Schtschutschje

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Stadt
Schtschutschje
Щучье
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Oblast Kurgan
Rajon Schtschutschanski
Gegründet 1750
Stadt seit 1945
Fläche 35 km²
Bevölkerung 10.973 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 314 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 165 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 35244
Postleitzahl 641010
Kfz-Kennzeichen 45
OKATO 37 244 501
Geographische Lage
Koordinaten 55° 13′ N, 62° 45′ OKoordinaten: 55° 13′ 0″ N, 62° 45′ 0″ O
Schtschutschje (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Schtschutschje (Oblast Kurgan)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kurgan
Liste der Städte in Russland

Schtschutschje (russisch Щучье) ist eine Stadt in der Oblast Kurgan (Russland) mit 10.973 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt östlich des Ural, im Südwesten des Westsibirischen Tieflandes, etwa 180 km westlich der Oblasthauptstadt Kurgan. Das Klima ist kontinental.

Die Stadt Schtschutschje ist Verwaltungszentrum des Rajons Schtschutschanski.

Schtschutschje liegt am im Oktober 1896 eröffneten ursprünglichen westsibirischen Streckenabschnitt der Transsibirischen Eisenbahn (TscheljabinskOmsk) sowie an der Fernstraße M51, Teil der transkontinentalen Straßenverbindung MoskauWladiwostok, die den Ort nördlich umgeht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Schtschutschje entstand 1750 am gleichnamigen See (von russisch щука/ schtschuka für Hecht). Ab 1892 wurde die auf diesem Abschnitt vier Jahre später eröffnete Transsibirische Eisenbahn am Ort vorbeigeführt. Es entstand die nach einem in der Nähe fließenden Flüsschen zunächst Tschumljak (Чумляк, bis 1974) genannte Bahnstation. 1924 wurde das Dorf Verwaltungszentrum eines Rajons, 1945 erhielt der Ort Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 7.595
1959 10.272
1970 10.822
1979 10.379
1989 11.094
2002 10.602
2010 10.973

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung, auf dem Territorium des Rajons, gibt es etwa 140 Seen, darunter den Wiktorija-Bittersee (озеро Горькое-Виктория/ osero Gorkoje-Wiktorija). Dieser Salzsee (Sulfat-Chlorid-Magnesium-Natrium-Typ) ist ein Naturdenkmal und wird seit 1910 balneologisch genutzt (etwa 15 km südöstlich, 55° 7′ 0″ N, 62° 33′ 0″ O).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einem Werk für Feuerlöschgeräte gibt es Betriebe der Lebensmittelindustrie auf Basis der landwirtschaftlichen Produktion des Rajons (Getreide, Viehwirtschaft).

In der Nähe befindet sind ein größeres Lager für Chemische Waffen der Russischen Streitkräfte, in welchem etwa 5.400 Tonnen Sarin, Soman und VX lagern. Im Ort soll ein Werk zu ihrer Vernichtung entstehen[2].

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Rossijskaja gaseta, Regionalausgabe Ural, Nr. 191, 30. August 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]