Schwarzenbach (Niederösterreich)

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Marktgemeinde
Schwarzenbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Schwarzenbach
Schwarzenbach (Niederösterreich) (Österreich)
Schwarzenbach (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 22,34 km²
Koordinaten: 47° 38′ N, 16° 21′ OKoordinaten: 47° 38′ 1″ N, 16° 21′ 1″ O
Höhe: 383 m ü. A.
Einwohner: 927 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 41 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2802, 2803
Vorwahl: 02645
Gemeindekennziffer: 3 23 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 4
2803 Schwarzenbach
Website: www.schwarzenbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Bernd Rehberger (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
14
5
14 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Schwarzenbach im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad ErlachBad Fischau-BrunnBad SchönauBrombergEbenfurthEggendorfFelixdorfGutensteinHochneukirchen-GschaidtHochwolkersdorfHohe WandHollenthonKatzelsdorfKirchschlag in der Buckligen WeltKrumbachLanzenkirchenLichteneggLichtenwörthMarkt PiestingMatzendorf-HöllesMiesenbach (Niederösterreich)MuggendorfPernitzRohr im GebirgeSchwarzenbachSollenauTheresienfeldWaidmannsfeldWaldeggWalpersbachWeikersdorf am SteinfeldeWiesmathWinzendorf-MuthmannsdorfWöllersdorf-SteinabrücklZillingdorfWiener NeustadtNiederösterreichLage der Gemeinde Schwarzenbach (Niederösterreich) im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Schwarzenbach NÖ.JPG
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schwarzenbach ist eine Marktgemeinde mit 927 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzenbach liegt in der Buckligen Welt, im Industrieviertel Niederösterreichs, etwa 20 Kilometer südlich von Wiener Neustadt, direkt an der Landesgrenze zum Burgenland. Die Marktgemeinde erstreckt sich am Südende des Rosaliengebirges und der Ostkante der Buckligen Welt, die sich hier gegen Südosten gegen die Mittelburgenländische Bucht absenken, eine Gegend, die Landseer Berge genannt wird.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 22,31 Quadratkilometer. 48,22 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzige Ortschaft ist Schwarzenbach. Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Schwarzenbach.

Erioll world.svg Schwarzenbach
Schwarzenbach (Zerstreut)

Erioll world.svg Alm
Erioll world.svg Eggenbuch (R)
Erioll world.svg Essengraben (R)
Erioll world.svg Glasgraben (ZH)
Erioll world.svg Hackbichl (ZH)
Erioll world.svg Hocheckgraben (R)
Erioll world.svg Hochegg (R)
Erioll world.svg Königsbichl (ZH)
Erioll world.svg Oberau (R)
Erioll world.svg Radschuleiten (ZH)
Erioll world.svg Schölderl (ZH)
Erioll world.svg Schön (R)
Erioll world.svg Schulau R
Erioll world.svg Trift (R)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochwolkersdorf Mattersburg
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Nachbargemeinden Sieggraben
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Wiesmath Oberpetersdorf
Katastralgemeinde von Kobersdorf (Bez. Oberpullendorf, Bgld.)

Hauptort der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzenbach (Hauptort einer Marktgemeinde)
Ortschaft (Hauptort der Gemeinde)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wiener Neustadt-Land (WB), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Schwarzenbach  (KG Schwarzenbach)
Koordinaten 47° 38′ 13″ N, 16° 21′ 0″ O
Höhe 383 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 927 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 284 (2001f1)
Postleitzahl 2803f1
Vorwahl +43/02645f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06663
Zählsprengel/ -bezirk Schwarzenbach (32326 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
f0
927

BW

Der Hauptort Schwarzenbach (Plz. 2803) mit etwa 700 Einwohnern liegt auf 383 m ü. A. im Tal des Schwarzenbachs, eines Nebenflusses der Rabnitz. Es ist ein Straßendorf mit etwa 280 Gebäuden, das sich entlang der Straße HochwolkersdorfWeppersdorf erstreckt (heute Teil der L 148/L 101).

Der Ort umfasst die Ortslagen (Adressen):

  • Markt, der alte Ortskern
  • Unterort gegen Südosten
  • Föhrensiedlung als Neubaugebiet im Nordwesten
  • Platz, am Fuß des Schloßbergs mit der Ruine, wurde im 18. Jahrhundert als Platzl noch als eigenständiger Ort geführt
  • Neusiedlung bei der Rotte Schulau, schon weitgehend mit Schwarzenbach verwachsen

Der Naturpark Landseer Berge beginnt am Ortskern Schwarzenbachs, die südlichen Siedlungen liegen schon im ausgewiesenen Schutzgebiet.

Schwarzenbach (Zerstreut)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzenbach (Zerstreut) (Zerstreute Häuser)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wiener Neustadt-Land (WB), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Schwarzenbach
Ortschaft Schwarzenbach (Zerstreut)
Koordinaten 47° 38′ 1″ N, 16° 21′ 1″ O
Höhe 480 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 441 (2001)
Gebäudestand 154 (2001f1)
Postleitzahlenf0 2803, 2802 Hochwolkersdorff1
Vorwahl +43/02645f1
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Schwarzenbach (32326 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
f0

BW

Die restlichen Orte der Gemeinde, um die 150 Gebäude, werden unter dem Namen Schwarzenbach (Zerstreut) zusammengefasst. Hier leben etwa 450 Menschen auf Seehöhen um 480 m.

Die Ortschaft umfasst folgende Ansiedlungen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung keltischer Häuser

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der historische ungarische Name von Schwarzenbach lautet Feketevár[1], was übersetzt ‚Schwarzenburg‘ bedeutet.

Frühgeschichte und Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Schwarzenbach befindet sich die keltische Höhensiedlung Burg in Schwarzenbach des zweiten und ersten vorchristlichen Jahrhunderts, die seit 1992 archäologisch untersucht wird. Bisherige Funde und Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich hierbei um ein keltisches Oppidum handelt und diesem eine große Bedeutung als politischer und wirtschaftlicher Zentralort zukommt.

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Pannonia.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Schwarzenbacher Schlossberg steht die Burg Schwarzenbach (heute Ruine). Schwarzenbach gehörte zur Grafschaft Pitten. Schwarzenbach wurde 1587 das Marktrecht verliehen, der Ort war über Jahrhunderte Grenzort zum Königreich Ungarn, bis 1921 das Burgenland zu Österreich kam.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Schwarzenbach COA.jpg

Blasonierung: In Blau auf einem gewölbten, nach rechts zeigenden, rot-weißen Schild ein zum Abflug bereiter, linksgewendeter goldener Adler, über seinem Kopf schwebend eine fünfzackige goldene Krone.

Die Gemeindefarben der Marktgemeinde Schwarzenbach sind Blau-Gelb-Rot.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
73,54 %
(+0,17 %p)
26,46 %
(-0,17 %p)
2010

2015


Bürgermeister der Marktgemeinde ist seit 2019 Bernd Rehberger.

Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: SPÖ 14, Liste ÖVP 5, andere Parteien haben keine Sitze.

Im Dezember 2018 gab Johann Giefing (SPÖ) seinen Rücktritt als Bürgermeister bekannt. Die Amtsübergabe erfolgte am 7. Jänner 2019, Nachfolger wurde der Geschäftsführende Gemeinderat Bernd Rehberger.[2]

Bürgermeister

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Volkszählung im Jahr 2001 bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche 1.100 Personen (96,2 %), zur evangelischen Kirche 15 Personen (1,3 %), zum Judentum (israelitisch) 1 Person (0,1 %) und unter „sonstiges“ werden 2 Personen (0,2 %) angeführt. Ohne Bekenntnis leben in Schwarzenbach 23 Personen (2,0 %) und von 3 Personen (0,3 %) ist die Religionszugehörigkeit unbekannt.

Auf dem Gemeindegebiet der Marktgemeinde Schwarzenbach befinden sich nur religiöse Stätten der römisch-katholischen Kirche. Diese sind unter anderem:

Die nächste evangelische Pfarrkirche befindet sich in Oberpetersdorf und die nächste Synagoge ist die Kobersdorfer.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 33, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 104. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 463. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,34 Prozent.

Die Marktgemeinde Schwarzenbach zählt zu den sogenannten Wohn-Agrargemeinden. Das heißt, der Anteil der Berufstätigen in der Land- und Forstwirtschaft verringert sich kontinuierlich, woraus sich ergibt, dass die Zahl der Auspendler ständig zunimmt. In der Marktgemeinde selbst gibt es nur wenige Arbeitsplätze. In Zukunft soll jedoch der Fremdenverkehr als Erwerbsquelle weiter forciert werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzenbach hat sich als niederösterreichische Keltengemeinde etabliert
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schwarzenbach (Niederösterreich)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldlehrpfad
  • Vogellehrpfad
  • Mammutbaum

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater und Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theaterveranstaltungen des SC Schwarzenbach
  • Theatergruppe „Die Guadastn“
  • Volkstanzgruppe

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wirtshausbühne (Kabarett & Musikveranstaltungen)
  • Keltenfest
  • Faschingsumzug
  • Kulturtage Schwarzenbach
  • Feuerwehrball
  • Sportler-Gschnas
  • Arbeiterblumenball
  • Bauernball
  • Ball des Jugendclubs

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportplatz des SCS
  • Trainingsplatz
  • Mountainbike-Strecken
  • Wanderwege
  • Reitwege
  • burgenländisches Radwegenetz

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wildwochen in den einzelnen Gasthäusern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Landkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Universität Klagenfurt – Eisentruhe mit Ölbildern esterházyscher Besitzungen, 1688, abgerufen am 15. Jänner 2010
  2. a b c d NÖN: Wechsel in Schwarzenbach: Rücktritt nach 35 Jahren. Artikel vom 20. Dezember 2018, abgerufen am 29. Dezember 2018.