Grabheiligtum des Safi ad-Din

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Schrein und Grab von Scheich Safi ad-Din

Das Grabheiligtum des Safi ad-Din (persisch ‏آرامگاه شیخ صفی‌الدین اردبیلی‎, DMG Ārāmgāh-e Šaiḫ Ṣafiyoddīn-e Ardabīlī) ist ein architektonischer Komplex in der iranischen Stadt Ardabil in der gleichnamigen Provinz, der aus einem ehemaligen Sufi-Zentrum (Chāneghāh) und dem Grab von Scheich Safi ad-Din, dem Namensgeber der Dynastie der Safawiden, besteht.

Safi ad-Din gründete hier das erste Sufi-„Ordenskloster“ der Region Aserbaidschan, es diente ihm und seinen Nachfolgern auch als Wohnsitz. Nach seinem Tod wurde ein Grabturm für ihn erbaut, auch seine Familienangehörigen fanden in einem eigens dafür errichteten Anbau ihre ewige Ruhe. Mit der Thronbesteigung seines Urenkels Ismail nahm der Gebäudekomplex die Funktion eines Grabheiligtums ein, Ismail selbst ließ sich ebenfalls hier bestatten. Die Angehörigen der Safawiden-Dynastie pilgerten fortan zur Grablege ihrer Vorfahren, weitere Anbauten und Verschönerungen wurden vorgenommen.[1]

Zentrum des Areals ist ein großer rechteckiger Innenhof, in den man durch einen Vorgarten und einen Vorhof gelangt. Nordöstlich schließt sich eine oktogonale Gebetshalle (Masdschid-e Dschannat Sara/„Paradiesmoschee“) an, südöstlich eine Andachtshalle (Ghandil Chane/„Laternenhaus“) an, von welcher der südlich liegende Grabturm des Scheich Safi begehbar ist. Vom Laternenhaus kann man außerdem das Mausoleum Schah Ismails betreten. Des Weiteren beherbergt das Areal, südöstlich an das Laternenhaus angeschlossen, einen großen Festsaal im „Porzellanhaus“ (Tschini Chane) sowie einen kleinen Wohntrakt (Haram Chane).[1]

Plan

2010 wurde der Gebäudekomplex von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Auf der nationalen Denkmalsliste des Iran ist die Stätte mit der Nummer 64 registriert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nosratollah Meshkati: A List of the Historical Sites and Ancient Monuments of Iran. Translated by Mr. H.A.S. Pessyan. 1974
  • A. H. Morton: The Ardabīl Shrine in the Reign of Shāh Ṭahmāsp I. In: Iran, Vol. 12, British Institute of Persian Studies, 1974, S. 31–64

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schrein und Grab von Scheich Safi al-Din – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mahmoud Rashad: Iran. DuMont-Kunst-Reiseführer, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7701-3385-7, S. 168 ff.
Grabheiligtum des Safi ad-Din (Alternativbezeichnungen des Lemmas)
Mausoleum von Shaikh Safi; Sheikh Safi Mausoleum; Sheikh Safi Ardebili Mausoleum


38.24849448.291371Koordinaten: 38° 14′ 55″ N, 48° 17′ 29″ O