Schweifwerk

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Giebel mit Schweifwerk

Das Schweifwerk ist eine aus dem Beschlagwerk hervorgegangene Dekorationsform. Es besteht aus C- und S-förmigen Schwüngen, deren Enden wie Keulen verdickt sind (daher auch Keulenschwung genannt) und sich teilweise überschneiden. Es kann mit Masken, Blumengirlanden und Grotesken verbunden werden.

Dieses Ornament (Verzierung von Räumen, Gebäuden, Gegenständen) wurde am Übergang vom Manierismus zum Frühbarock (ca. 1570–1620) hauptsächlich in deutschsprachigen Ländern entwickelt und verwendet. Stichwerke des Virgil Solis und Wendel Dietterlin verbreiteten diese Formen.

Eine Weiterentwicklung ist das Ohrmuschelwerk, das sich durch weichere, teigige Formen auszeichnet.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schweifwerk. In: Lexikon der Kunst. Band VI, Leipzig 2004, ISBN 3-86502-084-4, S. 559–560.
  • Günter Irmscher: Das Schweifwerk – Untersuchungen zu einem Ornamenttypus der Zeit um 1600 im Bereich ornamentaler Vorlageblätter. Dissertation. Köln 1978, DNB 790892251.