Schwarzenbergpark

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Der Neuwaldegger Schlosspark (1792)
Lascys (oder Lacys) Grabmal im Schwarzenbergpark

Der Schwarzenbergpark, auch Dornbacher Park, ist eine Parkanlage im 17. Wiener Gemeindebezirk, Hernals, Bezirksteil Neuwaldegg. Als ehemaliger Neuwaldegger Schlosspark war er der erste englische Landschaftsgarten Österreichs.

Feldmarschall Franz Moritz Graf von Lascy (auch: Lacy, 1725–1801) kaufte 1765 Schloss und Herrschaft Neuwaldegg und ließ das Gelände, das sich vom Bezirksteil Dornbach bis zur heutigen nordwestlichen Stadtgrenze erstreckt, und das Jagdrevier des Schlosses war, zu einem Naturpark umgestalten; es war dies damals einer der größten Lust- und Landschaftsgärten in Europa. Lascys Grabmal befindet sich, nahe der Höhenstraße, in einem Waldgebiet des Parks. Der Park ist großteils von zum nördlichen Wienerwald gehörigen Wald- und Wiesenstücken umgeben.

Seit 1801 gehörte der Park wie das an seinem stadtzentrumsseitigen Ende anschließende Schloss Neuwaldegg zum Besitz der Fürstenfamilie Schwarzenberg. 1958 kaufte die Gemeinde Wien den Schwarzenbergpark als Naherholungsgebiet.

Durch den Park zieht sich vom Schloss bis zur Stadtgrenze die fast schnurgerade, 2,2 km lange Schwarzenbergallee. Auf halber Strecke quert seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts die Neuwaldegger Straße als Verlängerung der Höhenstraße den Park; für die Spaziergänger auf der Allee besteht eine Unterführung.

Im Park befinden sich zwei Obelisken, auf deren südlichem der Name "KYSELAK" eingraviert ist. Josef Kyselak machte im Biedermeier in seiner Freizeit zahlreiche ausgedehnte Wanderungen durch den Wienerwald. Mit einem Topf schwarzer Ölfarbe ausgerüstet, hinterließ er auf vielen Ruinen, Felsplatten und Brückenpfeilern ganz Österreichs seine berühmten Buchstaben "KYSELAK". Die Inschrift auf dem Obelisk ist jedoch nicht echt, denn auf einer Fotografie aus dem Jahr 1910 ist sie noch nicht zu sehen. Die Obelisken werden im Volksmund Maria-Theresien-Schaukel genannt: der Legende nach soll sich Maria Theresia hier eine Schaukel haben anbringen lassen, deren „Einschnitte noch zu sehen seien“.[1]

Die Anlagen gehören zum Landschaftsschutzgebiet Hernals–Wienerwald (LSG 6, Teil A; ges. 6 km²). Im Gebiet liegt auch das Naturdenkmal Schwarzbergenpark Eckbach, ein geologischer Aufschluss der Kalkklippen innerhalb des Sandsteinwienerwaldes (NDM 784, 2003).

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kunstwerk im öffentlichen Raum Maria-Theresien-Schaukel im digitalen Kulturgüterkataster der Stadt Wien, abgerufen am 5. April 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzenbergpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 14′ 49″ N, 16° 16′ 29″ O