Schweißtuch von Oviedo

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Der Schrein, in dem das Schweißtuch von Oviedo aufbewahrt wird

Das Schweißtuch von Oviedo, auch Santo Sudario von Oviedo, ist ein möglicherweise blutverschmutztes Leinentuch, das in der Cámara Santa der Kathedrale San Salvador in Oviedo in Spanien aufbewahrt wird. Es wird behauptet, dieses Tuch sei nach dem Tod Jesu Christi um seinen Kopf gewickelt gewesen, was allerdings sehr umstritten ist.

Das heilige Schweißtuch (Sudarium Domini) ist stark verschmutzt und zerknittert. Die dunklen Flecken sind symmetrisch angeordnet, man kann jedoch im Gegensatz zum Turiner Grabtuch kein Bild erkennen.

Das Sudarium und das Turiner Grabtuch nahmen verschiedene Wege, wie durch Pollenanalyse bestätigt werden konnte, deren Aussagekraft jedoch von vielen kritischen Wissenschaftlern angezweifelt wird. Erstmals dokumentiert ist es im Chronicon Regum Legionensium des Bischofs Pelagius († 1153), wonach es im Jahr 614 nach dem Einfall der Perser im Jahre 614 nach Palästina von dort nach Alexandria überführt wurde, aber schon 616 über Nordafrika nach Spanien gebracht wurde. Es existiert kein Nachweis des Schweißtuches von Oviedo vor dem 7. Jahrhundert und mit der Radiokohlenstoffmethode wurde das Alter ebenfalls auf das 7. nachchristliche Jahrhundert datiert (Baima Bollone (1994), Book of Acts of the 1st International Congress on the Sudarium of Oviedo, 428-429). Allerdings gibt Bollone selber an, dass seine Untersuchung noch höchst unzuverlässig wäre und man auch andere Indizien berücksichtigen müsse.

Die Wunden auf dem Tuch, die den Verletzungen aus der Dornenkrone Jesu Christi zugeordnet werden, stimmen angeblich mit denen des Turiner Grabtuchs überein, so dass Authentizitätsbefürworter behaupten, dass es sich höchstwahrscheinlich um denselben Mann handelt. Diese Aussagen beruhen allerdings auf einer "Polarized Image Overlay Technique" genannten Methode, deren Resultate von einigen Wissenschaftlern als unzuverlässig und höchst subjektiv angesehen werden. Aber vor allem fällt auf, dass auch das Material des Tuches mit dem des Turiner Grabtuches identisch ist, jedoch nicht die Webart.

Kritiker halten das Tuch für eine von vielen ähnlichen Fälschungen, die seinerzeit im Umlauf waren. Was den Bezug zum Turiner Grabtuch betrifft, wird zum Beispiel eingewendet, dass, wenn das Schweißtuch zwischen Körper und Grabtuch gelegen haben könnte, es die Entstehung des Bildes auf dem Grabtuch behindert haben müsste. Befürworter der Echtheit des Tuches wenden gegen diese These ein, dass sich das Schweißtuch nur kurz am Kopf Jesu befunden habe, beispielsweise bei der Abnahme vom Kreuz zum Transport ins nahegelegene Grab. Das Sudarium muss nicht identisch sein mit dem in der Bibel genannten "Schweißtuch", das auf dem Kopf Jesu lag (Joh 20,7). Dieses könnte (denn ein Schweißtuch ist eigentlich ein kleines Tuch, mit dem man sich Schweiß abwischt) auch das Schweißtuch der Veronika, d. h. eventuell der "Schleier von Manoppello" sein.

Das Schweißtuch wird dreimal im Jahr in der Kathedrale San Salvador in Oviedo gezeigt: am Karfreitag, am Tag der Kreuzerhöhung (14. September) und am Tag des Apostels Matthäus (21. September).

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