Schwalmtal (Hessen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwalmtal
Schwalmtal (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwalmtal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 41′ N, 9° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Vogelsbergkreis
Höhe: 332 m ü. NHN
Fläche: 54,38 km2
Einwohner: 2788 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 36318,
36304 (Hardtmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06638 und 06630Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: VB
Gemeindeschlüssel: 06 5 35 017
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alsfelder Straße 72
36318 Schwalmtal
Website: www.schwalmtal-hessen.de
Bürgermeister: Timo Georg (FWG)
Lage der Gemeinde Schwalmtal im Vogelsbergkreis
AntrifttalAlsfeldGrebenauSchlitz (Vogelsbergkreis)KirtorfHomberg (Ohm)Mücke (Hessen)Gemünden (Felda)RomrodSchwalmtal (Hessen)Lauterbach (Hessen)Wartenberg (Hessen)FeldatalLautertal (Vogelsberg)UlrichsteinHerbsteinSchotten (Stadt)GrebenhainFreiensteinauLandkreis Marburg-BiedenkopfSchwalm-Eder-KreisLandkreis Hersfeld-RotenburgLandkreis FuldaWetteraukreisMain-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Schwalmtal ist eine Gemeinde im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwalmtal liegt am Oberlauf der Schwalm am Nordrand des Vogelsberges.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Städte Alsfeld und Grebenau, im Osten an die Stadt Lauterbach, im Süden an die Gemeinde Lautertal sowie im Westen an die Gemeinde Feldatal und die Stadt Romrod.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schwalmtal besteht aus neun Ortsteilen:

Storndorf und Brauerschwend sind die beiden größten Ortsteile.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Schwalmtal am 31. Dezember 1971 durch den Zusammenschluss der bisher eigenständigen Gemeinden Brauerschwend, Hergersdorf, Hopfgarten, Ober-Sorg, Rainrod, Renzendorf, Storndorf, Unter-Sorg und Vadenrod neu gebildet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwalmtal: Einwohnerzahlen von 1970 bis 2015
Jahr  Einwohner
1970
  
3.456
1972
  
3.432
1976
  
3.365
1984
  
3.160
1992
  
3.355
2000
  
3.300
2005
  
3.207
2010
  
2.646
2015
  
2.817
Quellen: [3][4]; 1972:[5]; 1976:[6]; 1984:[7]; 1992:[8]; 2000:[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[10] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[11][12]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
  
Insgesamt 15 Sitze
  • SPD: 5
  • BLS: 10
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 33,8 5 34,7 5 44,7 10 47,3 11
Bürgerliste Schwalmtal Bürgerliste Schwalmtal[13] 66,2 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 46,4 7 39,0 9 38,0 9
FWG Freie Wählergemeinschaft Schwalmtal 18,9 3 16,3 4 14,7 3
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 63,7 59,6 69,8 67,7

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Juli 2012 ist Timo Georg Bürgermeister der Gemeinde Schwalmtal. Er setzte sich in der Bürgermeisterwahl am 11. März 2012 mit 56,3 % der abgegebenen Stimmen gegen zwei Gegenkandidaten durch. Der bisherige Bürgermeister Jürgen Adam (SPD) hatte nach 18 Jahren im Amt auf eine erneute Kandidatur verzichtet.[14]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile Brauerschwend und Storndorf besitzen beide eine Grundschule, einen Kindergarten und ein Lebensmittelgeschäft. Des Weiteren gibt es in beiden Orten eine Filiale der VR-Bank. Das Hauptindustriegebiet der Gemeinde ist in Storndorf angesiedelt. Außerdem liegt die Kreismülldeponie, die von dem ZAV verwaltet wird, auf der Gemarkung der Gemeinde. Im Ortsteil Rainrod gibt es zwei Schreinereien (Adolf Dickel und Erwin Welker) und die über die Region hinaus bekannte Gaststätte Graulich. In Hergersdorf befindet sich ein Versicherungsbüro mit Hauptsitz in Alsfeld (Anita Müller-Dippel, LVM-Versicherungen).

In Brauerschwend sowie in Storndorf befinden sich je eine Praxis für Allgemeinmedizin sowie je eine Zahnarztpraxis.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 254, die von Alsfeld über Lauterbach nach Fulda führt. Vor einigen Jahren wurde die Trassenführung zur Ortsumgehung geändert.

Der Bahnhof Renzendorf war bis zum Dezember 2011 Haltepunkt der Vogelsbergbahn.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 347.
  3. Schwalmtal, Vogelsbergkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. „Zahlen, Daten, Fakten“. In: Internetauftritt. Gemeinde Schwalmtal, abgerufen im Juni 2018. (Daten aus Web-Archiv)
  5. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1972; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 4. August 1972. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 33, S. 1424, Punkt 1025 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,9 MB]).
  6. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1977; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 15. Dezember 1976. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1976 Nr. 52, S. 2283, Punkt 1668 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 10,3 MB]).
  7. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1985; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 30. Oktober 1984. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1984 Nr. 46, S. 2175, Punkt 1104 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  8. Der Hessische Minister des Inneren: Kommunalwahlen 1993; Maßgebliche Einwohnerzahlen der Gemeinden vom 21. Oktober 1992. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1992 Nr. 44, S. 2766, Punkt 935 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,1 MB]).
  9. Gemeindedatenblatt: Schwalmtal. In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH; (PDF; 222 kB).
  10. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  12. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  13. CDU/FWG-Fraktion informiert am 20. November 2015 über die Bildung einer Bürgerliste Schwalmtal
  14. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Schwalmtal

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwalmtal (Hessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien