Schwabinger Kunstfund

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Franz Marc: Pferde in Landschaft, aus dem Schwabinger Kunstfund
Max Liebermann: Zwei Reiter am Strand, aus dem Schwabinger Kunstfund

Bei dem Schwabinger Kunstfund (auch Münch(e)ner Kunstfund oder Kunstfund in München genannt) handelt es sich um einen Bestand von 1280 Kunstwerken aus dem Besitz Cornelius Gurlitts (1932–2014), Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956). Ein Teil der Werke galt seit 1945 als verschollen; andere waren in der kunstgeschichtlichen Forschung zuvor unbekannt, darunter eine Arbeit von Marc Chagall. Bei 590 Werken wird vermutet, dass es sich um NS-Raubkunst handelt. Die gerahmten und ungerahmten Bilder wurden in den Tagen vom 28. Februar bis 2. März 2012 in Cornelius Gurlitts Schwabinger Wohnung im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Augsburg beschlagnahmt. Dies wurde von der ermittelnden Staatsanwaltschaft geheim gehalten und der Öffentlichkeit erst durch einen Bericht des Nachrichtenmagazins Focus am 3. November 2013 bekannt, in dem über einen Kunstfund berichtet wurde. Die Beschlagnahme und spätere Veröffentlichung der Privatsammlung wird von vielen Juristen als nicht rechtmäßig bezeichnet. Durch spätere Funde in Salzburg erhöhte sich der öffentlich bekannte Gesamtbestand der sogenannten Sammlung Gurlitt auf über 1500 Kunstwerke.

Geschichte 2010–2014[Bearbeiten]

Auslöser der Ermittlungen[Bearbeiten]

Im September 2010 wurde Cornelius Gurlitt im Zug von Zürich nach München von deutschen Zollfahndern kontrolliert. Die Zollverwaltung hat die Aufgabe, den Verkehr von Barmitteln zu überwachen, die in die oder aus der Europäischen Gemeinschaft verbracht werden (§ 1 Abs. 3a ZollVG – Zollverwaltungsgesetz). Auf Verlangen der Zollbediensteten haben Personen Bargeld im Wert von 10.000 Euro oder mehr anzuzeigen und dessen Herkunft zu erläutern (§ 12a Abs. 2 ZollVG). Gegebenenfalls können die Personen an einem hierfür geeigneten Ort körperlich durchsucht werden (§ 10 Abs. 3 ZollVG). Gurlitt soll auf die Frage des Zollfahnder angegeben haben, kein Bargeld bei sich zu tragen.[1] Dabei ist davon auszugehen, dass der Beamte korrekt nach Bargeld über der Betragsgrenze gefragt hat und Gurlitt dies verneinte. Bei einer Leibesvisitation auf der Zugtoilette entdeckten die Beamten 9000 Euro. Gurlitt gab seine Personalien und seine Münchner Adresse an. Als die Ermittler dem Verdacht eines Schwarzgeldkontos in der Schweiz nachgingen, habe man festgestellt, dass Gurlitt in München nicht gemeldet sei und weder eine Bankverbindung noch eine Sozialversicherung habe.[1]

Im September 2011 erwirkte die Staatsanwaltschaft Augsburg einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss, aufgrund dessen Ende Februar 2012 die Durchsuchung von Gurlitts Wohnung und die Beschlagnahme seiner Kunstsammlung erfolgte. Der Inhalt des Durchsuchungsbefehls ist nicht bekannt, soll aber den Vorwurf des Steuerdelikts und der Unterschlagung enthalten. Er muss jedenfalls regelmäßig den Tatvorwurf enthalten und die gesuchten Beweismittel bezeichnen (§ 102 ff StPO).

Der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz der Staatsanwaltschaft Augsburg hat im November 2013 angegeben, dass die Bilder kein Zufallsfund gewesen seien. Man habe „im Zusammenhang mit den steuerstrafrechtlichen Ermittlungen gezielt gesucht und dann all das mitgenommen, was prima facie beweiserheblich erschien.“[2]

Die Staatsanwaltschaft hat es bisher jedoch abgelehnt, nähere Informationen zu den vorgeworfenen Straftaten und zum Ermittlungsverfahren zu geben. Es ist daher weder bekannt, warum ein Jahr von der Kontrolle im Zug bis zur Ausstellung des Durchsuchungsbefehls und fast ein weiteres halbes Jahr bis zur Durchsuchung verging. Unbekannt ist weiter, was konkret in den mehr als eineinhalb Jahren seit der Beschlagnahme geschah.

Beschlagnahme der Sammlung[Bearbeiten]

Die Kunstwerke wurden im Rahmen von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Augsburg wegen „eines dem Steuergeheimnis unterliegenden strafbaren Sachverhalts“ und wegen des Verdachts auf Unterschlagung in Gurlitts Privatwohnung in München-Schwabing beschlagnahmt.[3][4] Im Gegensatz zu ersten Berichten handelte es sich hierbei nicht um 1400 bis 1500 Werke, sondern um 1280.[5] Im Verlauf der Durchsuchung wurde die Sammlung insgesamt beschlagnahmt.[6][7][8] Der gegenwärtige Aufbewahrungsort der Kunstwerke wird nach Auskunft der Zollfahnder nicht bekanntgegeben.[9] Die rechtliche Grundlage der Beschlagnahme ist zweifelhaft.[10][11][12] Im Dezember 2013 forderte die Kunstexpertin Sibylle Ehringhaus die Rückgabe aller Bilder an Gurlitt.[13]

Am 9. November 2013 stellte die Polizei in Kornwestheim in Baden-Württemberg aus dem Haus des Schwagers von Cornelius Gurlitt, Nikolaus Fräßle, auf Fräßles Bitten weitere 22 Gemälde sicher, da dieser um die Sicherheit der Kunstwerke fürchtete. Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung liegen der Polizei nicht vor.[14][15]

Bildung einer Arbeitsgruppe und Veröffentlichung raubkunstverdächtiger Werke[Bearbeiten]

Am 11. November 2013 teilte das Bayerische Justizministerium mit, dass gemeinsam mit dem Bayerischen Kultusministerium, dem Bundesfinanzministerium und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur eine Arbeitsgruppe („Taskforce“) von mindestens sechs Experten für Provenienzrecherche unter der Leitung von Ingeborg Berggreen-Merkel zusammengestellt werde. Ihr Ziel sei, Transparenz herzustellen und die Provenienzrecherche weiter voranzutreiben. Zudem würden raubkunstverdächtige Werke auf der Plattform der Koordinierungsstelle Magdeburg veröffentlicht.[16][17] Die Rechtmäßigkeit dieser Veröffentlichung ist zweifelhaft.[10][11][12]

Laut Bundeskriminalamt seien abzüglich beschlagnahmter Gegenstände, die eindeutig keinen Bezug zur „Entarteten Kunst“ oder NS-Raubkunst haben, rund 970 Werke zu überprüfen. Davon können etwa 380 Werke der sogenannten „Entarteten Kunst“ zugeordnet werden, bei etwa 590 Werken müsse überprüft werden, ob sie in der Zeit des Nationalsozialismus unrechtmäßig erworben oder enteignet wurden.[18]

Laut einem Bericht der Welt gehörten allein 13 der bisher 25 auf der genannten Plattform veröffentlichten Werke dem Dresdner Rechtsanwalt Fritz Salo Glaser (1876–1956).[19] Der noch amtierende Staatsminister für Kultur, Bernd Neumann, kündigte an, dass sukzessiv weitere Werke in das Online-Verzeichnis aufgenommen würden.[20]

Die Leiterin der Arbeitsgruppe kündigte am 14. November 2013 an, hunderte weitere Gemälde des Kunstschatzes würden in wenigen Tagen auf lostart.de ins Internet gestellt. Die Staatsanwaltschaft Augsburg werde alle rund 590 Werke, die als mögliches NS-Raubgut gelten, bekanntgeben.[21]

Nach einer ersten, noch nicht rechtskräftigen Gerichtsentscheidung Ende Januar 2014 hat die Presse ein Anrecht auf die vollständige Liste aller bei Cornelius Gurlitt beschlagnahmten Gemälde.[22]

Neues Gesetz in Planung[Bearbeiten]

Der bayerische Justizminister Winfried Bausback hat bei einer Kabinettssitzung am 7. Januar 2014 den Entwurf für ein Kulturgut-Rückgewähr-Gesetz (umgangssprachlich: „Lex Gurlitt“[23]) angekündigt, der am 14. Februar dem Bundesrat vorgelegt wurde.[24] Rückgabeansprüche rechtmäßiger Erben von Opfern der NS-Kunstpolitik sollen in Zukunft nicht mehr automatisch nach 30 Jahren verjähren. Voraussetzung sei, dass der jetzige Besitzer „bösgläubig“ sei, das heißt, ein Besitzer sogenannter Raubkunst müsse zum Zeitpunkt des Erwerbs zumindest über Anhaltspunkte verfügt haben, dass das Kunstwerk nicht rechtmäßig dem Veräußerer gehört habe.[25]

Sicherstellung von Werken in Salzburg[Bearbeiten]

Am 10. Februar 2014 teilte Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger mit, weitere mehr als 60 Kunstwerke seien aus Gurlitts Haus in Salzburg sichergestellt worden, darunter Werke von Claude Monet, Auguste Renoir und Pablo Picasso. Sein Betreuer Rechtsanwalt Christoph Edel hatte die Sicherstellung veranlasst, um die Werke vor Einbruch und Diebstahl zu schützen; sie sollen auch auf ihre Herkunft untersucht werden.[26][27][28] Ende März 2014 gaben die Anwälte und Vertreter Gurlitts bekannt, dass der Salzburger Teil der Sammlung Gurlitt viermal so groß sei wie bis dato angenommen und insgesamt 238 Kunstgegenstände – darunter 39 Ölgemälde – umfasst. Die weiteren Werke befanden sich in zuvor nicht zugänglichen Teilen des Gebäudes. Die Gesamtanzahl der bekannten Werke der Sammlung Gurlitt erhöhte sich damit auf über 1500 Kunstwerke.[29][30] Zur Unterscheidung spricht man bei diesen Werken auch vom Salzburger Kunstfund.[31]

Vereinbarung zwischen Gurlitt und den Behörden[Bearbeiten]

Laut Medienberichten kam es im April 2014 zu einer Vereinbarung zwischen Gurlitt, dem bayerischen Justizministerium und der Bundesregierung. Danach stelle Gurlitt alle als belastet geltenden Werke für ein Jahr der Provenienzforschung zur Verfügung. Die Kosten dieser Recherchen sollen der Bund und das Land Bayern tragen. Bei evtl. Werken mit NS-verfolgungsbedingten Entzug wird eine faire und gerechte Lösung mit den Anspruchstellern angestrebt.[32] Diese Vereinbarung bleibt auch nach dem Tod Cornelius Gurlitt am 6. Mai 2014 gültig und geht auf seine Erben über.[33]

Kunstmuseum Bern als Erbe der Sammlung[Bearbeiten]

Die Stiftung des Kunstmuseums Bern gab am 7. Mai 2014 in einer Erklärung bekannt, sie sei im Testament von Cornelius Gurlitt als Alleinerbin eingesetzt worden. Laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung war jedoch unklar, welche Werke wann nach Bern überführt werden. Zuerst müsse das Testament auf seine Gültigkeit überprüft werden. Bayerische Behörden gingen davon aus, die Stiftung sei durch die von Gurlitt unterzeichnete Vereinbarung gebunden. Damit bleiben alle unter Raubkunstverdacht stehenden Werke noch für mindestens ein Jahr in Deutschland. Dagegen könnten laut dem Bericht alle als „unbedenklich“ eingestuften Werke nach Prüfung des Testaments noch 2014 nach Bern überführt werden.[34] Als Rechtsnachfolgerin Gurlitts ist das Kunstmuseum Bern der neue Ansprechpartner für die von der Bundesregierung eingesetzte Task-Force und für die Erben früherer Besitzer.[35] Der Stiftungsrat musste innerhalb eines halben Jahres entscheiden, ob das Erbe angenommen wird. In dem rechtlich so vorgesehenen Zeitraum wurde laut Museumsdirektor Matthias Frehner die Problematik der Sammlung diskutiert.[36] Ein entfernter Verwandter hat angekündigt, die Familie wolle das noch nicht eröffnete Testament anfechten, falls darin die Familie übergangen werde.[37]

Am 22. November 2014 entschied der Stiftungsrat des Kunstmuseums Bern, den Nachlass Gurlitts anzutreten, was zwei Tage später in einer Pressekonferenz in Berlin öffentlich gemacht wurde. 440 Bilder, die als „entartete Kunst“ klassifiziert wurden, und 280 Bilder, die von Verwandten Gurlitts geschaffen oder nach 1945 erworben wurden, sollen sofort nach Bern überführt werden.[38] Ebenso soll in Bern eine eigene Forschungsstelle gegründet werden. Verdachtsbehaftete Kunstwerke sollen bis zur Klärung der Provenienz und möglichen Antragsstellern in Deutschland bleiben. Ausstellungen sollen zur Klärung beitragen. Deutschland übernehme die Rechtskosten für mögliche Restitutionen und Streitfälle und auch die Verantwortung für den Salzburger Fund.[39]

Eigentumsrechtliche Beurteilung[Bearbeiten]

Die rechtliche Beurteilung von Eigentumsrechten an Kunstobjekten, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ bezeichnet und aus öffentlichen Museen entfernt oder von häufig jüdischen Besitzern beschlagnahmt wurde, ist komplex.[40][41][12] Carl-Heinz Heuer fasst die Situation wie folgt zusammen: So moralisch unhaltbar die Verfolgung „entarteter“ Kunst auch gewesen sei, aus juristischer Sicht könne keine Restitution verlangt werden. Nicht nur die Beschlagnahme aus staatlichen Museen, sondern auch die Enteignung aus privaten Sammlungen seien trotz all ihrer Verwerflichkeit wirksam vorgenommene Rechtsakte des von nationalsozialistischer Herrschaft dominierten Deutschen Reichs. Was bleibe, sei allein eine moralische Dimension.[42]

Der Rechtshistoriker Uwe Wesel erklärte am 1. Dezember 2013 im Deutschlandfunk, Gurlitt sei der rechtmäßige Besitzer aller bei ihm beschlagnahmten Werke. Es gebe heute keine Möglichkeit mehr, den ursprünglichen Eigentümern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg hätten die Alliierten gesetzlich geregelt, dass Rückerstattungsansprüche an die ursprünglichen Eigentümer ausgeschlossen seien (MilRegG Nr. 59[43]). Es sei leider so, dass Juristen von heute diese alliierten Gesetze oft nicht mehr kennen würden. Die Staatsanwaltschaft Augsburg habe deshalb wahrscheinlich aus Unkenntnis schwere rechtliche Fehler begangen und sich der Amtspflichtverletzung schuldig gemacht. Die Beschlagnahme und die Veröffentlichung der Bilder in der Lost-Art-Datenbank seien nicht rechtmäßig. Er sehe darin einen Staatshaftungsfall, sodass Gurlitt den Schaden, der ihm aus alledem entstanden sei, vom Staat ersetzt verlangen könne.[44]

Werke[Bearbeiten]

Foto des Max-Liebermann-Bildes Frau mit Kind von hinten, das die Staatsanwaltschaft Augsburg veröffentlichte

Umfang[Bearbeiten]

Laut Angaben der Augsburger Staatsanwaltschaft besteht die Sammlung vor allem aus Gemälden, Gouachen, Zeichnungen und Druckgrafiken der Klassischen Moderne und des 20. Jahrhunderts, unter anderen von Max Beckmann, Marc Chagall, Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, Max Liebermann, August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Emil Nolde, Pablo Picasso und Karl Schmidt-Rottluff. Doch auch Werke aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu Arbeiten aus dem 16. Jahrhundert wurden gefunden, so zum Beispiel von Canaletto, Gustave Courbet, Pierre-Auguste Renoir, Carl Spitzweg und Henri de Toulouse-Lautrec. Kunsthistorisch besonders wertvoll seien ein Selbstbildnis von Dix sowie ein bisher unbekanntes Werk von Chagall.[45][46]

Wert[Bearbeiten]

Journalisten gaben – in Unkenntnis der gefundenen Werke – bei ersten Schätzungen ungefähr eine Milliarde Euro als aktuellen Marktwert an.[47] Nachdem der ungefähre Bestand der Sammlung bekannt wurde, schätzten Kunsthändler den Wert der Sammlung auf höchstens 50 Millionen Euro.[48]

Erforschung[Bearbeiten]

Mit der Bestimmung der Bilder und ihrer Provenienz wurde zunächst die Kunsthistorikerin Meike Hoffmann von der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Berliner Freien Universität betraut.[49]

Herkunft[Bearbeiten]

Laut unbestätigten Angaben sollen mindestens 300 der aufgetauchten Werke zu den 1937 im Rahmen der Beschlagnahmeaktion „Entartete Kunst“ konfiszierten Exponaten gehören. Für einige Werke sollen Suchmeldungen von ehemaligen Eigentümern bzw. deren Erben in der Datenbank der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste vorliegen.[8]

Es wird vermutet, dass es sich bei einem Teil des Bestandes um NS-Raubkunst handelt – Werke, die ihren ehemaligen jüdischen Eigentümern geraubt oder von ihnen verfolgungsbedingt verkauft wurden – sowie um Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten im Rahmen der sogenannten „Aktion entartete Kunst“ ab 1937 als „entartet“ diffamiert und aus öffentlichen Sammlungen entfernt worden waren.

Sammlung Hildebrand Gurlitt[Bearbeiten]

Hildebrand Gurlitts Liste der 1945 beschlagnahmten Werke, Seite 1; Central Collecting Point Wiesbaden

Die Sammlung Hildebrand Gurlitts enthielt überwiegend Werke der klassischen Moderne.[50] Teile der Sammlung beschlagnahmte nach Kriegsende die Sondereinheit „Monuments, Fine Arts and Archives Program“ der Alliierten und verwahrte sie im Wiesbaden Central Collecting Point. 1950 wurden Gurlitt 125 Kunstwerke vom Collecting Point auf Antrag ausgehändigt, vor allem Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen, darunter auch das Selbstporträt von Otto Dix. Auch wurden ihm 29 Skulpturen und Objekte, afrikanische Kunst, Meißner Porzellan sowie vier Kisten mit leeren Bilderrahmen übergeben. Provenienzforscher Willi Korte äußerte die Ansicht, es stehe nicht abschließend fest, dass der Collecting Point die Provenienz jedes Werkes erforscht hat.[51][52] Auf der fünfseitigen Rückerstattungsliste Gurlitts stehen auch das Gemälde Zwei Reiter am Strand von Max Liebermann, das Selbstbildnis von Otto Dix und die Gouache von Marc Chagall.[53][52] 1956 wurden Stücke der Sammlung von Hildebrand Gurlitt in New York, San Francisco und Cambridge im Rahmen der Ausstellung German Watercolors mit finanzieller Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland ausgestellt.[54] Der österreichische Kunsthistoriker Alfred Weidinger zeigte sich im November 2013 über die angebliche Entdeckung dieser Sammlung verwundert, ihre Existenz und Ausmaße seien „jedem wichtigen Kunsthändler im süddeutschen Raum“ bekannt gewesen.[55]

Laut einem im Spiegel veröffentlichten Interview sagte Cornelius Gurlitt am 17. November, sein Vater habe alle Werke rechtmäßig erworben und er sei nicht gewillt, diese freiwillig zurückzugeben.[56] Sein Anwalt widersprach Ende Januar 2014 gegenüber der New York Times dieser Darstellung des Spiegel; sein Mandant sei immer an einer fairen und gerechten Lösung interessiert gewesen.[57] Mit der Veröffentlichung der gesamten Anzahl der in Salzburg gefundenen Werke Ende März 2014 gaben die Vertreter Gurlitts auch bekannt, dass dieser beabsichtige, Werke, die aus jüdischem Besitz geraubt wurden an die Eigentümer bzw. deren Erben, zurückzugeben und sie beauftragt seien, begründete Rückgaben umzusetzen.[29][30]

Am 14. Februar 2014 legten Anwälte von Gurlitt beim Amtsgericht Augsburg Beschwerde gegen die Beschlagnahme der Kunstsammlung ein. Die Anwälte fordern die Rückgabe der Sammlung wegen formeller Mängel des damaligen Gerichtsbeschlusses. Die Beschlagnahme der Bilder verstoße gegen das Prinzip der Verhältnismäßigkeit.[58]

Herkunft der Werke[Bearbeiten]

Hildebrand Gurlitt war einer von vier Kunsthändlern, die während der Zeit des Nationalsozialismus mit der Verwertung beschlagnahmter Kunstwerke beauftragt waren. Für den Kunsthändler Ferdinand Möller ist belegt, dass er entgegen den Vorgaben von staatlichen Stellen (also seiner Auftraggeber) etliche als „entartet“ geltende und beschlagnahmte Kunstwerke nicht aus dem Reichsgebiet brachte, sondern an Inländer verkaufte oder selbst erwarb. Die Literatur vermutet, dass auch die anderen Kunsthändler, also auch Gurlitt, im Reich mit „entarteter Kunst” handelten oder solche aus dem Ausland zurückkauften.[59]

Bekannt gewordene Verkäufe[Bearbeiten]

Bislang war der Öffentlichkeit nur ein Verkauf aus der Gurlitt-Sammlung bekannt geworden. Im Spätsommer 2011 ließ Cornelius Gurlitt die Gouache-Arbeit Löwenbändiger von Max Beckmann durch das Auktionshaus Lempertz in Köln versteigern; es wurde für 864.000 € verkauft.[60][61] Vor der Auktion wurde ermittelt, dass das Gemälde aus dem Nachlass des jüdischen Kunsthändlers und -sammlers Alfred Flechtheim (1878–1937) stammte. Cornelius Gurlitt erreichte zuvor mit den Erben Flechtheims einen Vergleich.[62] Im Lempertz-Katalog wurde in den Angaben zur Herkunft des Bildes auf die Berliner Galerie Alfred Flechtheim verwiesen. Flechtheim hatte 1933 vor den Nationalsozialisten ins Ausland fliehen müssen. Die Flechtheim-Erben bieten der Task-Force-Abteilung ihre Hilfe an, indem sie ihre Erfahrungen mitteilen wollen, die sie anlässlich des Verkaufs in den Verhandlungen mit Cornelius Gurlitt gemacht haben.[63]

Infolge der öffentlichen Aufmerksamkeit, die der Kunstfund auslöste, wurde im November 2013 bekannt, dass 2007 ein Gemälde von August Macke, Frau mit Papagei in einer Landschaft (1914), von der Villa Grisebach in Berlin für knapp 2,4 Millionen Euro versteigert wurde. Das ist der höchste Preis, der je für ein Werk Mackes auf einer Auktion in Deutschland gezahlt wurde. Auch dieses Bild stand auf der Liste der Werke, die die Amerikaner Hildebrand Gurlitt 1950 zurückgaben. Nach Angaben des Auktionshauses war der Einlieferer des Werks nicht Cornelius Gurlitt persönlich.[64]

Ausgewählte Werke des Bestandes 2013[Bearbeiten]

Elf ausgewählte Werke wurden von der Staatsanwaltschaft Augsburg in einer Pressekonferenz am 5. November 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt.[65][66][67] Dabei handelt es sich um:

  • eine Radierung von Canaletto mit der Ansicht Paduas ohne Hinweis auf die Herkunft;
  • eine Vorzeichnung zu einem Gemälde von Carl Spitzweg: Musizierendes Paar. Hildebrand Gurlitt kaufte es Anfang Januar 1940 für 300 Mark vom Musikverleger Henri Hinrichsen, der kurz vor seiner Flucht nach Brüssel stand. Die Erben erwägen eine Rückforderung;[68]
  • ein handkolorierter Farbholzschnitt von Ernst Ludwig Kirchner: Melancholisches Mädchen, der vermutlich einmal Eigentum der Kunsthalle Mannheim war;
  • ein Gemälde von Max Beckmann aus Zandvoort und im Werkverzeichnis des Künstlers aufgeführt – auf dieses Fundstück wurde in der Pressekonferenz nicht näher eingegangen;
  • eine Gouache von Franz Marc: Pferde in Landschaft, sie befand sich im Eigentum des Kunst- und Gewerbemuseums Moritzburg in Halle (Saale);
  • ein Gemälde von Gustave Courbet: Mädchen mit Ziege, von dem bekannt ist, dass es 1949 in einer Auktion verkauft wurde;
  • eine Gouache von Marc Chagall: Allegorische Szene, die nicht im Werkverzeichnis des Malers aufgeführt ist; sie war Bestandteil des von den Alliierten 1945 beschlagnahmten Konvoluts und ist dort unter der Inventarnummer 2004/4 aufgeführt; gegenüber den amerikanischen Behörden gab Gurlitt im Juni 1945 an, das Bild stamme aus dem Besitz seiner Schwester, die eine Schülerin Chagalls gewesen sei; 1950 hingegen übergab er einen Brief des Malers Karl Ballmer, in dem dieser bestätigte, ihm sowohl dieses Bild wie auch Picassos Damenbildnis mit zwei Nasen im Jahr 1943 in der Schweiz geschenkt zu haben; am 25. Januar 1951 wurden beide Bilder an Gurlitt zurückgegeben.[69][70] Im Dezember 2013 gab es eine weitere Meldung, dass das Bild aus der Sammlung der deutsch-jüdischen Familie Blumstein aus dem lettischen Riga stamme und 1941 von der Gestapo beschlagnahmt worden sei;[71]
  • von Henri Matisse das Porträt einer sitzenden Frau, das 1942 durch den Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg aus dem Banktresor des Kunsthändlers Paul Rosenberg in Libourne beschlagnahmt wurde; seine Enkeltochter Anne Sinclair erhebt Anspruch auf die Restitution des Gemäldes;[72][61][73]
  • ein Gemälde von Max Liebermann: Zwei Reiter am Strand, vermutlich bis 1939 im Besitz der Sammlung Friedmann in Breslau und nach alliierter Beschlagnahme 1945 bis 1950 dann 1954 als Leihgabe Gurlitts in der Liebermann-Retrospektive der Kunsthalle Bremen, sowie weitere Zeichnungen und Skizzen;
  • eine Farblithographie mit einem Frauenporträt von Otto Dix;
  • ein Gemälde mit einem Selbstporträt von Otto Dix, das nicht im Werkverzeichnis des Malers aufgeführt ist, aber in der Kunstgeschichte bereits dokumentiert war.[46]

Kritik[Bearbeiten]

Kritik an der Geheimhaltung durch die Behörden[Bearbeiten]

Laut dem Focus-Artikel vom 3. November 2013 soll der Fall von den zuständigen Behörden und Ministerien in Bayern und Berlin als „hochpolitische Geheimsache“ eingestuft worden sein.[74] Auffällig ist u. a., dass noch Anfang September 2013 auf einer Tagung zum zehnjährigen Jubiläum der „Forschungstelle für Entartete Kunst“ der FU Berlin die Expertin Meike Hoffmann von Untersuchungen zum Thema Gurlitt als von einem Zukunftsprojekt sprach.[75] Die zuständige Staatsanwaltschaft in Augsburg verwies jedenfalls auf das Steuergeheimnis und nahm zunächst keine Stellung, obwohl der Fund schon zwanzig Monate zurücklag. Nach Ansicht des Rechtsanwalts und Kunstrechtlers Peter Raue ist die lange dauernde Geheimhaltung durch die Behörden der wahrscheinlich größte Kunstskandal der deutschen Nachkriegszeit.[76] Auch der Provenienzforscher Willi Korte äußerte Kritik an der Geheimhaltung und schlug die Beteiligung des Kulturstaatsministers an der Aufklärung vor.[77]

Anne Webber, Gründerin und Vorstandsmitglied der in London ansässigen Commission for Looted Art in Europe,[78] forderte die sofortige Veröffentlichung einer Liste der Bilder. Ihre Kommission vertrete Hunderte von Familien auf der ganzen Welt und suche Tausende von Gemälden. „Wir brauchen eine Kultur der Transparenz und die Kunstwerke so schnell wie möglich zurück.“[79]

Rüdiger Mahlo, der Deutschland-Repräsentant der 1951 gegründeten Jewish Claims Conference, der die Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer des Nationalsozialismus vertritt, erklärte, der Fall und der behördliche Umgang mit den aufgefundenen Kunstwerken schienen „symptomatisch für den Umgang mit NS-Raubkunst zu sein“.[80]

Reaktionen[Bearbeiten]

Die deutschen Behörden streiten sich darüber, wer die Verantwortung dafür trägt, dass die Kunstwerke so lange unter Verschluss blieben. Nach Darstellung des bayerischen Justizministeriums in München soll das Berliner Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen schon lange mit dem Fall befasst sein. Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen ist zuständig für Rückgabe von Kulturgütern, die während der NS-Zeit ihren Besitzern abgepresst worden sein könnten, es gehört zum Geschäftsbereich des Finanzministers Wolfgang Schäuble.

Die Kritik Rüdiger Mahlos hatte Erfolg: Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 18. November 2013 wird die Taskforce-Expertenrunde unter wissenschaftlicher Leitung des Diplom-Kunsthistorikers Uwe Hartmann von ursprünglich sechs auf zehn Personen erweitert, darunter zwei Repräsentanten der Jewish Claims Conference und ein Vertreter der Staatsanwaltschaft.[81]

Kritik am öffentlichen Umgang mit Cornelius Gurlitt[Bearbeiten]

Die Journalistin Julia Voss kritisierte den von den Behörden geschaffenen Präzedenzfall Gurlitt und stellte dessen Rechtmäßigkeit infrage. Offenbar werde von Privatpersonen, die im Besitz von Raubkunst seien, mehr Transparenz gefordert als von öffentlichen Institutionen. So müsse nun eine Privatperson für jahrelange Versäumnisse von Bund und Ländern einstehen.[82]

Der Kunsthistoriker Daniel Kothenschulte kritisierte in einem Zeitungsbeitrag Die verlorene Ehre des Cornelius Gurlitt den rücksichtslosen Umgang der Medienöffentlichkeit mit Cornelius Gurlitt: „Cornelius Gurlitt war kein Sammler, er war ein Erbe. Er war kein Kurator wie sein Vater. Er sieht sich bis heute als Bewahrer, und das muss man ihm glauben, auch wenn er damit wohl zuletzt an die Allgemeinheit dachte. Seine offensichtliche Sozialangst stand jedem Sinn für das Öffentliche entgegen. Dass man ihn nun an die Öffentlichkeit zerrt, muss er als traumatisch empfinden.“[83]

Der Berner Galerist Eberhard W. Kornfeld, der selbst in geschäftlichem Kontakt mit Gurlitt stand, bezeichnete die Ereignisse um den Münchner Kunstfund als eine Medienhysterie, in der mit reißerischen Titelseiten und Artikeln ohne jegliche Rücksicht auf präzise Informationen gearbeitet werde. Mahnende Stimmen, die die Ereignisse relativierten, würden nicht wahrgenommen. Auch werde mit zweierlei Maß gemessen: Während Ferdinand Möller in Deutschland als großer Held und Retter „entarteter“ Kunst gelte, werde Hildebrand Gurlitt für die gleiche Tat verteufelt und sein noch vorhandenes Erbe beschlagnahmt.[84]

Reaktionen[Bearbeiten]

Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger räumte Versäumnisse seitens der Behörden ein: „Er hat in jedem Fall das Recht, ordnungsgemäß behandelt zu werden wie jeder andere auch. Als Beschuldigter hat man das Recht, informiert zu werden. Wenn die Verdachtsgründe sich nicht verdichten und wenn nicht genug Gründe vorliegen für die Beschlagnahmung, dann muss entsprechend entschieden werden. Das ist ein Recht, das er sehr wohl geltend machen kann.“

Warum Cornelius Gurlitt auch den Teil der Werke, der von der Augsburger Staatsanwaltschaft selbst als unbedenklich und somit als Gurlitts rechtmäßiges Eigentum eingeschätzt wird, nicht längst zurückbekam, warum er weder eine Anklageschrift erhielt, noch der zuständige Leiter der Staatsanwaltschaft, Reinhard Nemetz, nach der ersten Vernehmung weiteren Kontakt mit Gurlitt gesucht habe, konnte Leutheusser-Schnarrenberger nicht erklären.[85]

Am 19. November 2013 kündigte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz an, dass die im rechtmäßigen Eigentum von Cornelius Gurlitt stehenden Kunstwerke diesem unverzüglich zur „Rücknahme angeboten“ werden.[86]

Vorwurf der politischen Strafjustiz[Bearbeiten]

In einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung warf Volker Rieble am 25. November 2013 der Staatsanwaltschaft Augsburg vor, im Fall Gurlitt die Rechtsstaatlichkeit zu pervertieren. Er sprach der Beschlagnahme der Bilder und ihrer Veröffentlichung im Internet jegliche rechtsstaatliche Grundlage ab. Die Staatsanwaltschaft habe keine politischen Aufgaben zu erfüllen und sei nicht dazu berufen, die wahren Eigentümer von Kunstwerken zu ermitteln. In einem Rechtsstaat sei es für die Staatsanwaltschaft völlig irrelevant, ob Eigentums- und Besitzverhältnisse politische Fragen aufwürfen; sie habe mit zivilrechtlichen Ansprüchen grundsätzlich nichts zu tun. Sie dürfe weder potentielle Anspruchsberechtigte über die Existenz der Bilder informieren (weil sie damit das „Strafverfahrensgeheimnis“ breche) noch eine Bilderliste ins Internet stellen, und so jedermann über die Vermögenslage informieren und das Risiko von Cornelius Gurlitt steigern, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden. Der Vorschlag der Bundesjustizministerin, im Falle eines Verzichts das Strafverfahren einzustellen, sei obszön. So würden nur Diktaturen Strafverfahren ausnützen. Der Rechtsstaat und die Grundrechte müssten die Staatsgewalt gerade dann zügeln, wenn sie zum guten Zweck und mit Zustimmung der Bevölkerungsmehrheit über das Individuum herfalle.[11]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münchner Kunstfund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Rechtsstaatlicher Expressionismus. Der Spiegel, 18. November 2013
  2. „Kein Zufallsfund“. Reinhard Nemetz im Interview mit Heribert Prantl. Süddeutsche Zeitung vom 22. November 2013
  3. Stefan Koldehoff, Tobias Timm: Endlich sind sie wieder da!, Die Zeit, Nr. 46, 7. November 2013
  4. Ingeborg Ruthe: Handlanger der Nazis, Frankfurter Rundschau, 4. November 2013
  5. Pannenserie Zu viele Fragen sind offen br.de, 20. November 2013, abgerufen 20. November 2013
  6. Daniel Boese: Sensationsfund. Pressekonferenz, art – Das Kunstmagazin, 5. November 2013
  7. Sensationeller Kunstschatz in München. Focus, 3. November 2013, abgerufen am 3. November 2013.
  8. a b Peter Dittmar: Wie Picassos in einer vermüllten Wohnung landeten. Die Welt, 3. November 2013, abgerufen am 4. November 2013.
  9. Kunstfund in München: Was wird aus dem Bilderschatz?, spiegel.de, 6. November 2013, abgerufen am 6. November 2013
  10. a b Julia Voss: Münchner Kunstfund: Wo bleibt der Rechtsstaat? Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. November 2013, abgerufen am 17. November 2013.
  11. a b c Volker Rieble: Schwabinger Kunstfund: Politische Strafjustiz. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. November 2013, abgerufen am 25. November 2013.
  12. a b c Stephanie Lahrtz: Münchner Kunstfund: Alle Bilder Gurlitt zurückgeben? Neue Zürcher Zeitung, 25. November 2013, abgerufen am 28. November 2013.
  13. Interview: Kunstexpertin fordert Rückgabe aller Bilder an Gurlitt. In: Augsburger Allgemeine, 4. Dezember 2013, abgerufen am 6. Dezember 2013.
  14. Louise Barnett: Art dealer paid Nazis just 4,000 Swiss Francs for masterpieces, Daily Telegraph, 10. November 2013, abgerufen am 11. November 2013
  15. Alexander Ikrat: Münchner Kunst auch in Kornwestheim?, stuttgarter-nachrichten.de, 10. November 2013, abgerufen am 11. November 2013
  16. Gemeinsame Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, des Bundesministeriums für Finanzen und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, abgerufen am 12. November 2013
  17. Bund und Bayern veröffentlichen verdächtige Werke. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. November 2013. 
  18. Münchner Kunstschatz: Behörden veröffentlichen verdächtige Werke aus Gurlitt-Fundus, Spiegel Online vom 11. November 2013
  19. Tim Ackermann: Eine neue Spur im Fall Gurlitt führt nach Dresden. Die Welt, 12. November 2013, abgerufen am 13. November 2013.
  20. sueddeutsche.de: Behörden veröffentlichen erste Bilder im Internet
  21. FAZ.net: 590 Bilder werden veröffentlicht
  22. Presse hat Recht auf Liste der Gurlitt-Bilder (Memento vom 31. Januar 2014 im Internet Archive), wdr.de, abgerufen am 3. Februar 2014
  23. Lucas Elmenhorst: Anmerkungen zum Vorschlag einer „Lex Gurlitt“. Handelsblatt, 9. Januar 2014, abgerufen am 29. Januar 2014.
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  27. http://www.zeit.de/kultur/kunst/2014-02/gurlitt-kunstwerke-salzburg
  28. http://www.fr-online.de/raubkunst/kunstfund-gurlitt-hortete-noch-mehr-bilder,25064474,26158988.html
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  31. Zum Salzburger Kunstfund handelsblatt.com
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  33. Testament von Cornelius Gurlitt. Sammlung Gurlitt soll ins Ausland gehen, süddeutsche.de vom 6. Mai 2014.
  34. Sammlung Gurlitt kommt nach Bern: «Wie ein Blitz aus heiterem Himmel». In: Neue Zürcher Zeitung. 7. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
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  71. Chagall gehörte jüdischer Familie, stuttgarter-nachrichten.de, 11. Dezember 2013, abgerufen am 17. Dezember 2012
  72. Münchner Kunstfund von ausserordentlicher Qualität. Wenig Klarheit über Eigentumsverhältnisse, Neue Zürcher Zeitung vom 6. November 2013
  73. Strauss-Kahns Ex-Frau fordert Gemälde zurück, welt.de, 8. November 2013, abgerufen am 8. November 2013
  74. 1500 verschollene Kunstwerke in Wohnung entdeckt, Süddeutsche Zeitung, 3. November 2013
  75. Meike Hoffmanns Rede auf der Tagung am 3./4. Sept. 2013 in Berlin, im Original per Video, [1]
  76. Bedeutendster Kunstfund der Nachkriegszeit. n24.de, 4. November 2013, abgerufen am 4. November 2013
  77. Münchener Kunstfund ist „politisches Problem der Bundesregierung“ in Deutschlandradio, 8. November 2013, abgerufen am 9. November 2012
  78. www.lootedartcommission.com, siehe auch englische Wikipedia
  79. Harriet Alexander, Louise Barnett, Nick Squires: Art experts demand Germany releases list of €1bn Nazi art trove. In: The Telegraph. 4. November 2013, abgerufen am 4. November 2013
  80. Ein Fall von Massenraubmord. In: Jüdische Allgemeine. 4. November 2013, abgerufen am 5. November 2013
  81. Jewish Claims Conference an Gurlitt Task Force beteiligt in: Der Spiegel, 18. November 2013, abgerufen am 19. November 2013
  82. Julia Voss: Gurlitt-Datenbank: Der Präzedenzfall. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. November 2013, abgerufen am 13. November 2013.
  83. Daniel Kothenschulte: Die verlorene Ehre des Cornelius Gurlitt. In: Die Welt. 19. November 2013, abgerufen am 19. November 2013.
  84. Eberhard W. Kornfeld: Der Münchner Kunstfund: Eine Medienhysterie. Neue Zürcher Zeitung, 23. November 2013, abgerufen am 28. November 2013.
  85. Leutheusser-Schnarrenberger zum Fall Gurlitt - „Rechthaberei hilft hier nicht weiter“, Süddeutsche Zeitung 17. November 2013.
  86. OSta Nemetz: Presseerklärung zum Umgang mit dem sog. „Schwabinger Kunstfund“. (PDF; 14 kB) 19. November 2013, abgerufen am 19. November 2013.