Schweitenkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schweitenkirchen
Schweitenkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schweitenkirchen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 11° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 533 m ü. NHN
Fläche: 53,01 km2
Einwohner: 5184 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85301
Vorwahl: 08444
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 152
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 29
85301 Schweitenkirchen
Webpräsenz: www.schweitenkirchen.de
Bürgermeister: Albert Vogler (CSU)
Lage der Gemeinde Schweitenkirchen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Ingolstadt Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Dachau Landkreis Eichstätt Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Baar-Ebenhausen Ernsgaden Geisenfeld Gerolsbach Hettenshausen Hohenwart Ilmmünster Jetzendorf Manching Münchsmünster Pfaffenhofen an der Ilm Pörnbach Reichertshausen Reichertshofen Rohrbach (Ilm) Scheyern Schweitenkirchen Vohburg an der Donau WolnzachKarte
Über dieses Bild

Schweitenkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweitenkirchen liegt in der Planungsregion Ingolstadt.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aufham (mit Güntersdorf), Dürnzhausen, Eberstetten, Geisenhausen, Schweitenkirchen, Sünzhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweitenkirchen soll bereits bei der Stammesbildung der Bajuwaren, also zwischen 550 und 600 gegründet worden sein. Für das Jahr 837 ist in Freisinger Urkunden festgehalten, dass eine Frau namens „Suidmuot“ hier eine Kirche erbaute und sie mit Grund und Boden ausstattete. Im Jahre 972 wird der Ort „Suidmuotochirihun“ genannt, der ab 1315 gebräuchliche Name „Sweitmarschirchen“ ähnelt schon dem heutigen Namen. Schweitenkirchen gehörte im 17. Jahrhundert zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Moosburg des Kurfürstentums Bayern. 1660 wurde im Ortsteil Dietersdorf die Kapelle St. Magdalena errichtet. 1806 zerstörte ein großer Brand den Ort, Brandstifter soll ein gewisser Franz Dobmayr gewesen sein. Im Zuge der ersten bayerischen Landesvermessung wurde der Ort aufgrund seiner erhöhten Lage als Hauptdreiecksnetzpunkt ausgewählt und 1806 vermessen.[2] Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1841 wurde der Ort dem Landgericht Pfaffenhofen zugeteilt.

Im Jahr 1998 wurde Schweitenkirchen in den Regionalplan 10 als Kleinzentrum aufgenommen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1884 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Dietersdorf eingegliedert. Am 1. April 1971 kam ein Teil von Eberstetten hinzu. Dürnzhausen folgte am 1. Juli 1971.[3] Die Eingemeindungen wurden am 1. Mai 1978 mit der Eingliederung von Aufham (mit dem im Jahr 1884 eingegliederten anderen Teil von Dietersdorf), Geisenhausen und Sünzhausen abgeschlossen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2724 Einwohner
  • 1970: 2717 Einwohner
  • 1987: 3586 Einwohner
  • 1991: 4185 Einwohner
  • 1995: 4437 Einwohner
  • 2000: 4667 Einwohner
  • 2005: 4931 Einwohner
  • 2010: 5000 Einwohner
  • 2015: 5184 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Albert Vogler (CSU).

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 41, im produzierenden Gewerbe 308 und im Bereich Handel und Verkehr 211 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 280 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1497. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe elf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 218 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3567 ha, davon waren 3066 ha Ackerfläche und 497 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweitenkirchen liegt an der Bundesautobahn A9. Die Hallertauer Hopfentour, ein Radweg durch die Hallertau verläuft durch die Gemeinde[5].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Schweitenkirchen
  • Pfarrkirche St. Nikolaus in Aufham aus dem 14. Jahrhundert
  • Pfarrkirche St. Dionysius in Niederthann
  • Kirche St. Georg in Dürnzhausen, gotischen Ursprungs mit Glocken von 1443
  • Pfarrkirche St. Josef in Güntersdorf
  • Filialkirche St. Peter und Paul in Ampertshausen
  • Pfarrkirche St. Emmeram in Geisenhausen mit Plastiken aus dem 15. Jahrhundert
  • Kirche St. Koloman in Sünzhausen, nach Brand 1722 neu erbaut
  • Kirche St. Magdalena in Dietersdorf
  • Feldkreuz zwischen Güntersdorf und Dietersdorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Kronawitter (* 1928 in Oberthann, † 2016 in München), Oberbürgermeister von München (1972–1978; 1984–1993)
  • Hans Eisenmann (* 1923 in Ampertshausen, † 1987 in München), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten in Bayern (1969–1987)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Adrian v. Riedl: Hauptdreiecksnetz zum topografischen Atlas des Königreichs Bayern, 1831, Bayerische Staatsbibliothek, Mapp. XI, 57ge, München
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 551.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 587.
  5. Radweg Hallertauer Hopfentour. Hopfenland Hallertau Tourismus e.V., abgerufen am 6. Oktober 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schweitenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien