Schrecksekunde

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Als Schreckzeit wird der Zeitraum vor der Reaktionszeit bezeichnet. Reaktion ist nach Sigmund Exner (1846–1926) die auf einen Reiz folgende, zweckgerichtete Verhaltensänderung. Der Schreck ist nicht zweckgerichtet.

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Eine definierte Dauer der Schreckzeit kann nicht angegeben werden, sondern ist äußerst subjektiv, z. B. wenn bei einem Wildwechsel in der Nacht ein Reh auf die Straße springt. Die Schreck- (und auch die Reaktionszeit) kann sich bei Übermüdung Unaufmerksamkeit oder durch Alkoholkonsum erhöhen, sie kann durch geistige Vorbereitung, Bremsbereitschaft und Ähnliches verringert werden. Bei erwarteten Ereignissen – wie der Beobachtung eines Sterndurchgangs durch ein Fadennetz oder im Kampfsport – kann sie je nach Typ und momentaner Verfassung herabgedrückt werden. Bei einer Schreckzeit ist das Aussetzen des Herzschlags kurzfristig möglich.

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