Schwarzenbruck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwarzenbruck
Schwarzenbruck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwarzenbruck hervorgehoben

Koordinaten: 49° 21′ N, 11° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Höhe: 365 m ü. NHN
Fläche: 22,25 km2
Einwohner: 8451 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 380 Einwohner je km2
Postleitzahl: 90592
Vorwahlen: 09128, 09183
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 157
Gemeindegliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Regensburger Str. 16
90592 Schwarzenbruck
Website: www.schwarzenbruck.de
Erster Bürgermeister: Markus Holzammer[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land
NürnbergNürnbergLandkreis RothLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthLandkreis ForchheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Amberg-SulzbachEngelthaler ForstZerzabelshofer ForstSchönberg (gemeindefreies Gebiet)Rückersdorfer ForstLaufamholzer ForstGünthersbühler ForstForsthof (gemeindefreies Gebiet)Fischbach (gemeindefreies Gebiet)Feuchter ForstBrunn (gemeindefreies Gebiet)Behringersdorfer ForstFeucht (Mittelfranken)Offenhausen (Mittelfranken)Alfeld (Mittelfranken)Altdorf bei NürnbergBurgthannEngelthalHappurgHenfenfeldHersbruckKirchensittenbachLauf an der PegnitzLeinburgOttensoosPommelsbrunnReichenschwandRöthenbach an der PegnitzRückersdorf (Mittelfranken)Schwaig bei NürnbergSchwarzenbruckVelden (Pegnitz)VorraWinkelhaidSchnaittachNeunkirchen am SandSimmelsdorfWinkelhaid (gemeindefreies Gebiet)Haimendorfer ForstNeuhaus an der PegnitzKarte
Über dieses Bild

Schwarzenbruck ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land (Bayern). Das gleichnamige Pfarrdorf befindet sich im Nordwesten des Gemeindegebietes.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Orte in der Gemeinde sind von Wald umgeben. Im Norden erstreckt sich der Lorenzer Reichswald, im Süden der Südliche Reichswald. Gsteinach, Schwarzenbruck und Ochenbruck liegen im Tal der Schwarzach, Rummelsberg und Altenthann auf einem Höhenrücken nördlich der Schwarzach. Pfeifferhütte liegt am Ludwig-Donau-Main-Kanal, westlich grenzen Ober- und Unterlindelburg an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus in Ochenbruck

Sitz der Gemeindeverwaltung ist Ochenbruck. Es gibt 11 Gemeindeteile:[4][5]

Zur Gemeinde gehört der größere Teil der Autobahnraststätte Nürnberg-Feucht (der kleinere Teil gehört zur Gemeinde Wendelstein).

In der Gemeinde gilt überwiegend die Vorwahl 09128. Altenthann, Oberlindelburg, Pfeifferhütte und Unterlindelburg haben die Vorwahl 09183.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Winkelhaid, Altdorf bei Nürnberg, Burgthann, Pyrbaum, Wendelstein und Feucht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Schwarzenbruck kommt von einer Brücke über die Schwarzach, (heute an der Dürrenhembacher Straße)[6]. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte als Ausstellungsort einer Urkunde König Konrads II. am 6. Mai 1025.

Ortsherrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war Reichsgut, verlehnt an die Adelsfamilie Rindsmaul, Einzellehen kamen an die Grafen von Nassau, ab 1360 als Zubehör des Amtes Altdorf an die Burggrafen von Nürnberg.[7] Es folgten Nürnberger Patrizier: 1376/78 die Imhoff, 1404 die Lochaim/Lochamer, 1473 die Müllner. Die Veräußerung des (von den Lochaims erbauten und 1425 erstmals erwähnten) Festen Hauses neben der Brücke[8] an die Markgrafen Friedrich und Sigmund von Brandenburg führte zu einer Auseinandersetzung mit der Reichsstadt Nürnberg, die um die Sicherheit ihrer Fernstraßen und die Abschließung im Kriegsfall besorgt war und daher 1502 durch Schiedsspruch für eine hohe Ablösesumme von 16.000 Gulden die Anlage erwarb und bis 1552 mit einem Pfleger besetzte.

Petzsches Schloss in Schwarzenbruck
Faberschloss in Schwarzenbruck

Das im Zweiten Markgrafenkrieg im Mai 1552 zerstörte Schloss wurde von der Reichsstadt nicht wieder aufgebaut, sondern 1561 für 2.200 Gulden an Sigmund Pfinzing (1513–1572) verkauft, als Afterlehen mit herrschaftlichen Rechten und dem Hammerwerk in Gsteinach. Er baute es 1562 wieder auf[9]. Seine Tochter Margarethe brachte den Besitz um 1595 an ihren Ehemann Endres Schmidmayer, dessen Familie durch Montan- und Textilgeschäfte reich geworden war. 1509 hatten sie das Schmidtmayer-Fenster in der Lorenzkirche gestiftet, das von Albrecht Dürer entworfen wurde.[10] Endres Schmidmayer war 1585 von Kaiser Rudolf II. in den Adelsstand aufgenommen worden; nach seiner Heirat nannte er sich Schmidtmayer von Schwarzenbruck. Die Familie gehörte nicht dem Patriziat, sondern dem Zweiten Stand der Reichsstadt an, den „ehrbaren Geschlechtern“, die aber mit den Patrizierfamilien vielfach verwandt waren. 1631 war der Nürnberger Kaufmann Hans Eyser Besitzer, er empfing hier im Dreißigjährigen Krieg 1632 den schwedischen König Gustav Adolf. Seine Witwe brachte durch nachfolgende Ehe den Besitz wieder an die Schmidtmayer von Schwarzenbruck. Von 1691 bis 1694 lebte der verstoßene Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach mit seiner Familie zur Miete auf dem Schloss. Nach dem Tod des Wolf Jakob Schmidtmayer 1707 belehnte die Stadt Nürnberg 1714 dessen Witwe Helena Tucher bzw. deren zweiten Ehemann Christoph Wilhelm Scheurl mit dem Besitz. Nach dem Erlöschen der Schwarzenbrucker Linie der Scheurl 1851 vererbte seine Witwe 25 Jahre später das Gut an die Kinder ihrer verstorbenen Schwester Susanne, die den Magistratsrat Georg Christoph Wilhelm Petz von Lichtenhof geheiratet hatte, aus einer alten und angesehenen Familie des Zweiten Standes, die seit 1590 das Petzenschloss in Lichtenhof besitzt. Seit 1876 ist das Schloss in Schwarzenbruck ebenfalls bis heute im Besitz der Familie von Petz, die es in ihre Familienstiftung überführte.[11] 1946 verursachte ein Bericht des amerikanischen Magazins „Stars and Stripes“ über die reiche Ausstattung des Schlosses Plünderungen und den Verlust eines Großteils des Inventars.

Das „Faberschloss“ wurde 1883–85 für den Bleistiftfabrikanten Lothar von Faber als Alterssitz im Stil der Neorenaissance erbaut. Nach dem Tod seines einzigen Sohnes Wilhelm von Faber musste er 1893 an den Firmensitz in Stein zurückkehren, wo bis 1906 das Faberschloss in Stein erbaut wurde. Zeitweilig wohnte dann seine Tochter Ottilie mit ihrem Mann, dem späteren Unternehmensleiter Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen, in Schwarzenbruck. Das Faberschloss in Schwarzenbruck wird heute von der Arbeiterwohlfahrt als Alten- und Pflegeheim genutzt.

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1367 gab es in Schwarzenbruck 7 und 1732 13 Anwesen. Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts gehörten Schwarzenbruck und Ochenbruck kirchlich zu Wendelstein.

Von 1439 bis 1441 stellten Ochenbruck und Schwarzenbruck der Feuchter Oberhauptmannschaft Milizen zur Hussitenabwehr.[12] Im 16. Jahrhundert gab es neben dem Schloss an der Brücke eine Mühle und sechs Höfe, 1500–1580 einen Eisenhammer. 1883 erbaute der Bleistiftfabrikant Lothar von Faber am Südufer der Schwarzach, gegenüber dem Petz'schen Schloss, das Faberschloss im Stil der Neurenaissance.

Schon damals gehörte auch Ochenbruck, dessen Name sich ebenfalls auf eine Brücke über die Schwarzach bezieht, zu Schwarzenbruck. Über diese Brücke führte die wichtige Straße von Nürnberg nach Regensburg. Der Brückenzoll wurde ab dem 11./12. Jahrhundert von Feucht aus erhoben.[13] Ab 1458 ist eine Mühle bezeugt, etwas später eine Schankstätte. Die Mahlmühle hatte 1751 fünf Gänge und drei Wasserräder; eine zusätzliche Sägemühle wurde von einem weiteren Wasserrad angetrieben[14].

1504 zogen im Landshuter Erbfolgekrieg 2000 pfälzische Soldaten von Neumarkt heran und brannten Schwarzenbruck nieder.[15] 1552/53 wurden sie im Zweiten Markgrafenkrieg erneut zerstört. 1871 bekam Ochenbruck einen Bahnhof an der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg.

Wie Ochenbruck gehörte auch Gsteinach zu Schwarzenbruck. 1500 entstand dort ein Eisenhammer, später wurden Kugeln hergestellt.

Alle drei Ortsteile hatten über den Grundbesitz Nürnberger Bürger enge Bindungen zur Reichsstadt Nürnberg[16].

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges verteidigte sich in Ochenbruck eine SS-Abteilung drei Tage lang gegen die vorrückenden Amerikaner. Dabei wurden sieben Häuser zerstört und zahlreiche andere beschädigt. Ein alliierter Aufklärer entdeckte in Schwarzenbruck eine 30 Mann starke SS-Abteilung; daraufhin kam es am 20. April 1945 zu einem Tieffliegerangriff mit einem Todesopfer und zwölf völlig zerstörten Häusern.[17]

1971 wurde Schwarzenbruck um Rummelsberg, 1972 um Altenthann, Lindelburg und Pfeifferhütte erweitert. 1984 wurde in Ochenbruck mit der Bebauung am Frauenfeld zwischen dem Bahnhof und der Bundesstraße begonnen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ochenbruck und Gsteinach gehören schon seit dem Mittelalter zu Schwarzenbruck.

Die erste Urkunde über Rummelsberg stammte aus dem Jahr 1369, bis Anfang des 20. Jahrhunderts bezeichnete es einen Bauernhof, 1623 wurde ein Herrensitz gebaut. 1903 erwarb der Landesverein für Innere Mission das Anwesen. 1907 wurde der Hof Fröschau erworben, 1925 der halbe Mauschelhof. Nach dem Ersten Weltkrieg begann eine starke Bautätigkeit. Heute gehören Krankenhäuser, Einrichtungen der Alten- und Jugendhilfe und viele weitere Einrichtungen zu den Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission e. V.[18]

Altenthann, 1141 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, ging 1504 von den pfälzischen Wittelsbachern an die Reichsstadt Nürnberg über. 1535 erwarb die Nürnberger Patrizierfamilie Grundherr 16 Bauerngüter und nannte sich Grundherr von Altenthann. Am 1. Januar 1972 wurde Altenthann nach Schwarzenbruck eingemeindet, ebenso der ehemalige Einzelhof Wallersberg.[19]

Das ursprünglich „Lindelberg“ genannte Lindelburg wurde 1295 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, eine Burg gab es dort nie. 1367 lebten dort sieben Bauern, die kirchlich zu Wendelstein gehörten und erst in der Neuzeit dem näheren Oberferrieden zugeordnet wurden. Oberlindelburg zählte 1732 acht, Unterlindelburg zehn Anwesen. Sie gehörten alle Nürnberger Grundherren.[20]

Pfeifferhütte entstand 1714 aus einer Hütte eines Bettlers an der Straße von Nürnberg nach Regensburg unter Aufsicht der markgräflichen Forstverwaltung. Das Projekt eines Plandorfes im Jahre 1728 wurde nie verwirklicht.

Rummelsberg wurde als Teil der ehemaligen Gemeinde Moosbach am 1. April 1971, der Großteil der ehemaligen Gemeinde Altenthann und das bis dahin selbständige Lindelburg wurden am 1. Januar 1972 eingegliedert.[21]

Kirchengemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin-Luther-Kirche
St.-Josef-Kirche, 2020
  • Evangelische Martin-Luther-Kirche
  • Katholische Pfarrei St. Josef

Lebten vor dem Zweiten Weltkrieg nur rund 20 Katholiken in Schwarzenbruck, so änderte sich dies durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen nach Kriegsende. So wurde 1954 die St.-Josef-Kirche als Kuratiekirche errichtet. Am 1. September 1964 wurde die Kuratie zur Pfarrei erhoben. Die geschwärzte Kreuzigungsgruppe über dem Altar stammt aus einer Kapelle in Mögeldorf, wo sie in einer Bombennacht durch Feuer geschwärzt wurde.[22]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal in Pfeifferhütte

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof im Gemeindegebiet befindet sich im Ortsteil Ochenbruck und ist auch nach diesem benannt.[24] Er wird durch die S-Bahn-Linie 3 im 20/40-Minuten-Takt bedient. Die Gleisanlage besteht aktuell aus drei Bahnsteiggleisen, diese sind auf einen Seitenbahnsteig (Hausbahnsteig) und einen Inselbahnsteig aufgeteilt. Die VGN-Buslinie 502 führt vom Bahnhof durch den Ort und endet in Gsteinach. Des Weiteren besteht die VGN-Linie 553 nach Altdorf. An Wochenende besteht die Nightliner Linie N15, die den Ort in den Nachtstunden mit Nürnberg und Ezelsdorf verbindet. Am Rathaus Ochenbruck beginnt der Nightliner N59 in Richtung Winkelhaid.

Die Bundesstraße 8 führt mitten durch den Ortsteil Ochenbruck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Schwarzenbruck setzt sich aus 20 Gemeinderäten zusammen:

CSU SPD Grüne FWG Bunte Liste Sonstige Gesamt
2020 7 6 3 2 1 1 20 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)[25]; Aktualisierung: 21. Mai 2020[26]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Bürgermeister ist Markus Holzammer (CSU) und die zweite Bürgermeisterin ist Petra Hopf (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Schwarzenbruck.svg
Blasonierung: „In Silber eine durchgehende, gemauerte schwarze Brücke mit zwei Jochen, darüber schwebend ein rotes Mühlrad.“[27]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einmal im Jahr werden auf dem Platz vor dem Petz'schen Schloss im Rahmen der Reihe Musik am Schloss Konzerte veranstaltet.[28] Im Juni 2013 traten die Folkrockgruppe The Seer und die Bluesgruppe Blues Company auf.[29]

Zu jedem Vollmond in den Monaten zwischen Frühling und Herbst findet auf dem zentralen Plärrer der sogenannte Mondscheinmarkt statt. Diese Feier wird neben diversen Ständen mit Essen und Getränken jeweils von einer wechselnden Band begleitet. Das Motto wechselt von Monat zu Monat.[30]

Natur- und Landschaftsschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet von Schwarzenbruck befinden sich Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Natura 2000 Gebiete, geschützte Landschaftsbestandteile, Naturdenkmäler und Geotope. Die unterschiedlichen Gebiete überschneiden sich teilweise.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwarzach-Durchbruch (NSG-00300.01, WDPA-Nr. 165487[31]) ist etwa 38 ha groß. 25 ha davon gehören zum Landkreis Nürnberger Land und 13 ha zum Landkreis Roth. Das bereits seit 1936 ausgewiesene Naturschutzgebiet ist zusätzlich als Geotop ausgewiesen. Es zählt zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern.

Das Schwarzenbrucker Moor (NSG-00415.01, WDPA-Nr. 165504[32]) hat eine Fläche von rund 10 ha und ist seit 1992 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es liegt vollständig im Bereich von Schwarzenbruck nahe dem Ortsteil Gsteinach.

Landschaftsschutz- und Natura2000 Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Teile der unbebauten Fläche von Schwarzenbruck sind Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes Schwarzachtal mit Nebentälern (LSG-00587.01, WDPA-Nr. 396136[33]) und des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets NSG Schwarzach-Durchbruch und Rhätschluchten bei Burgthann (FFH-Nr. 6633-371; WDPA-Nr. 555521646[34]). Das Vogelschutzgebiet Nürnberger Reichswald (FFH-Nr. 6533-471; WDPA-Nr. 555537802[35]) liegt ebenfalls teilweise im Gemeindegebiet von Schwarzenbruck. Annähernd 2,5 ha des Thanngrabens bei Altenthann sind als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen.

Geotope und Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Schwarzach-Durchbruch befinden sich noch zwei weitere Geotope im Gemeindebereich. Der Burgsandsteinfelsen in Rummelsberg (574R006) ist ein markanter Burgsandsteinfelsen im Ortskern von Rummelsberg. An der Gemeindegrenze zu Burgthann befindet sich die Wolfsschlucht nördlich von Wallersberg (574R004), die auch als Naturdenkmal ausgewiesen ist. Den Abschluss in der tiefeingeschnittenen kleinen Rhätsandsteinschlucht bildet im Westen ein kleiner Wasserfall.

Weitere Naturdenkmäler sind die Eiche am Vogelherd (Altenthann), die Fröschauer Eiche (Fröschau), die Eiche im Schwarzachtal (Affalterbach) und die Linde beim Mauschelhof.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Conrad Nopitsch (1759–1838), evangelischer Theologe, Pfarrer zu Altenthann, Verfasser eines Reiseführers über Nürnberg, Fortführer des Will'schen Gelehrtenlexikons; Mitglied des Pegnesischen Blumenordens
  • Gerhard Wehr (1931–2015), evangelischer Theologe und Esoterik-Forscher mit Lehrauftrag in Rummelsberg lebte viele Jahre bis zu seinem Tod hier.
  • Hartmut Glienke (1940–2012), Träger des Ehrenzeichens des bayerischen Ministerpräsidenten für die ehrenamtliche Schwimmausbildung von über 7000 Kindern
  • Jürgen Hopf (* 1959) Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, evang. Diakon und Kommunal- und Sozialpolitiker der CSU, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dekan Blasius Meixner (* 1928, katholischer Pfarrer der Gemeinde von 1964 bis 2001)
  • Franz Winter (ehemaliger evangelischer Pfarrer, Ehrenbürger seit 2004)
  • Albrecht Frister (* 1933, Bürgermeister der Gemeinde von 1966 bis 1996, Vizepräsident des Bayerischen Gemeindetags von 1990 bis 1996)
  • Norbert Reh (* 1943, Bürgermeister der Gemeinde von 1996 bis 2008, stellvertretender Landrat seit 2008, Ehrenbürger seit 2011, Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, dem Bundesverdienstkreuz am Bande, Verwaltungsrat bei der Sparkasse Nürnberg, langjähriger Vorsitzender des TSV Ochenbruck, Vorsitzender des Fördervereins Jugendhilfe Rummelsberg)

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde war Mitglied der Cittàslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten. Diese Mitgliedschaft wurde zum Jahresende 2010 aufgekündigt.[36]

Die Gemeinde ist seit 2015 Fairtrade Town und wurde bereits zum zweiten Male rezertifizeirt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schwarzenbruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Schwarzenbruck, abgerufen am 1. November 2020.
  3. Bayernatlas mit Layer Verwaltungsgrenzen
  4. Gemeinde Schwarzenbruck in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. Dezember 2019.
  5. Gemeinde Schwarzenbruck, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 3. Dezember 2020.
  6. Geschichte der Gemeinde Schwarzenbruck
  7. Geschichte nach: Herrensitze.com (Giersch/Schlunk/von Haller)
  8. E. Pfeiffer: Nürnberger Land, Karl Pfeiffer Hersbruck, S. 354
  9. Gemeinde Schwarzenbruck: 975 Jahre Schwarzenbruck, Schwarzenbruck 2000, S. 11
  10. Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1415, Schmidtmayer-Fenster in der Lorenzkirche (von Dürer)
  11. Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt vom 27. April 2014, S. 17
  12. Dr. W. Schwemmer: Alt-Feucht, Feucht 1977, S. 14
  13. Dr. W. Schwemmer: Alt-Feucht, Feucht 1977, S. 52.
  14. Gemeinde Schwarzenbruck: 975 Jahre Schwarzenbruck, Schwarzenbruck 2000, S. 19
  15. Geschichte der Reichsstadt Nürnberg, Emil Reicke, 1896 S. 519.
  16. Gemeinde Schwarzenbruck: 975 Jahre Schwarzenbruck, Schwarzenbruck 2000, S. 22
  17. Evang.-Luth.Kirchengemeinde Feucht: Das vergesse ich nie, Feucht 1995, S. 56.
  18. Gemeinde Schwarzenbruck (Hrsg.): 975 Jahre Schwarzenbruck, Schwarzenbruck 2000, S. 80 f.
  19. Gemeinde Schwarzenbruck (Hrsg.): 975 Jahre Schwarzenbruck, Schwarzenbruck 2000, S. 64 f.
  20. Gemeinde Schwarzenbruck (Hrsg.): 975 Jahre Schwarzenbruck, Schwarzenbruck 2000, S. 73 f.
  21. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 542.
  22. Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt vom 27. April 2014, S. 17.
  23. AWO Senioreneinrichtung Faberschloss (Memento des Originals vom 23. April 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.awo-nuer-land.de
  24. Bahnhof Ochenbruck Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 22. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bahnhof-ochenbruck.de
  25. Ergebnisse der Kommunalwahl im März 2020
  26. Gemeinderätin tritt aus Fraktion aus - Holl kehrt den Grünen den Rücken, auf n-land.de
  27. Eintrag zum Wappen von Schwarzenbruck in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  28. Historisches Schwarzenbruck: Gemeinsam in die Zukunft. Gemeinde Schwarzenbruck, Juni 2016, abgerufen am 19. August 2017.
  29. Dorothée Krätzer: Blues Company: Melancholisch und voller Energie. nordbayern.de, 20. Juni 2013, abgerufen am 19. August 2017.
  30. Mondscheinmarkt Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Juli 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.msm592.de
  31. www.protectedplanet.net, Schwarzach-Durchbruch (Abgerufen am 15. März 2016)
  32. www.protectedplanet.net, Schwarzenbrucker Moor (Abgerufen am 15. März 2016)
  33. www.protectedplanet.net, Schwarzachtal mit Nebentälern (Abgerufen am 15. März 2016)
  34. www.protectedplanet.net, NSG 'Schwarzach-Durchbruch' und Rhätschluchten bei Burgthann (Abgerufen am 15. März 2016)
  35. www.protectedplanet.net, Nürnberger Reichswald (Abgerufen am 15. März 2016)
  36. Hersbrucker Zeitung: Cittaslow ist in Schwarzenbruck Geschichte (vom 13. September 2010)