst (Stolzenfelsstraße 1).

Die Geschichte der Musikschule Lichtenberg beginnt mit der Gründung im Jahr 1954. Im Jahr 1988 wurde die Musikschule Hohenschönhausen im gleichnamigen Bezirk eröffnet.

Bronzebüste für den Komponisten in der Musikschule am Fennpfuhl

Die Bezirksfusion führte zu einer Zusammenlegung der beiden Schulen im Jahr 2002. Die neue Einrichtung bekam 2005 offiziell den Namen Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg.

Benutzte Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie bezog ein historisches Gebäude, das im Jahr 1907 in der damaligen Gemeinde Lichtenberg in der Woerdenstraße als Knaben- und Mädchen-Gymnasium errichtet worden war. Das Haus beherbergte nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedene Bildungseinrichtungen, darunter bis 1962 in der nordwestlichen Hälfte die Franz-Mehring-Oberschule. (Diese fusionierte 1963 mit der Kant-Oberschule und hatte ihren Sitz dann am Nöldnerplatz.) Die andere Hälfte wurde und wird noch immer von der Volkshochschule Lichtenberg genutzt. Bei den Sanierungsarbeiten der Jahre 2005 bis 2012 wurden behindertengerechte Zugänge angefügt, das Dach neu gedeckt, die Fassaden erneuert und die historische Turmuhr repariert. Die Uhr auf dem Dach stand seit 1984 still. Bei der möglichst originalgetreuen Restaurierung des Hauses bekam die Uhr neue vergoldete Zeiger und Stundenstriche und vor allem konnte Uhrmachermeister Ingo Zimmer das Uhrwerk wieder in Gang setzen. Das Zifferblatt hat einen Durchmesser von drei Metern und ist damit weithin sichtbar. Zusätzlich zu den Arbeiten im Inneren des Hauses konnte das Dach der zur Parkseite hin angebauten Turnhalle erneuert werden. Die gesamte Sanierung kostete 800.000 Euro, die weitestgehend aus dem Konjunkturpaket I der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bestritten wurden.[1]

Theater Karlshorst, in dem die Schostakowitsch-Musikschule ebenfalls Räume nutzt

Die Karlshorster Filiale nutzt einige Räume im heutigen Theater Karlshorst. Das mehrflügelige denkmalgeschützte Bauwerk war bis 1994 das Haus der Offiziere der Roten Armee.[2]

Die Neu-Hohenschönhausener Filiale ist in einem dreigeschossigen Neubau-Schulkomplex untergebracht, der sowohl von der Vincent-van-Gogh-Schule als auch von der Schule am Wäldchen genutzt wird. Für die große Anzahl der Schüler und eine gute Wohnortnähe sind die Filialen sehr hilfreich.

Erfolge der Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schüler der Musikschule nahmen bereits mehrfach erfolgreich am Wettbewerb Jugend musiziert teil: Am Berliner Regionalwettbewerb von Jugend musiziert 2007 beteiligten sich beispielsweise 20 Schüler in Einzel- und Gruppen-Wettbewerben und gewannen dabei acht erste Preise, vier zweite Preise und einen dritten Preis.

Ausbildungsinhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule bietet neben klassischen Schulfächern auch eher unbekannte Unterrichtsfächer an. Die Zielgruppe besteht aus Kindern und Jugendlichen, es werden aber auch Erwachsene ausgebildet. Die Pädagogen unterrichten Gesang, Notenlehre, Musikerziehung und bringen den Teilnehmern die Beherrschung verschiedener Musikinstrumente bei. Außerdem besteht die Möglichkeit in Orchestern, Bands, Chören und Ensembles mitzuspielen und sich dort weiterzuentwickeln.

Da in Lichtenberg viele Vietnamesen wohnen, bietet die Schule als deutschlandweit einmaliges Lehrangebot traditionelle vietnamesische Musik.[3]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wieder im Takt. Historische Turmuhr auf dem VHS-Gebäude In: Rathausnachrichten vom 5. Juni 2010; S. 4
  2. Baudenkmal ehem. „Haus der Offiziere“ Ehrenfelsstraße
  3. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.rbb-online.deTraditionelle Musik aus Vietnam RBB am 5. Juli 2010