Schweizer Fussballnationalmannschaft (U-21-Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schweiz
Suisse (frz.)
Svizzera (ital.)
Svizra (rät.)
Logo des Schweizerischen Fussballverbandes
Verband Schweizerischer
Fussballverband
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Puma
Trainer Mauro Lustrinelli
Co-Trainer Sascha Stauch
FIFA-Code SUI
Heim
Auswärts
Bilanz
225 Spiele
95 Siege
50 Unentschieden
80 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
GriechenlandGriechenland Griechenland 2:1 Schweiz SchweizSchweiz
(Rhodos, Griechenland; 18. März 1990)
Höchster Sieg
SchweizSchweiz Schweiz 7:1 Lettland LettlandLettland
(Lugano, Schweiz; 8. September 2014)
Höchste Niederlage
SchweizSchweiz Schweiz 0:5 Schweden SchwedenSchweden
(Solothurn, Schweiz; 11. Oktober 1994)
Erfolge bei Turnieren
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 3 (Erste: 2002)
Beste Ergebnisse 2011 (Final)
(Stand: 7. Juni 2018)

Die Schweizer U-21-Fussballnationalmannschaft ist eine Auswahlmannschaft von Schweizer Fussballspielern. Sie untersteht dem Schweizerischen Fussballverband und repräsentiert ihn auf der U-21-Ebene in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei der Europameisterschaft des Kontinentalverbandes UEFA. Spielberechtigt sind Spieler, die ihr 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen. Bei Turnieren ist das Alter beim ersten Qualifikationsspiel bzw. am 1. Januar des in den Turnierregeln genannten Jahres massgeblich. So dürfen für die U-21-Europameisterschaft 2019, deren Qualifikation 2017 begonnen hat, nur Spieler eingesetzt werden, die am oder nach dem 1. Januar 1996 geboren wurden.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 konnte sich die U-21 der Schweiz erstmals für eine U-21-Fussball-Europameisterschaft 2002 qualifizieren. Im anschliessenden Bewerbungsverfahren erhielt man dann die Rechte zur Austragung. Als eine von acht Nationen (Kader 2002) trafen sie in Gruppe A auf die Mannschaften Italiens, Portugals und Englands. Als Aussenseiter unterlagen die Schweizer in ihrem ersten Spiel mit 1:2 gegen England. Für das erste EM-Tor in der Geschichte der Schweizer U-21 sorgte Alexander Frei. Im zweiten Gruppenspiel folgte der erste Sieg gegen Portugal (2:0) und durch ein 0:0 gegen Titelverteidiger Italien sicherten sich die Schweizer den zweiten Platz in ihrer Gruppe und damit den Einzug in den Halbfinal. Dort trafen das Team auf den Nachbarn Frankreich. Bereits in der 41. Minuten erhielt Stephan Keller die gelb-rote Karte, so dass die Mannschaft über eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen musste. Durch Tore von Steed Malbranque und Olivier Sorlin siegten die Franzosen mit 2:0.

Zur EM 2004 in Deutschland qualifizierte sich die Mannschaft zum zweiten Mal hintereinander und überhaupt über die Qualifikationsrunde für das Endturnier (Kader 2004). Dabei wurde Titelverteidiger Tschechien in der entscheidenden Qualifikationsrunde im Penaltyschiessen ausgeschaltet. Neben Schweden und Gastgeber Deutschland gab es in der Gruppenphase ein Wiedersehen mit Portugal. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen und einer Tordifferenz von 4:7 schied die Mannschaft bereits nach der Vorrunde aus.

Bei der Qualifikation zur EM 2006 scheiterten die Schweizer in den Play-Off-Spielen an Portugal. Nachdem sich die Mannschaft in der Gruppe 4 am letzten Spieltag durch einen 1:0-Sieg gegen Irland den 2. Platz hinter Frankreich sicherte und damit für die Relegationsrunde berechtigt war, wurde nach einem 1:1 im Hinspiel, das Rückspiel mit 1:2 verloren.

Auf die EM 2006 folgte bereits 2007 die nächste Europameisterschaft, so dass die Qualifikation für dieses Turnier in einem „Schnellverfahren“ ausgespielt wurde (Vorrunde, kurze Gruppenphase mit drei Mannschaften und Play-Off-Games). Die Schweiz, die erst in der Gruppenphase einsteigen musste, traf hier auf Moldawien und England, wobei nur je ein Spiel gegen jede Mannschaft ausgetragen wurde. Da England im ersten Spiel gegen Moldawien 2:2 unentschieden gespielt hatte, und die Schweizer in Moldawien mit 3:1 gewannen, hätte den Schweizern im entscheidenden Spiel ein Unentschieden zur Qualifikation für die Play-Off-Spiele genügt. Allerdings verloren die Eidgenossen vor heimischen Publikum mit 2:3 gegen die Engländer.

Für die nächste EM-2009-Qualifikation wurden der Schweiz mit Estland, Mazedonien und Norwegen „lösbare“ Gegner zugelost. Hartnäckigster Konkurrent sollte der EM-Titelverteidiger aus den Niederlanden werden. Die Schweizer starteten schlecht mit einem 1:1-Unentschieden gegen Mazedonien und einer 1:2-Niederlage gegen Norwegen. Nach zwei klaren Siegen mit 4:0 und 5:0 gegen Estland, sollte gegen Mazedonien die Revanche folgen. Doch wieder behielten die Südosteuropäer die Oberhand und gewannen den Vergleich mit 2:1. Da aber auch die Niederlande strauchelte, sollten die nächsten drei Spiele richtungsweisend werden. Mit drei Punkten Vorsprung auf die Schweiz kam es am letzten Spieltag zum Rückspiel zwischen den Niederlanden und den Eidgenossen. Das Schweizer Team gewann und zog auf Grund der besseren Tordifferenz an dem zweimaligen Europameister vorbei. In den Play-Off-Spielen stand die Mannschaft Spanien gegenüber. Das Hinspiel konnte mit 2:1 gewonnen werden; allerdings ging das Rückspiel mit 1:3 in der Verlängerung verloren, was das Ausscheiden bedeutete.

Im März 2009 begannen die erneuten Qualifikationsrunden zur EM 2011. Pierre-André Schürmann, der seit 2007 die Jugendauswahl trainierte, wurde, nachdem er ein Angebot von Neuchâtel Xamax annahm, durch Pierluigi Tami ersetzt. Dieser führt seine Schützlinge gegen die Juniorenteams aus der Türkei, Estland, Georgien, Armenien und Irland. Bereits am zweiten Spieltag setzte es eine überraschende Niederlage gegen die Esten, sowie drei Spieltage später ein Unentschieden gegen die bis dato sieglosen Iren. In weiteren Vergleichen setzten sich die Eidgenossen aber durch und setzten sich frühzeitig an die Spitzenposition der Gruppe 2. In den Play-offs setzte sich die Schweiz gegen Schweden durch (4:1, 1:1).

Bei der U-21-Europameisterschaft in Dänemark schaffte die Schweiz, nachdem sie sich in der Gruppenphase mit drei Siegen gegen Dänemark, Island und Weißrussland ohne Gegentreffer durchgesetzt hatte, den Einzug in den Halbfinal, wo sie am 22. Juni 2011 Tschechien mit 1:0 nach Verlängerung besiegte. Im Final verlor sie allerdings gegen Spanien mit 0:2.[2]

Teilnahme bei U-21 Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 nicht qualifiziert
1980 nicht qualifiziert
1982 nicht qualifiziert
1984 nicht qualifiziert
1986 nicht qualifiziert
1988 nicht qualifiziert
1990 nicht qualifiziert
1992 nicht qualifiziert
1994 in Frankreich nicht qualifiziert
1996 in Spanien nicht qualifiziert
1998 in Rumänien nicht qualifiziert
2000 in der Slowakei nicht qualifiziert
2002 in der Schweiz Halbfinal
2004 in Deutschland Vorrunde
2006 in Portugal nicht qualifiziert
2007 in den Niederlanden nicht qualifiziert
2009 in Schweden nicht qualifiziert
2011 in Dänemark Final
2013 in Israel nicht qualifiziert
2015 in Tschechien nicht qualifiziert
2017 in Polen nicht qualifiziert

Bemerkung: Zwischen 1978 und 1992 wurde die Endrunde einer U-21-Europameisterschaft nicht in einem Land ausgetragen, sondern durch Hin- und Rückspiele in den jeweiligen teilnehmenden Nationen absolviert.

Aktuelles Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit «*» markierte Spieler standen bisher im Kader für die EM-Qualifikationsspiele 2019 sowie im Testspiel gegen Frankreich am 25. Mai 2018.

Name Geburtsdatum Spiele Tore Verein
Torwart
Noam Baumann* 10. April 1996 1 0 FC Lugano (Leihe)
Simon Enzler* 16. Oktober 1997 0 0 SC Kriens (Leihe)
Gregor Kobel* 6. Dezember 1997 8 0 DeutschlandDeutschland TSG 1899 Hoffenheim
Dario Marzino 19. September 1996 0 0 BSC Young Boys
Mateo Matić* 7. Januar 1996 1 0 Grasshopper Club Zürich
Abwehr
Remo Arnold* 17. Januar 1997 1 0 FC Winterthur (Leihe)
Jan Bamert* 9. März 1998 3 0 FC Sion
Eray Cömert* 4. Februar 1998 1 1 FC Basel
Ulisses Garcia* (C)Kapitän der Mannschaft 11. Januar 1996 14 1 BSC Young Boys
Silvan Hefti* 25. Oktober 1997 7 0 FC St. Gallen
Mirlind Kryeziu 26. Januar 1997 0 0 FC Zürich
Noah Loosli* 23. Januar 1997 1 0 FC Lausanne-Sport
Linus Obexer 5. Juni 1997 0 0 FC Aarau (Leihe)
Jean-Pierre Rhyner* 16. März 1996 5 0 Grasshopper Club Zürich
Tobias Schättin 5. Juni 1997 1 0 FC Zürich (Leihe)
Nicolas Stettler* 28. April 1996 6 0 FC Zürich U-21
Jasper van der Werff* 9. Dezember 1998 1 0 OsterreichÖsterreich FC Red Bull Salzburg
Nils von Niederhäusern 10. Januar 1996 0 0 LiechtensteinLiechtenstein FC Vaduz
Cédric Zesiger* 24. Juni 1998 3 0 Grasshopper Club Zürich
Mittelfeld
Michel Aebischer* 6. Januar 1997 3 0 BSC Young Boys
Nedim Bajrami* 28. Februar 1999 1 0 Grasshopper Club Zürich
Arxhend Cani 2. August 1997 2 1 FC Basel U-21 (Leihe)
Maxime Dominguez 1. Februar 1996 0 0 FC Lausanne-Sport
Edimilson Fernandes* 15. April 1996 6 2 EnglandEngland West Ham United
Anto Grgić* 28. November 1996 7 0 FC Sion (Leihe)
Nicolas Haas* 23. Januar 1996 7 1 ItalienItalien Atalanta Bergamo
Vasilije Janjičić 2. November 1998 0 0 DeutschlandDeutschland Hamburger SV
Stefan Knežević* 30. Oktober 1996 2 0 FC Luzern
Dereck Kutesa 6. Dezember 1997 0 0 FC St. Gallen
Sandro Lauper* 25. Oktober 1996 7 0 BSC Young Boys
Jordan Lotomba* 29. September 1998 5 0 BSC Young Boys
Nikola Milosavljevic* 24. April 1996 1 0 FC Winterthur (Leihe)
Charles Pickel 15. Mai 1997 0 0 Grasshopper Club Zürich
Petar Pušić* 25. Januar 1999 1 0 Grasshopper Club Zürich
Fabian Rohner* 17. August 1998 1 0 FC Zürich
Kevin Rüegg* 5. August 1998 5 0 FC Zürich
Dominik Schmid* 10. März 1998 3 0 FC Lausanne-Sport (Leihe)
Djibril Sow* 6. Februar 1997 6 1 BSC Young Boys
Bastien Toma* 24. Juni 1999 1 0 FC Sion
Ruben Vargas 5. August 1998 0 0 FC Luzern
Sturm
João Oliveira* 6. Januar 1996 9 0 FC Lausanne-Sport
Albian Ajeti* 26. Februar 1997 8 0 FC Basel
Shkelqim Demhasaj* 19. April 1996 2 0 FC Luzern
Nicolas Hunziker* 23. Februar 1996 5 2 FC Thun
Cedric Itten* 27. Dezember 1996 5 0 FC St. Gallen
Neftali Manzambi 23. April 1997 0 0 Sporting Gijón (Leihe)
Dimitri Oberlin* 27. September 1997 9 5 FC Basel
Marvin Spielmann* 23. Februar 1996 9 2 FC Thun
Andi Zeqiri* 22. Juni 1999 2 0 FC Lausanne-Sport (Leihe)
Stand: 25. Mai 2018

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(unvollständig)

Ehemalige und bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reglement der UEFA-U21-Europameisterschaft 2017−19. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 8. Juni 2018.
  2. Die Schweiz verliert gegen Spanien den U21-EM-Final. Aargauer Zeitung, 25. Juni 2011, abgerufen am 8. Juni 2018.