Schwarz (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Schwarz führt kein Wappen
Schwarz (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwarz hervorgehoben
Koordinaten: 53° 13′ N, 12° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Röbel-Müritz
Höhe: 57 m ü. NHN
Fläche: 26,3 km2
Einwohner: 375 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17252
Vorwahl: 039827
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 133
Adresse der Amtsverwaltung: Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Webpräsenz: www.amt-roebel-mueritz.de
Bürgermeister: Christian Stehlmann
Lage der Gemeinde Schwarz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Schwarz ist eine Gemeinde im äußersten Süden des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schwarz liegt am Schwarzer See, südlich der Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Schwarzer See und der mit ihm verbundene Zethner See sind die westlichsten einer Kette von Seen, die sich über Fürstenberg/Havel bis nach Lychen in der Uckermark hinziehen und einen Abschnitt der Müritz-Havel-Wasserstraße bilden. Das Gelände um Schwarz hat ein markantes, hügeliges Relief, das vom Vorstoß der Eismassen der Weichseleiszeit herrührt und am Alten Mühlenberg maximal 99,1 m ü. NN erreicht. Die Stadt Mirow im früher östlich angrenzenden Landkreis Mecklenburg-Strelitz ist etwa neun Kilometer, die brandenburgische Stadt Rheinsberg zirka 20 Kilometer entfernt. Der Amtssitz Röbel/Müritz liegt bereits in 25 Kilometer Entfernung, dies war unter anderem der Grund für einen langjährigen Streit um die Landkreis-Zugehörigkeit.

Zu Schwarz gehören die Ortsteile Buschhof und Langenschlage. Im Süden des Gemeindegebiets liegt das Naturschutzgebiet Wumm- und Twernsee.

Die Gemeinde hat eine günstige Lage zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und dem Rheinsberger Seengebiet und profitiert dadurch vom Tourismus.

Zethner See in Schwarz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Schwarz

Wie auch die Nachbargemeinde Lärz taucht 1237 der ursprünglich slawisch besiedelte Ort in einer Urkunde des Fürsten Nikolaus I. von Werle auf, in der die Zugehörigkeit zum Kloster Dobbertin dokumentiert wird. Der Ortsname ist dem altslawischen svrice für Grille entlehnt. 1257 wird die Wüstung Cetim erwähnt. 1282 vergibt Markgraf Albrecht III dem Kloster Dobbertin das Kirchenpatronat über die Kirche. Um 1490 gehörte Schwarz zur Herrschaft Ruppin. Die Grundherrschaft übte allerdings das Kloster Dobbertin aus. Im 16. oder 17. Jahrhundert kam Schwarz an Mecklenburg.

Die Herrschaft des Klosters über die so genannte „Hintersandprobstei“ dauert bis in das Jahr 1918, wenngleich Schwarz seit 1701 zum Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin gehörte. Die erste Dorfschule ist für 1797 bezeugt, des Weiteren gab es eine Glashütte, eine Mühle, eine Schmiede sowie eine Försterei und eine Fischerei. 1918 hat Schwarz 345 Einwohner, eine Poststation, 29 Erbpächter, 9 Erbbündnereien, 1 Pfarrhüfler, 12 Häusler, 10 Lehmhäusler, Erbwindmühle, Schmiede, Erbkrug, Pfarrhaus, eine Schule und eine Industrieschule. 1934 wird die Feuerwehr Schwarz gegründet.

1816 wurde Buschhof urkundlich erstmals erwähnt sowie eine Brennerei und eine Schule im Ort.

In Schwarz sind heute neben der Landwirtschaft einige kleine Handwerksunternehmen sowie ein Kiesabbau-Betrieb vertreten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Findlingsgarten in Schwarz

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Schwarz (Mecklenburg)

  • Barocke Dorfkirche mit Turm in Schwarz von 1767
  • Pfarrhof mit Pfarrhaus in Schwarz von 1866
  • Hof Gräven, ein Mitteldeutsches Ernhaus (Wohnstallhaus) vom Endes des 18. Jahrhunderts
  • Hof Pape, ein zweigeschossiges Büdnerhaus vom Endes des 18. Jh.
  • Gutsanlage mit Gutshaus in Buschhof
  • ehemaliger Bahnhof in Buschhof
  • Findlingsgarten in Schwarz

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarz liegt etwas abseits der überregionalen Straßenverbindungen. Aus Richtung Norden gelangt man über die Kleinstadt Mirow (an der Bundesstraße 198) nach Schwarz, weitere Straßen führen nach Rheinsberg und Wittstock/Dosse. Der nächste Bahnhof befindet sich in Mirow an der Strecke Mirow–Neustrelitz. Die Anbindung an Mirow wird unter der Woche mit den Linienbussen der MVVG sichergestellt. In den Schulferien ist das Angebot auf einzelne Wochentage beschränkt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarz (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schwarz auf der Website des Amtes Röbel-Müritz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).