Schrammsteine

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Die Schrammsteine
Der Hohe und Mittlere Torstein als Teil der Schrammsteine. Im Hintergrund liegt der Falkenstein bei Bad Schandau

Die Schrammsteine sind eine langgestreckte, stark zerklüftete Felsgruppe des Elbsandsteingebirges, die sich östlich von Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz befindet und in der Gemarkung Ostrau liegt. Im Norden werden sie durch das Kirnitzschtal und die Hohe Liebe, im Süden vom Elbtal und im Osten von den Affensteinen begrenzt.

Der höchste Punkt der Schrammsteine ist der Hohe Torstein mit 425 m ü. NHN[1]. Der Vordere Torstein (358,4 m ü. NHN)[2] bildet den Anfang der Felskette im Südwesten, die sich dann, durchbrochen von drei mächtigen senkrechten Felsöffnungen, den sogenannten Schrammtoren fortsetzt. Weitere herausragende Gipfel sind Schrammtorwächter (357,8)[2], Dreifingerturm (374,3)[2] und Mittlerer Torstein (423,6)[2]. Weiterhin gehört der einzeln stehende Falkenstein mit einer Höhe von 381,2 m ü. NHN[1] zu den Schrammsteinen.

An der touristisch zugänglichen Schrammsteinaussicht, 417,2 m ü. NHN[1] enden die „Vorderen Schrammsteine“. In Richtung Schmilka schließen sich die „Hinteren Schrammsteine“ an.

Auf dem Vorderen Torstein befand sich im Mittelalter die Burgwarte Schramensteyn. Sie diente der Herrschaft Wildenstein als Beobachtungsstand auf das Elbtal. Zusammen mit der Herrschaft ging sie 1451 an das Kurfürstentum Sachsen über, bereits im Burgenverzeichnis von 1456 wurde die Burgwarte als verfallen bezeichnet. 1993 entdeckten Bergsteiger auf dem Vorderen Torstein die Reste der bislang nur aus Urkunden bekannten Burgwarte in Form einer Herdstelle, Holzkohlenresten, einer Pfeilspitze und Keramikresten.[3]

Die Schrammsteine sind ein vielbesuchtes Touristenziel; besonders die Aussichten und der Gratweg erfreuen sich großer Beliebtheit. Sowohl Wanderer als auch Bergsteiger finden hier ein komplexes Felsenmassiv, das sich durch eine Vielzahl unterschiedlich schwieriger Wanderwege bzw. Kletterfelsen auszeichnet.

Blick vom Papststein in Richtung Osten auf den Falkenstein (links) und das Schrammsteinmassiv mit dem Großen Winterberg (rechts).

Rotkehlchenstiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rotkehlchenstiege, am Südostrand der Schrammsteine, beginnt am Nordabschluss des Falkoniergrundes bei Schmilka und führt auf den Schrammsteinweg. Die Stiege überwindet mit 286 Stufen einen Höhenunterschied von etwa 150 Metern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schrammsteine – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kartendienst des BfN, Maßstab 1:5000
  2. a b c d Schulz, Thomas: Geodätische Bestimmung exponierter Felsgipfelhöhen unter besonderer Berücksichtigung der Morphologie des Elbsandsteingebirges. Diplomarbeit, Dresden HTW 2010.
  3. Peter Rölke (Hrsg.): Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1, Verlag Rölke, Dresden 1999, ISBN 3-934514-08-1, S. 70

Koordinaten: 50° 54′ 51″ N, 14° 12′ 12″ O