Schwarzbach (Weiße Elster)

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Schwarzbach
Quellgebiet des Schwarzbaches

Quellgebiet des Schwarzbaches

Daten
Gewässerkennzahl DE: 56612
Lage Vogtland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Weiße Elster → Saale → Elbe → Nordsee
Quelle am Počátecký vrch bei Počátky
50° 19′ 19″ N, 12° 26′ 1″ O
Quellhöhe 737 m
Mündung bei Adorf/Vogtl. in die Weiße ElsterKoordinaten: 50° 19′ 16″ N, 12° 15′ 26″ O
50° 19′ 16″ N, 12° 15′ 26″ O
Mündungshöhe 445 m
Höhenunterschied 292 m
Länge 15 km
Einzugsgebiet 54,9 km²[1]

Der Schwarzbach ist ein rechter Nebenfluss der Weißen Elster.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mündung in die Weiße Elster

Der Schwarzbach entspringt etwa 150 m hinter der Grenze auf tschechischer Seite am Hang des Počátecký vrch (deutsch: Ursprungberg). Nach kurzer Laufstrecke, die auf deutscher Seite Hinterer Langebach genannt wird, wird er im Hinteren Floßteich gemeinsam mit dem Vorderen Langebach aufgestaut. Im weiteren Verlauf mündet der Abfluss des Vorderen Floßteiches ein. Dieser sammelt das Wasser der eisenhaltigen Roten Säure (mundartlich: Rotseierbächel), welches seine Quellen am Hohen Brand hat. Die Färbung wird durch Brauneisenstein verursacht.

Bis zum Zufluss des Gopplasgrüner Baches in der Erlbacher Ortsmitte wird das Gewässer Floßbach genannt. Danach fließt es als Schwarzbach weiter durch Markneukirchen sowie dessen Ortsteil Siebenbrunn und mündet in Adorf in die Weiße Elster.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinterer Floßteich

Ursprünglich hieß der Schwarzbach Kleine Elster (1122 Alestra secunda, 1165 Alestra minor). Um 1150 verlief die Nordgrenze des Egerlandes von der Leibitsch bis zur Schwarzbachquelle und dann weiter entlang des Schwarzbaches bis zu dessen Mündung in die Weiße Elster.[2]

Weil man auf ihm früher das Flößerhandwerk ausgeübt hat, wurde er auch Floßgraben und im 18. Jahrhundert Floßbach genannt. Zum Zwecke der Flößerei wurde im Erlbacher Ortsteil Landesgemeinde in 623 m ü. NN im Jahr 1581 der Hintere Floßteich angelegt, der das Wasser mehrerer Quellen sammelt. Nicht weit davon entfernt entstand flussabwärts an einem kleinen Nebenbach der Vordere Floßteich. Auf dessen Damm ist der ehemalige hölzerne Wasserdurchlass, eine sogenannte Dole ausgestellt.

Das Holz aus der Landesgemeinde wurde bis nach Leipzig und Halle geflößt. Schon im Jahr 1595 war die Hälfte des Landesgemeindewaldes verhauen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thüringer Landesanstalt für Umwelt (Hrsg.): Gebiets- und Gewässerkennzahlen Verzeichnis und Karte. Jena 1998; 26 S.
  2. Erich Wild: Geschichte von Markneukirchen. Stadt und Kirchspiel, Plauen 1925 (Beilageheft zur 34. Jahresschrift 1925 des Vereins für vogtländische Geschichte und Altertumskunde).