Schrei, wenn du kannst

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Filmdaten
Deutscher TitelSchrei, wenn du kannst
OriginaltitelLes Cousins
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch, Deutsch
Erscheinungsjahr1959
Länge108 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieClaude Chabrol
DrehbuchClaude Chabrol
Paul Gégauff
ProduktionClaude Chabrol
MusikPaul Misraki
KameraHenri Decaë
SchnittJacques Gaillard
Besetzung

Schrei, wenn du kannst ist ein französischer Film von Claude Chabrol aus dem Jahr 1959. Der Regisseur trieb damit die Etablierung der Nouvelle Vague weiter voran und erlebte seinen internationalen Durchbruch.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charles zieht aus der französischen Provinz nach Paris, um dort zu studieren. Dort wohnt er bei seinem Cousin Paul, der ihm die Sitten der bourgeoisen, dekadenten Studenten zeigt. Kurz darauf verliebt Charles sich in Florence, die sich aber für Paul entscheidet. Nun zieht Florence in Pauls Wohnung, woraufhin Charles eifersüchtig wird, dies aber durch fanatisches Lernen für ein bevorstehendes Examen zu verschleiern versucht. Am Tag der Prüfung besteht Paul durch sein Selbstbewusstsein, nicht durch Sachkenntnisse. Dagegen fällt Charles trotz der guten Vorbereitung wegen Nervosität durch. Aus Wut will er deswegen seinen Cousin umbringen, indem er ihn im Schlaf erschießt. Er lädt einen Revolver mit nur einer Patrone und dreht, ähnlich wie beim Russisch Roulette, die Trommel, doch kein Schuss löst sich. Am Morgen darauf spielt Paul mit dem Revolver und tötet versehentlich Charles. Paul entwickelt dabei zum ersten Mal Mitgefühl für andere Menschen.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der deutschen Synchronisation wurde die Figur eines Juden in einen Ungarn verändert und die Gestapo in die ungarische Staatspolizei.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film war bei Kritikern ein Erfolg. In der Zeitung Die Welt beispielsweise wurde der Film folgendermaßen gelobt: „Dieser Film erreicht im träumenden Hirn jenes Ideal, dass eine rein von den Augen getrunkene Bilderfolge in uns sich verwandelt in reines Glück“.[2] Im Branchenblatt Variety hieß es, der Film sei trotz seiner gelegentlichen Prätenziösität dank präziser Handlungsentwicklung, der guten technischen Umsetzung und dem Blick auf vom Profanen zerstörte Unschuld fesselnd.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. F.-B. Habel: Zerschnittene Filme. Zensur im Kino, 2003, S. 92
  2. zitiert nach Die Frühreifen. In: Der Spiegel. Nr. 7, 1960, S. 44 (online).
  3. Auszug aus einer Kritik von 1959, aufgerufen am 1. Juli 2008