Schwarzenbach (Rabnitz)

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Schwarzenbach
Stooberbach, Stoob
der Bach in Schwarzenbach

der Bach in Schwarzenbach

Daten
Lage Niederösterreich und Burgenland
Flusssystem Donau
Abfluss über Rabnitz → Moson-Donau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Zusammenfluss von Oberau-Bach und Graben-Bach in Schwarzenbach
47° 38′ 29″ N, 16° 20′ 27″ O
Quellhöhe 382 m ü. A.
Mündung bei Strebersdorf in die RabnitzKoordinaten: 47° 27′ 23″ N, 16° 37′ 8″ O
47° 27′ 23″ N, 16° 37′ 8″ O
Mündungshöhe ca. 205 m ü. A.
Höhenunterschied ca. 177 m
Sohlgefälle ca.  5,1 ‰
Länge 35 km
Einzugsgebiet 280,8 km²[1]
Linke Nebenflüsse Raidingbach
Kleinstädte Oberpullendorf
Gemeinden Schwarzenbach, Kobersdorf, Weppersdorf, Markt Sankt Martin, Neutal, Stoob, Oberpullendorf, Frankenau-Unterpullendorf, Lutzmannsburg

Der Schwarzenbach (ungarisch: Csávai patak) ist ein circa 35 Kilometer langer Bach in Niederösterreich und im Burgenland.

Der Verlauf des Baches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quellbäche des Schwarzenbachs liegen in den Gemeindegebieten von Wiesmath, Hochwolkersdorf und Schwarzenbach. Er entsteht durch den Zusammenfluss vom Oberau-Bach und vom Graben-Bach im Gemeindegebiet der Marktgemeinde Schwarzenbach, deren Namensgeber er ist. Er mündet bei Strebersdorf in die Rabnitz (ungarisch: Répce), diese in die Moson-Donau (ungarisch: Mosoni Duna). Seine größten Zuflüsse bilden der Mühlbach (ungarisch: Málompatak) und der Sieggrabenbach (ungarisch: Szikra-patak) in Weppersdorf, der Gaberlingbach (ungarisch: Gaberling-patak) in Mitterpullendorf und der Raidingbach (ungarisch: Doborján-patak) in Strebersdorf kurz vor der Mündung in die Rabnitz. Ein weiterer Zufluss ist der Rainbach bei Kobersdorf.

Der Name „Schwarzenbach“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Namen „Schwarzenbach“ verdankt der Bach seinem, besonders in früheren Zeiten, dunklen Gerinne. Das schmale Tal ist im Allgemeinen schattig. Die Beleuchtung war ehedem, da die Waldbestände geschlossen und dichter waren, noch spärlicher. Vor der Wildbachverbauung wand sich das Bachbett in vielen Krümmungen zwischen dichten Weiden- und Erlenbeständen dahin. Wo der Untergrund noch von blauem Tegel gebildet war, sah das Wasser tatsächlich, besonders an tieferen, ruhigen Stellen, tintenähnlich schwarz aus.

Der „Stooberbach“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Mündung des Sieggrabenbaches in den Schwarzenbach südlich von Weppersdorf spricht man im Burgenland auch vom „Stooberbach“ (ungarisch: „Csáva-patak“) oder von der „Stoob“; (ung.: „Csáva“, kroat. „Čava“). Auch der Name „Stoob“ wird in einer seiner Deutungen mit „dunkel“ und „trüb“ übersetzt.

In einer Grenzbeschreibung von Klostermarienberg aus dem Jahre 1225 wird der Stooberbach „Sawa“ (in deutscher Übersetzung: „die Safa“) genannt. Im Bachnamen ist das altslawische Wort „šcava“ enthalten, was Mineralwasser, saures Wasser oder trübes Wasser (also: „schwarz“) bedeuten kann. 1263 trägt der Bach auch den Namen „Choa“.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BMLFUW (Hrsg.): Flächenverzeichnis der Flussgebiete: Leitha-, Rabnitz- und Raabgebiet. In: Beiträge zur Hydrografie Österreichs Heft Nr. 63, Wien 2014, S. 7/17. PDF-Download, abgerufen am 7. Juli 2018.