Schtreimel

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Rabbiner David Kahn mit Schtreimel aus Zobelschweifen (2012)
Aufhänger für Schtreimel in der Belzer Synagoge in Tel Aviv

Der Schtreimel (jiddisch: שטרײמל schtrejml, Pl. שטרײמלעך schtrejmlech) ist eine jüdische Kopfbedeckung. Der Schtreimel wird heute vor allem, aber nicht ausschließlich, von verheirateten chassidischen Juden während religiöser Feste und Feiern getragen. Er besteht aus einem Stück Samt mit einem breiten Pelzrand, meist aus Schweifen von russischen Zobeln oder von sogenannten kanadischen Zobeln, jedoch auch aus Baummarderschweifen oder Schweifen amerikanischer Grisfuchsfelle.

Der Schtreimel ist nicht mit dem Spodik zu verwechseln, der zwar ebenfalls aus Fell gefertigt, aber höher und zylinderförmig ist. Der Schtreimel wird von Angehörigen chassidischer Gemeinschaften getragen, die aus Galizien, der Bukowina, Rumänien und Ungarn stammen, der Spodik von solchen, die aus Kongresspolen sind.

Durch die Shoah ist die Schtreimeltradition in Europa fast ausgestorben. Nur in chassidischen Gemeinden wie z. B. London, Antwerpen, Wien oder Zürich gibt es Schtreimelträger. Schtreimel werden zurzeit in Israel, in New York City und in Montreal angefertigt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Frankreich bis Anfang der sechziger Jahre fast vergessene Schtreimel wurde durch den Film Die Abenteuer des Rabbi Jacob als Symbol jüdisch-chassidischer Kultur wieder größeren Bevölkerungskreisen ins Bewusstsein gerufen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]