Schulordnung

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Dieser Artikel behandelt den Verhaltenskodex einer Schule. Für allgemeine Regelwerke der Länder zum Schulwesen wie die die Allgemeine Schulordnung (ASchO) in Nordrhein-Westfalen oder die Thüringer Schulordnung (ThürSchulO), siehe Schulrecht.

Die Schulordnung bildet einen allgemeinen Verhaltenskodex für Lehrer und Schüler individuell für die Schule. Sie wird je nach Bundesland von der Schulkonferenz oder Gesamtkonferenz[1][2] erlassen und ist somit ein Regelwerk aus dem Konsens der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft.

Schulordnung als Hausordnung[Bearbeiten]

In einigen Bundesländern (z.B. Bremen, Hamburg, Niedersachsen) geben sich Schulen Ordnungen, die lediglich eine erweiterte Hausordnung darstellen. Neben Nutzungsregelungen des Gebäudes finden sich Verhaltensregeln für den Umgang mit Schülern, Lehrern, Eltern. Es finden sich Ge- und Verbote für den sicheren Schulweg oder Pausenbestimmungen. Zusätzlich können sich Klassen eigene Klassenordnungen geben. Bestimmungen etwa zur Schulpflicht, zur Leistungsbewertung oder zu Versetzungen werden landesrechtlich festgelegt.

Weitergehende Regelungen[Bearbeiten]

Eine Schulordnung muss insbesondere die Aufnahme, den Aufstieg bzw. den Abgang von Schülern an einer Schule regeln, sofern dies ergänzend zum vom Bundesland ergehenden Schulgesetz geschieht. Weiterhin hat die Schulordnung festzulegen, in welchem Umfang Schüler den Unterricht und dazugehörige Aktivitäten zu besuchen haben und unter welchen Konditionen ein Fernbleiben möglich ist. Auch die Pflichten der Erziehungsberechtigten sind in der Schulordnung festzuhalten.

Zudem wird mit der Schulordnung geregelt, was Schüler leisten müssen und welche Konsequenzen aus Nichtbeachtung erwachsen können. Außerdem werden Eckpunkte und Bedingungen für die Gründung und Finanzierung von Schülervereinen, Arbeitsgemeinschaften oder Schülerzeitungen festgelegt. Insgesamt dient die Schulordnung dem geregelten Ablauf in der Schule und stellt sowohl für Schüler als auch Lehrer ein direktes Rechtsmittel dar, auf das sie sich auch in der Praxis leicht berufen können.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) §34,
  2. Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) §38a