Schwarzenacker

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Schwarzenacker
Stadt Homburg
Koordinaten: 49° 17′ 21″ N, 7° 19′ 19″ O
Einwohner: 643 (1. Jun. 2018)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66424
Vorwahl: 06848
Schwarzenacker (Saarland)
Schwarzenacker

Lage von Schwarzenacker im Saarland

Das Edelhaus am Römermuseum in Schwarzenacker
Das Edelhaus am Römermuseum in Schwarzenacker

Schwarzenacker ist ein Ortsteil von Einöd, das wiederum ein Stadtteil der saarpfälzischen Kreisstadt Homburg im Saarland ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gelände rund um das Edelhaus wurden Überreste einer gallo-römischen Siedlung entdeckt, die als Station am Kreuzungspunkt der römischen Straßen zwischen Metz (Divodurum) und Worms (Civitas Vangionum) sowie Trier (Augusta Treverorum) und Straßburg (Argentoratum) eine wichtige Bedeutung hatte.[2] Somit dürfte Schwarzenacker der älteste Teil der heutigen Kreisstadt Homburg sein. Die gallo-römische Siedlung, die um Christi Geburt entstand und 275/276 n. Chr.[3] durch die Alemannen zerstört wurde, soll Niederschriften von Mönchen des nahegelegenen Klosters Wörschweiler zufolge die Größe des mittelalterlichen Worms gehabt haben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schwarzenacker befindet sich das Römermuseum der Stadt Homburg. Im von Jonas Erikson Sundahl entworfenen Edelhaus nahe dem Römermuseum sind einige Werke des Malers Johann Christian von Mannlich ausgestellt, die bis 2003 in der Alten Pinakothek in München zu sehen waren.

Die Stadt Homburg bietet standesamtliche Eheschließungen samstags im Christian-von-Mannlich-Salon des Edelhauses an.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schwarzenacker befinden sich einige sehenswerte Bauwerke, die in der Denkmalliste des Saarlandes als Einzeldenkmale oder Ensemblebestandteil aufgeführt sind.[4] Dazu zählt unter anderem das außerhalb der Ortslage gelegene Ensemble Audenkellerhof, eine Hofanlage aus dem 4. Viertel des 17. Jahrhunderts, bestehend aus Wohnhaus, Scheune mit Wohnteil und Wirtschaftsgebäude. Des Weiteren befindet sich im Ort selbst der sogenannte Schwedenhof, eine Hofanlage aus dem Jahr 1723 mit Umbauten des 19. und 20. Jahrhunderts und das Edelhaus, ein Gutshof von 1722. Beide sind von Jonas Erikson Sundahl entworfen.

Unter Denkmalschutz stehen auch die beiden Sakralbauten des Ortes, die protestantische Christuskirche von 1958 bis 1960 und die katholische Filialkirche Mariä Geburt von 1961 bis 1962.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzenacker wird von der Bundesstraße 423 durchquert. Zudem wird der Ort von der Autobahn A8 tangiert, hat aber keine eigene Anschlussstelle.

Im 30-Minuten-Takt verkehrt die Regionalbuslinie R7 vom Homburger Hauptbahnhof über Schwarzenbach, Schwarzenacker und Einöd bis nach Zweibrücken.

Der Bahnhof Schwarzenacker wurde 1857 mit der Fertigstellung der Bahnstrecke Homburg–Zweibrücken eröffnet. Bereits 1866 wurde der Ort mit Eröffnung der Würzbachbahn nach Hassel und deren Durchbindung nach St. Ingbert ein Jahr später zum Eisenbahnknotenpunkt. 1991 wurde der Personenverkehr eingestellt, nachdem die Verbindung nach Zweibrücken bereits 1989 eingestellt worden war. Eine Möglichkeit der Reaktivierung der Strecke nach Zweibrücken besteht in der Verlängerung der S-Bahn-Linie 1 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) über Homburg bis Zweibrücken. Der in Schwarzenacker dann mögliche Haltepunkt wäre nur etwa 150 Meter vom Römermuseum und dem Edelhaus entfernt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzenacker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Römermuseum Schwarzenacker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homburg: Daten und Fakten, Einwohner nach Stadtteilen, abgerufen am 1. Juli 2018
  2. Paul MacKendrick: Deutschlands Römisches Erbe. F. A. Brockhaus, Wiesbaden 1972, ISBN 3-7653-0242-2, S. 151.
  3. www.roemermuseum-schwarzenacker.de.
  4. a b Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Saarpfalz-Kreis (PDF; 1,2 MB), abgerufen am 23. August 2012