Schwabendorf (Rauschenberg)

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50.98.8838888888889290Koordinaten: 50° 54′ 0″ N, 8° 53′ 2″ O

Schwabendorf
Höhe: 285–306 m
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35282
Vorwahl: 06425
Nord-westlicher Ortseingang

Nord-westlicher Ortseingang

Schwabendorf ist ein Ortsteil der Großgemeinde Rauschenberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen.

Der Ort liegt am Rande des Burgwaldes. Er gehörte von 1821 bis 1932 zum damaligen Kreis Kirchhain. Nördlich treffen sich die Bundesstraße 3 und die Landesstraße 3077.

In Schwabendorf gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus und eine evangelische Kirche.

Die Schwabendorfer Kirche

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde das Dorf im Jahre 1687. Damals siedelten 116 französische Glaubensflüchtlinge hier, Hugenotten und Waldenser. Auf dem zentralen Dorfplatz, dem Hugenottenplatz, erinnert ein Gedenkstein an die Namen der Einwandererfamilien. Ein nordwestlich gelegenes Feuchtgebiet, das den Siedlern teilweise zur Nutzung überlassen wurde, wird heute noch als Franzosenwiesen bezeichnet.

Am 31. Dezember 1971 wurde Schwabendorf in die Stadt Rauschenberg eingegliedert.[1]

Vom 4. bis 8. Juli 2012 wurde 325 Jahre Schwabendorf gefeiert.[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Den öffentlichen Personennahverkehr stellen die Buslinien MR-72, MR-74 und MR-79 des RMV.

Vereine in Schwabendorf[Bearbeiten]

Das kulturelle Ortsleben prägen folgende Vereine:

  • Arbeitskreis für die Geschichte der Hugenotten und Waldenser
  • Freiwillige Feuerwehr Schwabendorf
  • Gesangverein 1886
  • Landfrauenverein
  • Motor-Club Schwabendorf 1971
  • Posaunenchor
  • Tennisclub Schwabendorf 1986 e. V.
  • Turn- und Sportverein 1927 Schwabendorf e. V.
  • Verein für Schutz- und Gebrauchshunde

Nahwärme[Bearbeiten]

Seit Ende November 2011 läuft auf dem Gelände des Schwabendorfer Ortslandwirtes eine Biogasanlage[3], die dieser mit zwei weiteren Bauern aus der Region betreibt. Ebenfalls im November wurde im Ort eine Genossenschaft gegründet, die ein Nahwärmenetz aufbaut und die Abwärme der Biogasanlage abnimmt[4]. Die Genossenschaftsmitglieder nutzen diese Wärme dann zum Heizen und für Warmwasser. Von dem zwischenzeitlichen Plan, die Kapazitäten durch ein Holzhackschnitzelwerk zu erhöhen[5], wurde wieder Abstand genommen, da die Kapazitäten der Anlage ausreichen, um die gut 70 Mitglieder mit Wärme zu versorgen[6]. Die Bauarbeiten machen sich auch die Stadtwerke Marburg zunutze, die parallel zu der Nahwärmeleitung ein Glasfaserkabel für schnelles Internet verlegen. Das Nahwärmenetz ist seit Anfang 2013 in Betrieb.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sigrid Althaus: Hugenottendörfer um Marburg und Frankenberg. Hitzeroth, Marburg 1989, Reihe Landeskundliche Bildbände Hessen 2, ISBN 3-925944-76-1, Kap. Schwabendorf S. 37–60

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 402.
  2. [1]
  3. [2]
  4. [3]
  5. PDF bei www.region-burgwald-ederbergland.de
  6. [4]