Schulnote

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Eine Schulnote (lat. nota „Merkmal, Schriftzeichen“) oder Zensur (lat. censura) ist eine Leistungsbeurteilung von Schülern in der Regel durch die Lehrer einer Schule. Sie soll die Leistungen der Schüler vergleichbar machen und die Leistungsbereitschaft fördern. Grundlage für diese Beurteilung sollte nach der derzeit (2004) am weitesten verbreiteten, in zahlreichen Richtlinien niedergelegten Auffassung nur die erbrachte Leistung sein, nicht das Leistungsvermögen, der Leistungswille oder gar die Anpassung des zu Bewertenden an das geltende Schulsystem.

Bei der Schulnote geht es um den abstrakten Schülervergleich. So sollen Unterschiede zwischen den Schülern festgestellt werden, die in einer „abstrakten Qualität“ (in Deutschland 1 bis 6, in Österreich 1 bis 5, in der Schweiz 6 bis 1) ausgedrückt werden. Die Schüler werden über die Benotung in eine Konkurrenzsituation gebracht und haben sich an den vorgegebenen Kriterien dieser Konkurrenz zu bewähren. Erfolg in dieser Konkurrenz dient dazu, an mehr oder weniger gute Schulabschlüsse (anhand der Noten aufgeschlüsselt) zu kommen, die eine erste entscheidende Voraussetzung für den erfolgreichen Einstieg in den beruflichen Wettbewerb darstellen. Leistung als individuelle Notenauflistung im Zeugnis stellt sich dar als zugeschriebener Erfolg der Person – ihr abstrakter, schulisch gemessener Wert – und nicht als konkret beschriebenes Lernergebnis oder Benennung gezeigter geistiger Leistungen.

Eine Schulnote ist in der Regel eine Zahl oder ein Buchstabe. Zuweilen wird statt einer Zahl eine andere, feststehende sprachliche Gestalt bevorzugt (z. B. sehr gut für die Note 1 in Deutschland).

Schulnoten werden in den einzelnen Unterrichtsfächern erteilt, aber auch als sogenannte Kopfnoten zur allgemeinen Beurteilung.

Je nach Land und Schulform sind unterschiedliche Notensysteme in Gebrauch. Diese unterscheiden sich

  • im Zahlenbereich: Reichweite der Notenskala
  • in der Schrittweite: Vergabe ganzzahliger Noten oder mit Nachkommastellen
  • in der Richtung: Verwendung der größeren Zahl für die bessere oder die schlechtere Leistung

Deutschland[Bearbeiten]

Volksschul-Entlassungszeugnis aus dem Jahre 1923 mit vierstufigen Prädikaten

Historische Notensysteme[Bearbeiten]

Das erste in Deutschland nachweisbare Zensursystem wurde in der sächsischen Schulordnung von 1530 definiert. Die Schüler sollten sich zweimal im Jahr in Gegenwart von Pfarrer und Bürgermeister einer Prüfung unterziehen. Gute Leistungen wurden mit Semmeln oder ähnlichem belohnt.[1]

Dem besten Schüler war die Bank in der ersten Reihe vorbehalten, worauf die Bezeichnung mit dem lat. Primus zurückgeht. Um 1850 waren in Preußischen Schulen drei Notenstufen üblich, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf vier Prädikate (1. sehr gut; 2. gut; 3. genügend; 4. ungenügend), später auf fünf erweitert wurden. Auch in der DDR war ein fünfstufiges System üblich.

Das heute in Deutschland übliche sechsstufige Zensursystem wurde 1938 eingeführt.[2]

Unter- und Mittelstufe[Bearbeiten]

Das in Deutschland am häufigsten benutzte Notensystem hat sechs Stufen. Die Notendefinition ist durch KMK-Beschluss vom 3. Oktober 1968 sowie im Hamburger Abkommen festgelegt und wird in allen Bundesländern wie folgt verwendet:

Zahl Note Punkte Beschreibung
1 sehr gut 14 - 15 wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht.
2 gut 11 - 13 wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.
3 befriedigend 8 - 10 wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht.
4 ausreichend 5 - 7 wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht.
5 mangelhaft 2 - 4 wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
6 ungenügend 0 - 1 wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

Eine Arbeit wird auch bei nicht erbrachter Leistung mit ungenügend benotet.

Heute ist das Schulwesen Ländersache. Jedes Bundesland regelt die Notengebung eigenverantwortlich (z. B. in Baden-Württemberg mit der Notenbildungsverordnung).

Bei Abschlussprüfungen gilt die Prüfung als bestanden, wenn man eine Note von sehr gut bis ausreichend erhält, ansonsten hat man nicht bestanden.

In einigen Bundesländern ist eine Abstufung der vollen Notenwerte durch Zwischennoten offiziell zulässig. Die Zahlen können in einzelnen Leistungsbewertungen, nicht aber in Zeugnissen, mit einem Plus (+) oder einem Minus (−) auf- bzw. abgewertet werden. Dies kann auch durch Nachkommastellen ausgedrückt werden:

2+ ist also ein „ziemlich“ gut und 2− ein „gerade noch“ gut. Bei Verwendung von Nachkommastellen entspricht z. B. eine 1,7 einer 2+ und eine 2,3 einer 2−. In manchen Bundesländern (z. B. Baden-Württemberg) wird das „+“ oder „−“ als exakte Viertelnote gewertet; eine „2+“ entspricht dann der 1,75 und eine 2− der 2,25. Eine „1 bis 2“ (auch „1–2“ oder „1/2“) entspricht einer Dezimalnote von „1,5“. An manchen Schularten (z. B. Berufsschulen in Baden-Württemberg) dürfen Dezimalzahlen mit einer Nachkommastelle als Note vergeben werden.

In manchen Bundesländern wird das Plus auch durch die Bezeichnung „voll“ und das Minus durch die Bezeichnung „schwach“ oder „noch“ gekennzeichnet. Eine 2− entspricht dann einem „noch gut“ oder „schwach gut“, eine 2+ einem „voll gut“.

Die einzelnen Schulnoten werden, abhängig vom Bundesland, der Schulart und dem Schulfach, in unterschiedlichen Leistungsmaßstäben vergeben. Dazu wird die Leistung meist in die prozentual erbrachte Leistung umgerechnet und dann der entsprechenden Note zugeordnet. Oft wird die Umrechnung durch für Schulen entwickelte Leistungstabellen erleichtert.

Gymnasiale Oberstufe, Berufsoberschule, Fachoberschule[Bearbeiten]

Ab der Oberstufe gilt in Deutschland ein aufwärts zählendes Punktesystem, das im Abitur eingesetzt wird und der leichteren Vergleichbarkeit und Berechnung der Endnote dient. Seit dem Schuljahr 2006/2007 wird das Punktesystem (abhängig vom Bundesland) ebenfalls an Fachoberschulen und Berufsoberschulen verwendet:

  • 15 Punkte entsprechen der Schulnote 1+ (voll sehr gut);
  • 14 Punkte entsprechen der Schulnote 1 (sehr gut);
  • 13 Punkte entsprechen der Schulnote 1− (knapp sehr gut);
  • 12 Punkte entsprechen der Schulnote 2+ (voll gut);
  • 11 Punkte entsprechen der Schulnote 2 (gut);
  • 10 Punkte entsprechen der Schulnote 2− (knapp gut);
  • 9 Punkte entsprechen der Schulnote 3+ (voll befriedigend);
  • 8 Punkte entsprechen der Schulnote 3 (befriedigend);
  • 7 Punkte entsprechen der Schulnote 3− (knapp befriedigend);
  • 6 Punkte entsprechen der Schulnote 4+ (voll ausreichend);
  • 5 Punkte entsprechen der Schulnote 4 (ausreichend);
  • 4 Punkte entsprechen der Schulnote 4− (knapp ausreichend);
  • 3 Punkte entsprechen der Schulnote 5+ (voll mangelhaft);
  • 2 Punkte entsprechen der Schulnote 5 (mangelhaft);
  • 1 Punkt entspricht der Schulnote 5− (knapp mangelhaft);
  • 0 Punkte entsprechen der Schulnote 6 (ungenügend);

Dabei muss allerdings beachtet werden, dass 4 Punkte als nicht mehr ausreichend gewertet werden (4 Punkte oder schlechter: „Minderleistung“) und ebenfalls zu einer Nicht-Versetzung führen können. Eine wirklich ausreichende Leistung ist erst ab 5 Punkten vollbracht. Dies liegt darin begründet, dass 4 Punkte einer 4− entsprechen und die Note damit unter der 4 liegt. Die letzte Bemerkung gilt nicht für bayerische Berufliche Oberschulen (Fach- und Berufsoberschulen). Außerdem wird bei einer 0 vor dem Komma immer auf 0 Punkte abgerundet. Die Berechnung der absoluten Note anhand der Punktzahl kann auch durch die Formel:

f\; \left( {\rm Punkte} \right)\; =\; \frac{17 - {\rm Punkte}\;}{3}\; durchgeführt werden.

Berufskolleg[Bearbeiten]

An Berufskollegs ist beispielsweise die vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) entwickelte Leistungstabelle gebräuchlich:[3]

  • 100 % bis einschl. 92 % = Note 1
  • unter 92 % bis einschl. 81 % = Note 2
  • unter 81 % bis einschl. 67 % = Note 3
  • unter 67 % bis einschl. 50 % = Note 4
  • unter 50 % bis einschl. 30 % = Note 5
  • unter 30 % bis einschl. 0 % = Note 6

Hochschule[Bearbeiten]

Diplom, Bachelor- und Masterstudiengänge[Bearbeiten]

Die Bewertung von Studienleistungen und Abschlussarbeiten wird in der Regel mit Noten von „1“ bis „5“ vorgenommen, wobei auch Drittelnoten, z. B. 1,33 und 2,66 oder gerundete Drittelnoten (1,3 und 2,7) verwendet werden. Es gibt auch Hochschulen, an denen ein System wie in der Schule verwendet wird. Eine Note, welche schlechter als 4,0 ist, führt in der Regel zum Nichtbestehen.

Dissertation und Aufbaustudium[Bearbeiten]

Zur Bewertung der Dissertation bei Promotionen an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen und auch eines Aufbaustudiums wird eines der beiden folgenden Systeme verwendet:

  1. Mit Auszeichnung/summa cum laudesehr gut/magna cum laudegut/cum laudebestanden/ritenicht bestanden/insufficienter
  2. sehr gut (1), gut (2), bestanden (3), nicht bestanden (4), eventuell gibt es noch das zusätzliche Prädikat „mit Auszeichnung“, das jedoch keine eigene Note darstellt.

Das zweite System wird besonders an (ehemaligen) Technischen Universitäten/Hochschulen bzw. in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern verwendet.

Juristenausbildung[Bearbeiten]

In der universitären Juristenausbildung und im Rechtsreferendariat wird traditionell ein 18-Punkte-System verwendet, das nicht in konventionelle Schulnoten umgerechnet werden kann. Bei der Einordnung einer Leistung in das 18-Punkte-System wird zwischen den Noten für einzelne Prüfungsleistungen (z.B. Klausur, mündliche Teilprüfung) und der Gesamtnote des Staatsexamens unterschieden.

Einzelnoten:

  • 18–16 Punkte: sehr gut
  • 15–13 Punkte: gut
  • 12–10 Punkte: vollbefriedigend
  • 9–7 Punkte: befriedigend
  • 6–4 Punkte: ausreichend
  • 3–1 Punkte: mangelhaft
  • 0 Punkte: ungenügend

Examensnoten:

  • 18,00–14,00 Punkte: sehr gut
  • 13,99–11,50 Punkte: gut
  • 11,49–9,00 Punkte: vollbefriedigend
  • 8,99–6,50 Punkte: befriedigend
  • 6,49–4,00 Punkte: ausreichend
  • 3,99–1,50 Punkte: mangelhaft
  • 1,49–0,00 Punkte: ungenügend

Für angehende Juristen gilt ein „vollbefriedigend“ bereits als herausragende Leistung, die nur ca. 15 % der Kandidaten erreichen, ein „gut“ erreichen unter 5 % der Kandidaten, ein „sehr gut“ wird äußerst selten (unter 1 %) erreicht. Daher wird ein Staatsexamen mit einer Bewertung von 9,00 oder mehr Punkten auch „Prädikatsexamen“ genannt.

Widerspruch[Bearbeiten]

Gegen Zeugnisnoten oder Nichtversetzungen kann man Widerspruch einlegen, da es sich bei diesen Entscheidungen um Teil eines Verwaltungsaktes (Zeugnis) handelt. Gegen einzelne Entscheidungen kann in den meisten Bundesländern kein Widerspruch eingelegt werden. Allerdings ist es möglich, dass nach einer Beschwerde die vorgesetzte Schulaufsichtsbehörde die erneute Korrektur anordnet.

Widersprüche im Bundesland Nordrhein-Westfalen gegen Noten, Nichtversetzungen etc., sind zunächst schriftlich an die betreffende Schule zu richten, die die Entscheidung unter den im Widerspruch angegebenen Widerspruchsgründen überprüft. Wenn die Schule den Widerspruch akzeptiert, hilft sie diesem ab und ändert demnach die Note, bzw. die Entscheidung über die Nichtversetzung. Wenn die Schule die Begründung im Widerspruch nicht akzeptiert, hilft sie diesem auch nicht ab und leitet diesen an die Schulaufsichtsbehörde weiter. Bei Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien ist das in dem Fall die Bezirksregierung, bei Hauptschulen das zuständige Schulamt (kann das Schulamt dem Widerspruch nicht abhelfen, leitet es diesen weiter an die Bezirksregierung). Die Bezirksregierung entscheidet dann anhand des Widerspruches und den von der betreffenden Schule zu der Note oder der Versetzung schriftlich formulierten Begründungen, ob sie dem Widerspruch abhilft, also die Note ändert, bzw. die Nichtversetzung rückgängig macht.

Österreich[Bearbeiten]

Es gibt ein Notensystem mit fünf Stufen. Die Leistungsbeurteilungsverordnung definiert die Noten in § 14[4] Für die Beurteilung des Verhaltens werden lediglich vier Noten verwendet:[5] Sehr zufriedenstellend, Zufriedenstellend, Wenig zufriedenstellend, Nicht zufriedenstellend. In den meisten Volksschulen finden die sogenannten Betragensnoten keine Verwendung. Grammatikalisch sind Schulnoten, wie alle Ziffern, in Österreich männlich. Es heißt also nicht „eine Eins“, sondern „ein Einser“. Regelmäßig tauchen Diskussionen auf, Schulnoten teilweise abzuschaffen und die Benotung verbale Beurteilungen ersetzt werden sollen. Dies wird aber bisher nur in unteren Klassen der Volksschule durchgeführt.

Bis in die 1970er-Jahre gab es in den Schulen ab der fünften Schulstufe noch die Note 4E, was soviel wie Vier mit Ermahnung, also eine Zwischennote zu Nicht genügend bedeutete. Diese gab es aber nur in den Zwischenzeugnissen (auch Schulnachrichten), nicht in den Jahresabschlusszeugnissen.

Informell werden oft Zwischennoten (z. B.: 2–3) sowie erhöhte und erniedrigte Noten (z. B.: 2+, 3−) verwendet, wobei bei letzteren 1+ oft als 1! (Einser mit Rufzeichen) oder I (römischer Einser) geschrieben wird. 5+ und 5− sind ungebräuchlich. Diese Zwischennoten sind weder in Schularbeiten noch in Zeugnissen zulässig, sondern beschränken sich auf Relativierungen in der Mitarbeit.

Das Schulnotensystem wird auch von Hochschulen verwendet, wobei die Note 5 in dem Fall bedeutet, dass die Lehrveranstaltungsprüfung nicht bestanden wurde.

Definition[Bearbeiten]

„Für die Beurteilung der Leistungen der Schüler bestehen folgende Beurteilungsstufen (Noten):

Sehr gut (1),
Gut (2),
Befriedigend (3),
Genügend (4),
Nicht genügend (5).

(1) Mit ‚Sehr gut‘ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, deutliche Eigenständigkeit beziehungsweise die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.
(2) Mit ‚Gut‘ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit beziehungsweise bei entsprechender Anleitung die Fähigkeit zur Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.
(3) Mit ‚Befriedigend‘ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen zur Gänze erfüllt; dabei werden Mängel in der Durchführung durch merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit ausgeglichen.
(4) Mit ‚Genügend‘ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt.
(5) Mit ‚Nicht genügend‘ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler nicht einmal alle Erfordernisse für die Beurteilung mit ,Genügend‘ (Abs. 4) erfüllt.“

Punkteschlüssel[Bearbeiten]

Viele Lehrkräfte verwenden einen Punkteschlüssel wie den folgenden für die Beurteilung:

Note (Bezeichnung) Punkteschlüssel in Prozent der erreichbaren Punktzahl
1 (Sehr gut) 100–90
2 (Gut) 89–80
3 (Befriedigend) 79–64
4 (Genügend) 63–51
5 (Nicht genügend) 50–0

Dabei ist zu beachten, dass die Note 4 erst vergeben wird, wenn mindestens ein Punkt mehr als die Hälfte der Punkte erreicht wurde.

Aufsteigen mit negativem Zeugnis[Bearbeiten]

Ein Aufsteigen in die nächste Klasse mit maximal einem Nicht genügend ist grundsätzlich erlaubt, wenn die Lehrer in der Klassenkonferenz dies beschließen. Aufsteigen mit einem nicht genügend ist in derselben Stufe (Primärstufe, Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2) in einem Fach nur einmal möglich (siehe Aufstiegsklausel). Wird das Schuljahr in 1 oder 2 Fächern mit nicht genügend abgeschlossen, besteht die Möglichkeit in einer Wiederholungsprüfung zu Beginn des nächsten Schuljahres die Leistung auszubessern und doch noch in die nächste Klasse aufzusteigen.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz gibt es in den meisten Kantonen die Noten 6 bis 1. Hierbei ist 6 die beste Note, 1 die schlechteste.

  • 6: sehr gut
  • 5: gut
  • 4: genügend
  • 3: ungenügend
  • 2: schlecht
  • 1: sehr schlecht

In den Zeugnissen sind auch halbe Noten zugelassen, zum Beispiel 4,5. Im Kanton Waadt reicht die Skala von 1 bis 10, wobei letztere die Bestnote ist. Dieselbe Skala wird in manchen Universitäten für gewisse Studiengänge verwendet. Die folgenden Aussagen sind exemplarisch, je nach Kanton, Ort und Schulstufe gelten verschiedene Regelungen.

Häufig werden halbe Noten wie eine 5.5 auch in anderer Form geschrieben, z. B. als 5–6 (fünf-bis-sechs) oder 5 1/2 (fünf-einhalber).

Bei Zwischennoten, die nicht im Zeugnis auftauchen, können vielerorts weitere Abstufungen verwendet werden:

  • 5,25 = 5+ (fünf-plus) oder 5- (fünf-bis)
  • 5,75 = -6 (bis-sechs) oder 5 1/2+, das wird aber selten benutzt (fünf-einhalb-plus)

Bei einer Schreibweise nur mit Strichen ist also genau auf die Position des Striches (nicht: Minuszeichens) zu achten. So entspricht -5 einer 4,75, 5- dagegen einer 5,25.

Eine häufige Berechnungsmethode ist die Formel (5 x erreichte Punktzahl / maximale Punktzahl + 1). Das Ergebnis wird dann bei Zwischenprüfungen je nach Lehrer auf eine Viertelnote oder auf eine Note mit 1 oder 2 Kommastellen gerundet.

Ein anderes System besteht darin, einfach den Prozentsatz der erreichten Punktzahl zur vollen Punktzahl zu berechnen und dann die Notentabelle anzuwenden. Diese gibt es z. B. meistens je nach Lehrperson nur mit ganzen und halben oder auch noch mit Viertelnoten.

Die Notentabellen gehen von den folgenden Vorgaben aus: (Die Prozentzahlen werden üblicherweise nach mathematischen Regeln gerundet, bei Viertelnoten findet die Abstufung alle 5 % statt.)

  • 6,00 = 100 %
  • 5,50 = 90 %
  • 5,00 = 80 %
  • 4,50 = 70 %
  • 4,00 = 60 %
  • 3,50 = 50 %
  • 3,00 = 40 %
  • 2,50 = 30 %
  • 2,00 = 20 %
  • 1,50 = 10 %
  • 1,00 = 0 %


Eine Besonderheit des schweizerischen Notensystems ist, dass die Abstufung bei den ungenügenden Noten (<4) genauer ist als jene bei den genügenden Noten (4 bis 6). Beim Berechnen des Durchschnitts von mehreren Prüfungen kann eine sehr schlechte Note (<2) das Ergebnis so stark beeinflussen, dass das Fach als Ganzes nicht mehr bestanden werden kann. Bei Betrugsversuchen (Abschreiben) wird meistens die Note Eins vergeben. In der Umgangssprache wird sie auch Nagel genannt.

Andere europäische Länder[Bearbeiten]

Bulgarien[Bearbeiten]

  • 6: Отличен „ausgezeichnet“
  • 5: Много добър „sehr gut“
  • 4: Добър „gut“
  • 3: Среден „befriedigend“
  • 2: Слаб „ungenügend“
  • 1: wird nie erteilt

Die Noten haben in der Regel bis zu zwei Nachkommastellen. Dies ist oft bei Bewertung von schriftlichen Leistungen oder bei der Berechnung der Endnote aus dem arithmetischen Mittel der Teilnoten aus den erbrachten Leistungen im Semester der Fall.

Dänemark[Bearbeiten]

In Dänemark wurde 2005/2006 die sogenannte 7-trins-skalaen „7-Stufen-Skala“ eingeführt, um ECTS-Noten besser abzubilden. Das System löste die 13er-Skala ab, die seit 1963 in Gebrauch war und 10 verschiedene Noten enthielt. In beiden Systemen sind die Abstände zwischen manchen Noten größer als zwischen anderen, um die Bedeutung dieser, vor allem der guten und schlechten Noten, gegenüber dem Durchschnitt zu heben. Die Noten 02 und 00 sind zweistellig, um einem Fälschen zu einer 12 beziehungsweise 10 vorzubeugen. 12 bis 7 gelten als gute Noten, 4 ist mittelmäßig, 02 gerade noch bestanden, 00 durchgefallen, -3 vollkommen inakzeptabel.

  • 12: Bestnote
  • 10
  • 7
  • 4
  • 02: bestanden
  • 00: nicht bestanden
  • -3

Die Universität Flensburg und die Süddänische Universität, Sønderborg haben für ihre grenzüberschreitenden Studiengänge folgende anleitende Umrechnungstabelle entwickelt: 12 = 1,0-1,3 10 = 1,7-2,0 7 = 2,3-3,0 4 = 3,3-3,7 02 = 4,0 00, -3 = 5,0

Estland[Bearbeiten]

In Estland gibt es Noten von 5 bis 1, wobei 5 das bestmögliche Ergebnis ist.

  • 5: väga hea „sehr gut“ (90-100 %)
  • 4: hea „gut“ (70-89 %)
  • 3: rahuldav „befriedigend“ (45-69 %)
  • 2: mitte rahuldav „nicht befriedigend“ (20-44 %)
  • 1: puudulik „ungenügend“ (0-19 %)

Für das Bestehen muss mindestens die Note 3 erreicht werden.

Darüber hinaus gibt es in Estland für Schüler in logopädischer Behandlung in sprachbezogenen Fächern, so wie für Schüler mit allgemeinen Lernschwierigkeiten (sofern im nachhilfeähnlichen parandusõpe-Programm) in allen Fächern folgenden Bewertungsmaßstab:

  • 5: väga hea „sehr gut“ (85-100 %)
  • 4: hea „gut“ (65-84 %)
  • 3: rahuldav „befriedigend“ (45-69 %)
  • 2: mitte rahuldav „nicht befriedigend“ (20-44 %)
  • 1: puudulik „ungenügend“ (0-19 %)

Lettland[Bearbeiten]

  • 10: Izcili (ausgezeichnet)
  • 9: Teicami ( fast ausgezeichnet)
  • 8: Ļoti labi ( sehr gut)
  • 7: labi (Gut)
  • 6: gandrīz labi (fast gut)
  • 5: viduvēji (ausreichend)
  • 4: gandrīz viduvēji ( fast ausreichend)
  • 3: vāji (schwach / ungenügend)
  • 1-2: ļoti vāji (sehr schwach)

Finnland[Bearbeiten]

In Finnland werden Punkte von 4 bis 10 vergeben, wobei 10 (in Grundschulen und Gymnasialen Oberstufen) das bestmögliche Ergebnis ist. In Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten werden Punkte von 0 bis 5 vergeben, wobei 5 die höchste Punktzahl ist. In vielen Fach- und Fachhochschulen werden Punkte von 0 bis 3 vergeben, wobei 3 die höchste Punktzahl ist.

  • 10: erinomainen (ausgezeichnet)
  • 9: kiitettävä (sehr gut)
  • 8: hyvä (gut)
  • 7: tyydyttävä (befriedigend)
  • 6: kohtalainen (ausreichend)
  • 5: välttävä (mangelhaft)
  • 4: heikko / hylätty (schwach / ungenügend)

Frankreich[Bearbeiten]

In Frankreich wird eine Notenskala mit 20 Punkten benutzt, wobei 20 die höchste und 0 die niedrigste Punktzahl ist. Die Grenze zum Bestehen liegt meist bei 10. Im Gegensatz zum US-amerikanischen Schulsystem werden Noten zwischen 12 und 13 normalerweise nicht als schlecht betrachtet. 15 wird bereits als gut, 16 und 17 als „sehr gut“ bezeichnet.

Dasselbe Notensystem wird in Tunesien, Algerien, Marokko sowie im Iran verwendet.

Georgien[Bearbeiten]

An vielen Schulen in Georgien wird statt dem russischen Prinzip mit Noten von 0 bis 10 gewertet. Somit ist eigentlich die 0 die schlechteste und die 10 die beste Note. In bspw. Südossetien und Abchasien wird aber noch das russische System verwendet.

Griechenland[Bearbeiten]

In Griechenland wird in der Volksschule (Klassenstufen 1 bis 6) eine Notenskala von 0 bis 10 benutzt, wobei 10 die höchste, 0 die niedrigste Note und 5 die Bestehgrenze darstellt. An den weiterführenden Schulen (Gymnasio und Lykio) wird dagegen eine Notenskala von 0 bis 20 verwendet, mit der Note 10 (teilweise auch 9,5) als Bestehensgrenze. An griechischen Universitäten ist die 10 wiederum die höchste, 0 die niedrigste Note und 5 die Bestehensgrenze.

An weiterführenden Schulen und Universitäten erfolgt die Bewertung einzelner schriftlicher Prüfungsleistungen anhand eines Punkte-Schemas, die erzielte Punktezahl wird dabei fast immer analog und unverzerrt in die zu vergebende Note umgerechnet.

Großbritannien[Bearbeiten]

In Großbritannien wird mithilfe von Buchstaben bewertet, was anhand des folgenden Auszugs aus dem European Credit Transfer System (ECTS)[6] ersichtlich wird. Die Prozentangaben beziehen sich auf die Gesamtzahl der Prüflinge, die bestanden haben. Zusätzlich gibt es die Note F für diejenigen, die nicht bestanden haben:

  • A: die besten 5 %
  • B: die nächsten 10 %
  • C: die nächsten 35 %
  • D: die nächsten 30 %
  • E: die nächsten 20 %

Allerdings werden die Buchstaben im Schulwesen seit 1987 nicht mehr auf Prozentränge gekoppelt [7]. GCSEs (in der Regel mit 16 absolviert) werden auf einer Skala mit A*, A, B, C, D, E, F, G, U (mit U für nicht bestanden) bewertet. Obwohl die Noten A* - G technisch gesehen als bestanden gelten, werden oft nur die Noten A* - C von Arbeitgebern als bestanden akzeptiert.

2009/2010 wurde die bis dato nicht vergebbare A*-Note für die dem deutschen Abitur entsprechenden A-Levels eingeführt, um bei den besten Schülern besser differenzieren zu können [8]. Die Noten F und G werden nicht vergeben.

Das schottische Schulsystem unterscheidet sich von anderen Ländern des Vereinigten Königreichs. Der dortige Schulabschluss (Advanced) Highers wird mit den Buchstaben A bis D benotet.

Der Bachelorabschluss wird wiederum mit einem anderen System klassifiziert, das in der Regel so vergeben wird:

  • First (1st): 70 - 100 %
  • Upper second (two-one „2:1“): 60 - 69 %
  • Lower second (two-two „2:2“): 50 - 59 %
  • Third (3rd): 40 - 49 %
  • Fail „nicht bestanden“: 0 - 39 %

Italien[Bearbeiten]

Im italienischen Schulsystem gibt es Noten von 0 bis 10, wobei 0 die schlechteste und 10 die beste Note ist. Alle Schulnoten unter und einschließlich 5 sind negativ und somit nicht ausreichend. Sollte ein Schüler nur eine negative Note im Bewertungsbogen (egal in welchem Fach, außer in Religion) haben, wird er nicht in die nächste Schulstufe versetzt, es sei denn, die negative Note wird (in der Grund- und Mittelschule) mit Beschluss des Klassenrates mit drei Sternen (***) aufgerundet oder (in der Oberschule) mit bestandenen Nachprüfungen in den jeweiligen Fächern aufgebessert. Da es mehr negative als positive Noten gibt und es deshalb schwer ist, einen negativen Notendurchschnitt wieder in den positiven Bereich zu heben, wird in manchen Grund- und Mittelschulen mit Zustimmung des Lehrerkollegiums der gesamten Schule und des Schulrats die Anzahl der negativen Noten auf zwei (4 und 5) beschränkt. Die Note 0 gilt als nicht bewertbar und wird somit nur vergeben, wenn die Leistungskontrolle äußerst schlecht ausgefallen ist (z.B. unleserlich geschrieben) oder, im Falle eines schriftlichen Tests, leer abgegeben wurde.

  • 0: non classificabile „nicht bewertbar“
  • 1: estremamente scarso „extrem unzureichend“
  • 2: decisamente scarso „entschieden unzureichend“
  • 3: molto scarso „sehr unzureichend“
  • 4: scarso „unzureichend“
  • 5: insufficiente „nicht genügend“
  • 6: sufficiente „genügend“
  • 7: discreto „zufriedenstellend“
  • 8: buono „gut“
  • 9: distinto „sehr gut“
  • 10: ottimo oder eccellente „ausgezeichnet, hervorragend“

Die Noten 9 und 10 werden jedoch sehr selten vergeben: Somit ist ein Vergleich mit den Systemen der deutschsprachigen Ländern nicht möglich. Normalerweise werden Klausuren mit einer 8 als bestmögliche Note bewertet; die Noten 9 und 10 werden hingegen eher nur in Ausnahmefällen oder bei Abschlussprüfungen verwendet.

Die Noten können außerdem um einen halben (z.B. durch das Schreiben von 5 1/2 bei der Note 5,5) oder einen viertel Punkt (durch die Hinzufügung von + oder das Schreiben von 5/6) erhöht oder vermindert werden. So ein 5+ wird als 5,25 berechnet und ein 5/6 als 5,75. Die Noten können auch um einen 0,1 vermindert werden (durch die Hinzufügung von -). So ein 5- wird als 4,9 berechnet. Neben den fachlichen Noten gibt es auch eine Note im Betragen (voto di condotta „Betragensnote“), welche von den Noten 5 bis 10 belegt wird, wobei die Noten andere Aussagen erfüllen: Die Note 5 im Betragen führt zur unwiderruflichen Nichtversetzung.

An der Uni werden in Italien Noten von 0 bis 30 vergeben, wobei 0 die schlechteste und 30 die beste Note ist. Alle Schulnoten unter und einschließlich 17 sind negativ und somit nicht ausreichend. Negative Noten werden aber nur selten vergeben, da die Möglichkeit besteht, eine Note abzulehnen und die Prüfung zu wiederholen. 30 kann auch durch die Hinzufügung einer Auszeichnung erhöht werden: Ein „30 e lode“ wird normalerweise als 32 berechnet.

Der Bachelor- bzw. Magisterabschluss wird wiederum mit einem anderen System klassifiziert, wo in der Regel Noten zwischen 77 und 110 vorgesehen werden, bei der 77 die niedrigste Punktzahl ist um die Abschlussprüfung zu bestehen. Da italienische Studenten müssen zu der Abschlussprüfung zugelassen werden und die Zulassung erfolgt nur wenn man alle Prüfungen bestanden hat, einen von der Fakultäten festgesetzte Durchschnitt (in der Regel von mindestens 20,1) erreicht und sein Diplomarbeit von zwei verschiedene Professoren als zufriedendstellend bewertet wird, es ist fast unmöglich, dass jemand diese Abschlussprüfung nicht besteht.

Luxemburg[Bearbeiten]

In Luxemburg wird eine Notenskala mit 60 Punkten verwandt, bei der 60 die höchste und 01 die niedrigste Punktzahl ist. Die Grenze zum Bestehen liegt meist bei 30. Jedoch existiert die Möglichkeit ein Fach bzw. zwei Fächer mit einem Durchschnitt ab 20 auch zu bestehen, wenn eine Jahresdurchschnittsnote von 38 resp. 36 erreicht wurde.

Notenverteilung:

  • 50–60: très bien „sehr gut“
  • 40–49: bien „gut“
  • 30–39: satisfaisant „befriedigend“
  • 20–29: insuffisant „ungenügend“
  • 10–19: mauvais „schlecht“
  • 01–09: très mauvais „sehr schlecht“

Mazedonien[Bearbeiten]

In Mazedonien reicht die Skala von 1 bis 5, wobei 5 die beste Note ist.

  • 5: odličen „ausgezeichnet“
  • 4: mnogu dobar „sehr gut“
  • 3: dobar „gut“
  • 2: dovolen „genügend“
  • 1: nedovolen „ungenügend“

Niederlande[Bearbeiten]

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An niederländischen Hochschulen wird eine Skala von 1 bis 10 verwendet. Die Noten 1 bis 5 gelten meist als ungenügend. Oft wird bei Erreichen einer Note unter 5 einfach nur ein O/NVD oder F eingesetzt. Die Noten 9 und 10 werden sehr selten vergeben. Erkennbar ist die Seltenheit der Noten 9 und 10 auch daran, dass in vielen Studiengängen die 8,0 oder 8,5 zum Attribut cum laude bzw. with distinction („ausgezeichnet“) genügt. Manche Hochschulen geben bereits bei einer Durchschnittsnote von 7,5 ein „Cum laude“, allerdings darf der Student in einem solchen Fall nicht länger als das 1,5fache der Studienzeit genutzt und auch keine Prüfungen mit einer Note schlechter als 7 abgeschlossen haben.[9] Die Auszeichnungen „cum laude“, „magna cum laude“, „summa cum laude“ werden selten bzw. äußerst selten vergeben. Dieser Fakt wurzelt in der niederländischen Bewertungskultur, die weit in das 19. Jahrhundert zurückreicht. In dieser Zeit wurde beschlossen, dass eine 10 nur bei absoluter Perfektion gegeben werden sollte; diese war unter kritischen niederländischen Akademikern allerdings kaum zu erreichen. Wie auch die 10 wird die 9 in den Niederlanden gerade bei Kolloquien, Essays und Presentationen mit offenen Fragen kaum gegeben.

Das Umrechnen von Noten in andere Landesnoten sollte nur in Ausnahmefällen geschehen. Eine Umrechnung von Noten aus den Niederlanden in z. B. deutsche Noten durch die Nutzung der bayerischen Formel führt unter anderem durch Konvertierungsprobleme, ungleiche Linearitäten und Distributionen zu inakkuraten Ergebnissen.[10] Auch die modifizierte bayerische Formel stellt kein „... universales Instrument zur einfachen Umrechnung von Noten aus verschiedenen Notensystemen...“ dar.[11][12]

Benotung an Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen)[Bearbeiten]

An manchen Hochschulen gilt eine Prüfungsleistung mit der Note 5 als bestanden, in den meisten Hochschulen allerdings muss mindestens eine 5,5 erreicht werden (ähnlich wie im Schulnotensystem). In der Beurteilung von Prüfungsleistungen ist es wichtig zu erkennen, dass gerade zwischen einer 5,5 und einer 6,5 die meisten aller vergebenen Noten liegen.[10]

Nuffic (Netherlands Organisation for International Cooperation in Higher Education) ist vergleichbar mit dem deutschen Akademischen Austauschdienst und arbeitet stark mit verschiedenen anderen Austauschdiensten zusammen. Nuffic empfiehlt, basierend auf mehreren Studien in den Vereinigten Staaten sowie auch Großbritannien, folgende Notenumrechnung.[10] Die Umrechnung in amerikanische sowie aber auch britische Notensysteme birgt wieder die Gefahr, inakkurat zu messen. Dennoch wurde folgende Tabelle basierend auf den in den Ländern de facto vergebenen Notendistributionen erstellt und ist damit als konkretes Vergleichswerkzeug ein Anhaltspunkt.

Niederlande USA UK Verteilung
10 A+ A+ first
9,5 A+ A+ first
9 A+ A+ first
8,5 A+ A first
8 A A/A- first
7,5 A/A- B+ upper 2nd
7 B+ B upper 2nd
6,5 B C+ lower 2nd
6 B-/C C/D lower 2nd
5,5 D D third
5,5 E/F E/F

Auch die Hochschullandschaft in Deutschland hat bereits verschiedene Vergleichstabellen erstellt. Gerade durch die schwierige Vergleichbarkeit von z. B. Prüfungsleistungen, die in Auslandssemestern erbracht wurden und potenzielle Bewerbungen um einen Masterstudienplatz wurde dies wichtig. Für deutsche Studenten, die in den Niederlanden studieren wollen oder umgekehrt, kann eine konkrete Richtlinie für die Umrechnung von Hochschulnoten hilfreich sein.[13][14][15]

Niederlande Deutschland
9-10 ~1,0
8 ~1,2
7,5 ~1,7
7 ~2,0
6,5 ~3
6 ~3,7
5,5 ~4
5 ~4-/5
Benotung in der Schule

In den Niederlanden wird eine Beurteilungsskala von 1 bis 10 verwendet. Die Noten 1-5 gelten als ungenügend, 6-10 als genügend. An der Universität gilt in der Regel 5,5 als Grenze für das Bestehen.

  • 10: uitstekend „ausgezeichnet“
  • 9: zeer goed „sehr gut“
  • 8: goed „gut“
  • 7: ruim voldoende „befriedigend“
  • 6: voldoende „genügend“
  • 5: bijna voldoende „fast genügend“
  • 4: onvoldoende „ungenügend“
  • 3: zwaar onvoldoende „stark ungenügend“
  • 2: slecht „schlecht“
  • 1: zeer slecht „sehr schlecht“

Kopfnoten fließen nicht in den Bewertungen der Fächer mit ein.

Ein zweites System, das vor allem in der Berufsausbildung und im Hochschulunterricht oftmals in einer Kombination mit dem obenerwähnten System Anwendung findet, ist folgendes:

  • G: goed „gut“
  • V: voldoende „genügend“
  • O: onvoldoende „ungenügend“

Diese Skala kann am oberen Ende noch um die Beurteilung ZG (zeer goed „sehr gut“) erweitert werden.

Im friesischen Sprachgebiet können die Kurzformen durch die friesischen Varianten G (goed), F (foldwaande), U (ûnfoldwaande) ersetzt werden.

Norwegen[Bearbeiten]

In der Sekundarstufe (8. bis 13. Klasse) werden folgende Noten vergeben:[16]

  • 6: Der Schüler hat ausgezeichnete Kompetenz im Fach
  • 5: Der Schüler hat sehr gute Kompetenz im Fach
  • 4: Der Schüler hat gute Kompetenz im Fach
  • 3: Der Schüler hat ziemlich gute Kompetenz im Fach
  • 2: Der Schüler hat niedrige Kompetenz im Fach
  • 1: Der Schüler hat sehr niedrige Kompetenz im Fach (= nicht bestanden)

In der nichtoffiziellen Notenvergabe sieht die Skala so aus: 6, 6-, 6/5, 5/6, 5+, 5, 5-, 5/4, 4/5, 4+, 4, 4-, 4/3, 3/4, 3+, 3, 3-, 3/2, 2/3, 2+, 2, 2-, 2/1, 1/2, 1+, 1

An Hochschulen werden die ECTS-Noten von A bis F mit etwa denselben Beschreibungen wie für die Sekundarstufenoten verwendet. Schülern der 1. bis 7. Klasse dürfen keine Noten gegeben werden.

Polen[Bearbeiten]

  • 6: celujący (cel) „ausgezeichnet“
  • 5: bardzo dobry (bdb) „sehr gut“
  • 4: dobry (db) „gut“
  • 3: dostateczny (dst) „befriedigend“
  • 2: dopuszczający (dop) „ausreichend“
  • 1: niedostateczny (ndst) „ungenügend“

Polnische Hochschulen[Bearbeiten]

  • 5,5: celujący (cel) „ausgezeichnet“
  • 5: bardzo dobry (bdb) „sehr gut“
  • 4,5: dobry plus (db+) „voll gut“
  • 4: dobry (db) „gut“
  • 3,5: dostateczny plus (dst+) „voll befriedigend“
  • 3: dostateczny (dst) „befriedigend“
  • 2: niedostateczny (ndst) „ungenügend“

Portugal[Bearbeiten]

In Portugal reichen die Noten von 5 bis 1, wobei 5 die beste Note ist.

  • 5: Excelente „sehr gut“
  • 4: Satisfaz bastante „gut“
  • 3: Satisfaz „befriedigend“
  • 2: Não satisfaz „nicht befriedigend“
  • 1: Fraco „ungenügend“

In der Oberstufe (ensino secundário) und an den Universitäten wird eine Skala von 0 bis 20 benutzt,[17] wobei man mindestens die Note 10 (gleich 50 %) braucht um zu bestehen.

Rumänien[Bearbeiten]

In Rumänien wird heute eine Punkteskala von theoretisch 0 bis 10 mit zwei Nachkommastellen benutzt. Das gilt auch beim Abitur, so entspricht etwa die Note 7,38 einer 3+, also „vollbefriedigend“. Ursprünglich haben die Rumänen das französische Notensystem (damals war auch in Frankreich noch 10 die beste Note) übernommen. Die Bestehensgrenze liegt meist bei 5,00. Die 1 wird bei Verwendung unerlaubter Hilfsmittel oder dem unerlaubten Helfen Anderer vergeben. Als kleinste Noten werden dann abhängig von der Gutmütigkeit des Lehrers entweder die 2 oder 3 vergeben.

Russland und Ex-UdSSR[Bearbeiten]

In Russland geht die Skala von 1 bis 5, wobei 5 die beste Note ist. 5, 4 und 3 bedeuten das Bestehen, 2 das Nicht-Bestehen. Eine 1 wird sehr selten vergeben.

  • 5: отлично „ausgezeichnet“
  • 4: хорошо „gut“
  • 3: удовлетворительно „befriedigend“
  • 2: неудовлетворительно „ungenügend“
  • 1: очень плохо „sehr schlecht“

Ferner war es eine gängige, wenn auch inoffizielle Praxis zumindest in der fernen Vergangenheit, bei mündlichen Abfragen eine 1 zu vergeben, um dem Schüler, der schlecht geantwortet hatte, noch eine Chance zu geben, sich in der nächsten Stunde zu verbessern. Passierte das tatsächlich und der Schüler konnte gut antworten, wurde die 1 in eine 4 umgewandelt.

Serbien, Bosnien, Kroatien und ehemaliges Jugoslawien[Bearbeiten]

  • 5: odlican/izvrstan - ausgezeichnet
  • 4: vrlo dobar - sehr gut
  • 3: dobar - gut
  • 2: dovoljan - genügend
  • 1: nedovoljan - ungenügend

Slowakei und Tschechien[Bearbeiten]

In der Slowakei und in Tschechien ist das Notensystem aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit (siehe: Österreich-Ungarn) ähnlich dem in Österreich:

Slowakei:

  • 1: výborný „ausgezeichnet“
  • 2: chválitebný „lobenswert“
  • 3: dobrý „gut“
  • 4: dostatočný „genügend“
  • 5: nedostatočný „ungenügend“

Tschechien:

  • 1: výborný „ausgezeichnet“
  • 2: chvalitebný „lobenswert“
  • 3: dobrý „gut“
  • 4: dostatečný „genügend“
  • 5: nedostatečný „ungenügend“

Slowenien und ehemaliges Jugoslawien[Bearbeiten]

In Slowenien sind die Notenbezeichnungen mit den serbischen, bosnischen und kroatischen zu vergleichen, aber auch hier ist 5 die beste Note:

  • 5: odlično „ausgezeichnet“
  • 4: prav dobro „sehr gut“
  • 3: dobro „gut“
  • 2: zadostno „genügend“
  • 1: nezadostno „ungenügend“

Spanien[Bearbeiten]

  • 10: Matricula de Honor „Ehrennote“
  • 9-10: Sobresaliente „ausgezeichnet“
  • 7-8: Notable „bemerkenswert“
  • 6-7: Bien „gut“
  • 5-6: Suficiente „ausreichend“
  • 3-5: Insuficiente „ungenügend“
  • 0-3: Muy deficiente „sehr mangelhaft“

Über 5 ist Aprobado „bestanden“. Unter 5 ist Suspendido „nicht bestanden“.

Die 10 entspräche im Deutschen System einer 1 mit Auszeichnung und wird nur für herausragende Leistungen verteilt. An der Universität führt sie zur Rückerstattung der für den Kurs bezahlten Studiengebühren.

Ukraine[Bearbeiten]

In der Ukraine werden in den Schulen Noten von 1 bis 12 benutzt. Bis 2005 war auch hier eine 5 die beste Note; eine theoretisch mögliche 1 wurde, wie in der ehemaligen Sowjetunion, nicht erteilt, sodass eine 2 die schlechteste Note darstellte.

  • 10-12: відмінно „sehr gut“, früher 5
  • 7-9: добре „gut“, früher 4
  • 4-6: задовільно „genügend“, früher 3
  • 1-3: незадовільно „ungenügend“, früher 2

Ungarn[Bearbeiten]

In Ungarn gibt es ein Fünfstufensystem, jedoch ist hier 5 die beste Note:

  • 5: jeles „lobenswert“
  • 4: „gut“
  • 3: közepes „mittelmäßig“
  • 2: elégséges „genügend“
  • 1: elégtelen „ungenügend“

Das Symbol 5d wird nur im Halbjahrszeugnis, welches in Ungarn nicht als Zeugnis gilt, verwendet, da in die Jahresabschlusszeugnisse nur die literarischen Bezeichnungen eingetragen werden dürfen. Bei Bewertung hervorragender Schularbeiten wird 5* („5 mit Sternchen“) benutzt, welches sehr selten informell auch in Hochschulen/Universitäten vergeben wird.

Zur Bewertung einzelner Schularbeiten (also nur in Grund- und Mittelschulen) werden auch Zwischennoten benutzt. Beispiele: 3/4 (háromnegyed, wörtlich „drei Viertel“), 4, (négy alá „unter 4“, entspricht etwa „noch gut“). Diese kommen ziemlich oft vor. Noten wie „4'“ („über 4“) und „5,,,“ („5, aber nur ganz knapp“) sind Kuriosa, welche nur noch von wenigen Lehrern vergeben werden. Somit sieht in den meisten Fällen die erweiterte Notenskala mit Zwischennoten aus wie folgt: 5d 5* 5 5, 4/5 4 4, 3/4 3 3, 2/3 2 2, 1/2 1 („1,“ existiert in der Regel ebenfalls nicht)

Schulnoten in Amerika[Bearbeiten]

Brasilien[Bearbeiten]

In Brasilien wird heute von 0 bis 10 (früher bis 100) benotet. 10 ist die höchste Note. Normalerweise muss man eine Note von mindestens 5 erreichen, um zu bestehen, bei manchen Schulen sogar eine 6.

Kanada[Bearbeiten]

Es werden in den Grundschulen die Noten 1 bis 4+ vergeben, wobei 4+ die höchste Note ist. In den Gymnasien und in der Hochschule gibt es eine sogenannte Prozentnote. Die höchste tatsächlich erreichte Punktzahl entspricht 100 % und ist die beste Note. Bei weniger als 50 % ist man durchgefallen. An Hochschulen wird das GPA-System (Grade Point Average) angewendet, oftmals in Kombination mit dem Buchstaben-System. Dabei gibt es jedoch Unterschiede zwischen den Universitäten. An der University of Waterloo werden die Noten von 0 bis 50 angegeben und entsprechen der Hälfte der Prozentnote. An der University of Toronto, die das amerikanische System benutzt, reicht die Spanne von 1.0 bis 4.0, wobei die beste Note 4.0 ist. Doch Vorsicht ist geboten, denn eine wesentliche Unterscheidung gibt es zum amerikanischen Notensystem: während in den USA üblicherweise 90-100 % = A, 80-89 % = B, 70-79 % = C, 60-69 % = D, und unter 60 % = F („failure“, nicht bestanden), ist das System in Kanada ganz anders. In Kanada gilt etwa: 80-100 % = A, 70-79 % = B, 60-69 % = C, 50-59 % = D und unter 50 % = F („failure“). Dies bedeutet, dass es im geisteswissenschaftlichen Bereich ausgesprochen selten der Fall ist, dass man eine Note über 90 % erlebt, während das in USA viel öfter vorkommt. Zwischennoten mit Plus (+) and Minus (–) werden auch verwendet und offiziell anerkannt (siehe unter USA).

Mexiko[Bearbeiten]

In Mexiko wird von 0 bis 10 benotet.

  • 9-10 – Ausgezeichnet
  • 8-9 – Sehr gut
  • 7-8 – Gut
  • 6-7 – Genügend
  • 5-6 – Ungenügend
  • 0-5 – (Ungenutzter Bereich)

USA[Bearbeiten]

Das Benotungssystem in den Vereinigten Staaten ist nicht einheitlich. Am häufigsten wird ein diskretes System mit Buchstaben verwendet. Da die Festlegung des Notensystems aber Sache der Staaten und Universitäten ist, gibt es verschiedene Variationen.

In den meisten Fällen wird ein System mit fünf Buchstaben verwendet: A (Höchstnote, hervorragend), B (über dem Durchschnitt, gut), C (Durchschnitt, mittelmäßig), D (ausreichend) und F („failure“, durchgefallen, nicht bestanden). In gewissen Staaten und Anstalten wird statt F auch E geschrieben. An A, B, C, und in den meisten Anstalten auch D, dürfen Plus (+) und Minus (–) angehangen werden. Solche Zwischennoten werden meist offiziell anerkannt und erscheinen daher auch in Zeugnissen und Studiennachweisen.

Den Noten ist üblicherweise ein Notenwert zugeordnet, der auch die Berechnung eines Durchschnitts von verschiedenen Fächern ermöglicht. Häufigst gilt A=4, B=3, C=2, D=1, und E oder F=0, wobei Plus und Minus gewöhnlich einer Auf- bzw. Abwertung von 0,3 entsprechen. Eine B– hat z. B. einen Notenwert von 2,7 und eine C+ hat 2,3.

Der Anteil der korrekt gelösten Aufgaben in einer Arbeit, um eine bestimmte Note zu erhalten, variiert, die häufigste Notentabelle sieht so aus:

Note Prozent erfüllt Notenwert (Grade Points)
A 90–100 4,0–3,5
B 80–89 3,49–2,5
C 70–79 2,49–1,5
D 60–69 1,49–1,0
F (teilweise E) 0–59 0

Mit Plus- und Minusbezeichnungen ergibt sich Folgendes:

Note Prozent erfüllt Notenwert (Grade Points)
A+ 97–100 4,0 oder 4,3
A 93–96 4,0
A– 90–92 3,7
B+ 87–89 3,3
B 83–86 3,0
B– 80–82 2,7
C+ 77–79 2,3
C 73–76 2,0
C– 70–72 1,7
D+ 67–69 1,3
D 63–66 1,0
D– 60–62 0,7
F (teilweise E) 0–59 0

Ob die Note, die jemanden durchfallen lässt, F oder E heißt, ist typischerweise vom Ort und von der Zeit abhängig. Einige verwenden seit dem zweiten Weltkrieg E, während die Mehrheit noch F verwendet. Auch ein U für „unsatisfactory“ (ungenügend) wird teilweise verwendet. Das F kommt wohl aus den Zeiten, als es nur P für pass (bestanden) und F für fail (durchgefallen) gab.

Um Noten vom deutschen System in das amerikanische System umrechnen zu können, kann man folgende Tabelle benutzen:[18][19]

Deutscher Notenwert Amerikanische Note (Kurzform) Deutsche Note Amerikanische Note
1,0–1,5 A Sehr Gut Excellent
1,6–2,5 A Gut Good
2,6–3,5 B Befriedigend Satisfactory
3,6–4,0 C Ausreichend Sufficient
4,1–4,3 D Mangelhaft Deficient
4,4–6,0 F (teilweise E) Ungenügend Failure


Umrechnen in US-Noten
Prozent Noten Beschreibung US-Noten
(Ändert sich mit Schulform / Fach) Unterstufe (1.-10. Klasse) Oberstufe (11.-13. Klasse) Hochschule System I* System II*
90-100 % 1+ 15 Punkte 1,0 „sehr gut“ (very good: an outstanding achievement) A+ E=Excellent
1 14 Punkte
1- 13 Punkte 1,3 A VG=Very Good


80-90 % 2+ 12 Punkte 1,7 „gut“ (good: an achievement substantially above average requirements) A-
2 11 Punkte 2,0


2- 10 Punkte 2,3
65-80 % 3+ 9 Punkte 2,7 „befriedigend“ (satisfactory: an achievement which corresponds to average requirements) B+ G=Good
3 8 Punkte 3,0 B


3- 7 Punkte 3,3 B- F=Fair
50-65 % 4+ 6 Punkte 3,7 „ausreichend“ (sufficient: an achievement which barely meets the requirements) C+
4 5 Punkte 4,0 C S=Satisfactory
0-50 % 4- 4 Punkte 5,0 „mangelhaft“ / „ungenügend“ / „nicht bestanden“ (not sufficient / failed: an achievement which does not meet the requirements) C-
5+ 3 Punkte D+ U=Unsatisfactory
5 2 Punkte D
5- 1 Punkt
6 0 Punkte F P=Poor

Es gibt kein einheitliches Umrechnungssystem - diese Werte sind nur Richtwerte (deutsche Universitäten rechnen oft auch zum Nachteil der Studenten die Noten A=1,0, B=2,0, C=3,0, D=4,0, F=nicht bestanden um), deshalb sollte man immer auf die Umrechnungstabellen des World Education Services verweisen.[20][21][22][23]

Uruguay[Bearbeiten]

Das staatliche Notensystem (für Hochschule und Universität) hat 12 Noten, zwar:

  • 1 (D.D.R.)
  • 2 (R.R.D.)
  • 3 (R.R.R.)
  • 4 (R.R.B.)
  • 5 (B.B.R.)
  • 6 (B.B.B.)
  • 7 (B.B.MB.)
  • 8 (MB.MB.B.)
  • 9 (MB.MB.MB.)
  • 10 (MB.MB.S.)
  • 11 (S.S.MB.)
  • 12 (S.S.S.)

wobei:

  • D deficiente = ungenügend
  • R regular = genügend
  • B bueno = gut
  • MB muy bueno = sehr gut
  • S sobresaliente = ausgezeichnet

Prüfungen an der (staatliche) Universität werden mit einer Note von mind. 3 bestanden. Prüfungen an der Hochschule werden mit einer Note von 5 (zwei letzte Jahre) bzw. 6 (vier erste Jahre) bestanden.

Die Privatuniversitäten Uruguays haben andere Notensysteme (Katolische Universität: D, R, B, BMB, MB, S - ORT Universität: 0-100)

Chile[Bearbeiten]

Die Notenskala in Chile reicht von 1 bis 7, wobei sieben die höchste Note ist. Die Noten werden oft in Kommazahlen ausgedrückt, sodass man in Prüfungen beispielsweise die Note 6,6 oder 3,7 erlangt. Eine Prüfung gilt generell ab 4,0 Punkten als bestanden.

  • 7 (ohne Fehler)
  • 6 (sehr gut)
  • 5 (gut)
  • 4 (genügend)
  • 3 (mangelhaft)
  • 2 (ungenügend)
  • 1 (sehr schlecht/nicht benotbar)

Andere Länder[Bearbeiten]

Israel[Bearbeiten]

Die Notenskala in Israel ist prozentuell und reicht von 0 bis 100, wobei 100 die höchste Note ist.

Note Prozent Beschreibung
10 95-100 מצוין‎ („ausgezeichnet“)
9 85-94 טוב מאוד‎ („sehr gut“)
8 75-84 טוב‎ („gut“)
7 65-74 כמעט טוב‎ („knapp gut“)
6 55-64 מספיק‎ („befriedigend“)
5 45-54 מספיק בקושי‎ („knapp befriedigend“)
<4 <44 בלתי מספיק/נכשל‎ („ungenügend“ / „nicht bestanden“)

In der Regel werden Schulprüfungen mit einer Note von mind. 55 % bestanden, Universitäten mit 60 %.

Alternativen[Bearbeiten]

Einerseits gilt die Verbalbeurteilung als die beste Alternative zur Schulnote. Sie wird in Grundschulen und in weiten Teilen des Privatschulsystems eingesetzt.

Andererseits entsprechen solche Beurteilungen bei genauerer Betrachtung durch die Formulierungsfloskeln – genau wie Ziffernnoten – den gleichen selektionswirksamen Maßstäben, nur ohne eindeutige Hierarchie. Es werden die Defizite oder Hochleistungen zusammen mit charakterlichen Stärken und Schwächen skizziert. Da es sich um persönliche Wertzuweisungen, ohne einen rein fachlichen Leistungsbezug handelt, können negative Aussagen in Verbalbeurteilungen die Schüler persönlicher treffen als reine Leistungsbewertungen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Brügelmann, u. a.: Sind Noten nützlich und nötig? Zifferzensuren und ihre Alternativen im empirischen Vergleich. Eine wissenschaftliche Expertise des Grundschulverbandes, erstellt von der Arbeitsgruppe Primarstufe an der Universität Siegen. Grundschulverband e.V.: Frankfurt 2006 (Neuauflage 2014).
  • Karlheinz Ingenkamp: Zur Fragwürdigkeit der Zensurengebung. Beltz-Verlag, Weinheim 1965.
  • Matthias von Saldern: Schulleistung in Deutschland. Schneider Verlag, Hohengehren 1999.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Oliver Brunotte: Wege zur Verbesserung der Leistungsbeurteilung in der Schule. GRIN Verlag GmbH, München 2007, ISBN 978-3-638-69757-6.
  2.  Stefan Kuß: In diesen Tagen gibt es Zeugnisse: Zur Geschichte der Noten. In: FAZ. 6. Juli 2003
  3. IHK-Notenschlüssel (dezimal) (PDF; 55 kB), Stand: 24. Januar 2006
  4. http://www.bmukk.gv.at/schulen/recht/gvo/lb_vo.xml#14
  5. http://www.bmukk.gv.at/schulen/recht/gvo/schug_teil1.xml#21
  6. ECTS Users' Guide (PDF; 643 kB) S. 42
  7. http://news.bbc.co.uk/1/hi/education/1495184.stm
  8. http://www.qca.org.uk/qca_4076.aspx
  9. Universiteit Maastricht- Regels en Richtlijnen Bachelor/Master
  10. a b c Nuffic-Dutch grading system-http://www.nuffic.nl/bestanden/documenten/over-de-nuffic/publicaties/gradingsystems.pdf
  11. Bremer 2003-Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  12. Sulk 2003-Fachhochschule Stralsund
  13. Hochschule Augsburg-ECTS Noten
  14. Otto-von-Guericke Universität- Notenumrechnung Niederlande
  15. Ergebnisniederschrift der 11. Sitzung des Beirates für die Zentralstelle ausländisches Bildungswesen am 9. November 2010 in Bonn
  16. Forskrift til opplæringslova. § 3-4. Karakterar i fag mv. In: Lovdata.no. 17. September 2013, abgerufen am 20. September 2013 (neunorwegisch).
  17. Alexander Rathenau: Schul- und Impfrecht in Portugal online (PDF, S. 2; 430 kB)
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAkademisches Auslandsamt der Universität Augsburg: Umrechnung von Noten aus dem Ausland ins deutsche Notensystem. 4. Februar 2011, abgerufen am 9. Dezember 2011 (PDF).
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDuke University: International Credentials Guide 2011-2012. 10. November 2011, abgerufen am 9. Dezember 2011 (PDF; 7,5 MB, english).
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWorld Education Services: US Noten. Abgerufen am 14. September 2012 (html, english).
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatForeignCredits: Grading System in Germany. Abgerufen am 10. Oktober 2012 (html, english).
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUniversität Mannheim: US Noten. Abgerufen am 10. August 2013 (pdf; 198 kB, deutsch).
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUniversität Erfurt: Noten Tabelle. Abgerufen am 14. September 2012 (pdf; 13 kB, deutsch).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: siehe en:Grade (education) --Flominator 13:42, 18. Aug 2005 (CEST)

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