Schouten-Inseln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die indonesische Inselgruppe. Für die neuguineanische Inselgruppe, die 1823 ebenfalls Schouten genannt wurde, siehe Le-Maire-Inseln. Für die gleichnamige Insel vor der Küste Tasmaniens, siehe Schouten-Insel (Tasmanien).

f

Schouten-Inseln
Schouten-Inseln (oben), Yapen (unten)
Schouten-Inseln (oben), Yapen (unten)
Gewässer Pazifischer Ozean
Geographische Lage 1° 0′ S, 136° 0′ OKoordinaten: 1° 0′ S, 136° 0′ O
Schouten-Inseln (Molukken-Papua)
Schouten-Inseln
Anzahl der Inseln
Hauptinsel Biak
Gesamte Landfläche 2456 km²
Schouten-Inseln
Schouten-Inseln

Die Schouten-Inseln (auch Misore-Inseln oder Biak (Kepulauan Schouten) genannt) sind eine Inselgruppe im Pazifischen Ozean, gelegen am Nordrand der Cenderawasih-Bucht vor der Nordküste Neuguineas. Die Gruppe gehört heute politisch zur indonesischen Provinz Papua; bis 1970 waren die Inseln Teil der Kolonie Niederländisch-Neuguinea.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Inselgruppe gehören die Inseln Biak, Korridu, Numfor, Supiori sowie zahlreiche kleinere Eilande. Die größeren Inseln Korridu und Biak besitzen zusammen eine Landfläche von 2456 km². Hauptort der Schouten-Inseln ist Kota Biak an der Südküste der gleichnamigen Hauptinsel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrscheinlich hat bereits der Spanier Álvaro de Saavedra die Schouten-Inseln entdeckt, gesichert ist aber erst die Entdeckung 1616 durch die holländischen Seefahrer Jacob Le Maire und Willem Cornelisz Schouten, nach dem sie auch benannt ist.

Aufgrund eines Mißverständnisses hatte im Jahr 1823 der französische Kartograph Louis Isidore Duperrey einer anderen, rund 800 km südöstlich gelegenen Inselgruppe vor der Ostküste von Papua-Neuguinea ebenfalls den Namen „Schouten“ gegeben; letztere Inselgruppe wurde allerdings später in Le-Maire-Inseln umbenannt.

Auf der Insel Biak plante Russland 2008 zusammen mit Indonesien den Bau eines Weltraumbahnhofs für Satellitenluftstarts mittels eines Transportflugzeugs vom Typ Antonow An-124 Ruslan (NATO-Codename: „Condor“).

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]