Schwarzbrennerei

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Schnapsbrennkessel einer schwäbischen Geheimbrennerei

Unter Schwarzbrennerei wird die illegale (oftmals häusliche) Herstellung von Spirituosen verstanden. Es wird heimlich eine Anlage zum Schnaps-Brennen betrieben. In den USA werden schwarzgebrannte Spirituosen als Moonshine bezeichnet.[1] Dieser Name stammt aus der Prohibitions­zeit, während der die Schwarzbrenner in den ländlichen Gegenden nachts ihren Alkohol brannten. Dadurch konnten sie die versteckten Destillen vor den Prohibitionsagenten verbergen.

In vielen Ländern ist die private Herstellung von Spirituosen ohne Erlaubnis verboten oder stellt unangemeldet einen Verstoß gegen Branntweinsteuer­gesetze dar. Schwarzbrennerei ist gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen traditionell vorhanden. In der Steiermark beispielsweise stellte die Zollverwaltung im Jahr 2012 fest, dass 15 bis 20 Prozent der Brennereien ohne Genehmigung betrieben wurden.[2] Einen Anreiz für Schwarzbrennerei können hohe Steuern und hohe Preise wie in den skandinavischen Ländern oder Alkoholverbote darstellen.

In Deutschland ist nach dem Recht des Branntweinmonopols die Herstellung von Branntwein (Brennen) und der Gewahrsam von Brenngeräten anmelde- und überwachungspflichtig, er erfolgt in mit Brennrechten ausgestatteten Verschlussbrennereien oder nach dem Verfahren der Abfindungsbrennerei.

Zolltechnisch wird in Deutschland zwischen Schwarzbrennerei und Geheimbrennerei unterschieden:[3]

Schwarzbrennen
ist die Herstellung von Branntwein durch Manipulation ordnungsgemäß angemeldeter Anlagen und Geräte ohne steuerliche Erfassung.

Geheimbrennen
ist die Herstellung von Branntwein mit Geräten und Anlagen, die bei der Monopolverwaltung nicht angemeldet sind.
Schwarzbrennen von serbischem Obstbrand unter freiem Himmel

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1.  Stefan Gabányi: Stichwort: Moonshine. In: Schumann’s Whisk(e)ylexikon. Heyne Verlag, München 1996, ISBN 3-453-11529-5, S. 239f.
  2. Schnaps: Ein Fünftel brennt schwarz ORF, 9. April 2012
  3. „Geheimbrennen“ oder „Schwarzbrennen“ − was ist richtig? Bundesministerium der Finanzen (BMF), Website der Zollverwaltung zoll.de. Abgerufen am 30. April 2014.
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