Schwarzach (Rheinmünster)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schwarzach
Gemeinde Rheinmünster
Wappen von Schwarzach
Koordinaten: 48° 44′ 45″ N, 8° 2′ 41″ O
Höhe: 132 m ü. NN
Fläche: 13,07 km²
Einwohner: 1879 (31. Mai 2018)
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 77836
Vorwahl: 07227
Schwarzacher Münster
Schwarzacher Münster
Luftaufnahme von Schwarzach von Westen aus

Schwarzach ist einer der größten Ortsteile der Gemeinde Rheinmünster. Schwarzach gehört zum Landkreis Rastatt und liegt in der Rheinebene.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Dorf fließt der Acherner Mühlbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Schwarzach wurde stark von der Benediktinerabtei geprägt. In der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine eigene Pfarrei, zu der die Dörfer Hildmannsfeld, Greffern, Moos, der Weiler Kinzhurst und später auch Leiberstung gehörten. Bis 1803 wurde das Kloster von den Benediktinermönchen bewohnt. Im Rahmen der Säkularisation übernahm der Markgraf Badens die Klosteranlage mit der Klosterkirche, weshalb diese heute im Besitz des Landes Baden-Württemberg ist.

Am 1. Oktober 1974 fusionierte Schwarzach mit drei weiteren Gemeinden zur neuen Gemeinde Rheinmünster.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzacher Münster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Klosterkirche ist eine der bedeutendsten romanischen Kirchen im Umkreis von Bühl. Erbaut wurde sie zwischen 1150 und 1190. 1302 baute man das Münster nach einem verheerenden Großbrand neu auf. 1969 renovierte man erstmals das Kircheninnere und wollte damit die romanischen Ursprünge neu herausstellen. Zu dem Münster gehört auch noch der anschauliche Klostergarten, den man täglich besuchen kann.

Andere historische Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schwarzach stehen noch viele Gebäude und auch Mauern, die unter Denkmalschutz stehen. Dazu gehören das ehemalige klösterliche Amtshaus, das Gasthaus Engel und das Beinhaus, ein Bestandteil des ehemaligen Kirchenhofs.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzach war Knotenbahnhof der Mittelbadischen Eisenbahnen. Heute hat die SWEG einen Lokschuppen und ein Omnibusdepot.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Lutz (* 17. März 1833 in Schwarzach; † 3. Oktober 1913 in Mannheim-Feudenheim), Unternehmer
  • Josef Harbrecht (* 22. Dezember 1884 in Schwarzach; † 22. Juni 1966 in Bühl), Politiker (Zentrum, BCSV, CDU)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 483.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Informationsbroschüre Rheinmünster Weka info verlag
  • Kunst und Kultur Broschüre „Programm 2012“
  • Zeitung „am Sonntag“/Region
  • Kloster Schwarzach in Rheinmünster Suso Gartner Verlag " seitenweise "

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schwarzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien