Schweizer Rallyemeisterschaft

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Ivan Ballinari, Schweizer Rallyemeister 2019

Die Schweizer Rallyemeisterschaft wird seit 1975 ausgetragen. Davor gab es während einiger Jahre einen Pokal, der allerdings keinen Meisterschaftsstatus besass.

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rallye ist eine Motorsport-Disziplin, die auf normalen Strassen, Feld- oder Waldwegen ausgetragen wird. Im Gegensatz zu Rundstreckenrennen, bei denen «im Kreis» gefahren wird, führt eine Rallye von einem Ausgangspunkt A zu einem Zielort B. Gestartet wird in einem zeitlich festgelegten Abstand, sodass sich die einzelnen Teilnehmer auf der Strecke nicht in die Quere kommen. Gefahren wird gegen die Stoppuhr. Es gewinnt, wer am Ende die gesamte Distanz am schnellsten zurückgelegt hat. Wie Bergrennen und Slaloms sind auch Rallyes in der Schweiz nicht vom Rundstreckenverbot, das seit 1955 gilt, betroffen.

Rallyes in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekannteste Rallye der Schweiz ist die Rallye International du Valais. Die erste Ausgabe dieser Traditions-Veranstaltung wurde 1960 ausgetragen, trug damals noch den Namen «Rallye des Vins» und wurde im Rahmen des Comptoir de Martigny veranstaltet. 1985 bekam die Rallye ihren heutigen Namen «Rallye International du Valais». Traditionell bildet die «Valais» den Saisonschlusspunkt der Schweizer Meisterschaft. In der Vergangenheit hat der Lauf auch schon zur Intercontinental Rally Challenge (IRC) gehört. Die Rallye International du Valais ist mit annähernd 250 gewerteten Kilometern die längste Rallye im Kalender[1].

Neben der Rallye du Valais haben vor allem Rallyes im Tessin eine lange Tradition. Schon Anfang der 1960er-Jahre gab es die «Rally di Lugano». Diese zählte bis 1988 zum Schweizer Meisterschafts-Kalender. Widerstand der Behörden und Bevölkerung führten dazu, dass die Rallye für fast zehn Jahre nicht mehr ausgetragen wurde. 1997 lebte die «Lugano» als «Rally ASAT» (für Associazione Sport Auto Ticino) mit Sonderprüfungen von mehr als 100 Kilometern wieder auf. Heute hat die Rally Ronde del Ticino nur noch den Status einer Rallye Typ 4 (siehe unten)[2].

Zu den weiteren bekannten Rallyes in der Schweiz zählen auch das «Critérium Jurassien» (seit 1978 Bestandteil der Schweizer Meisterschaft)[3] sowie die «Rallye du Chablais», die aus der «Rallye des Alpes Vaudoises» hervorgegangen ist und seit 2004 unter ihrem jetzigen Namen ausgetragen wird[4]. Zu den weiteren Rallyes, die in der Schweiz bereits veranstaltet wurden, zählen auch: die Rallye Court (oder Court Franche Comté), das Critérium Neuchâtelois, die Rallye St-Cerque, die Rallye Uri (bzw. Gotthard), die Rallye Thun sowie die Ronde d’Ajoie (bzw Ronde Jurassienne).

Neben den vier im Kalender für 2020 verankerten Rallyes (Critérium Jurassien, Chablais, Ticino und Valais) gehört auch die «Rallye Mont-Blanc» bei Morzine (F) zur Schweizer Meisterschaft[5].

Reglement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Rallye-Meisterschaft sieht eine Gliederung nach vier Rallye-Typen vor. Die Rallyes vom Typ 1 sind nachstehender Reglementierung unterstellt: Gesamtdistanz unlimitiert; höchstens drei Etappen. Gesamtdistanz der SP: mehr als 161 km. Es gibt keine minimal oder maximal Länge für eine SP. Nach einer Dauer von 12 bis 14 Stunden ist eine Pause von eineinhalb bis zwei Stunden obligatorisch.

Rallyes Typ 2: Die Rallyes des Typs 2 sind der für die Rallyes des Typs 1 anwendbaren Grundreglementierung unterstellt unter Vorbehalt der folgenden Anordnungen: Gesamtdistanz gleich oder mehr als 200 km; höchstens drei Etappen. Gesamtdistanz der SP: von 91 bis 160 km. Maximale Länge der SP limitiert auf 30 km (+10%). Nach einer Dauer von 12 bis 14 Stunden ist eine Pause von eineinhalb bis zwei Stunden obligatorisch.

Rallyes Typ 3: Die Rallyes des Typs 3 sind der für die Rallyes des Typs 2 anwendbaren Grundreglementierung unterstellt unter Vorbehalt der folgenden Anordnungen: Max. 24 Stunden zwischen dem ersten Start des ersten Fahrzeugs und dem letzten Ziel des ersten Fahrzeugs. Gesamtdistanz gleich oder mehr als zweimal die SP Distanz. Gesamtdistanz der SP: von 51 bis 90 km; mindestens vier SP, wovon zwei verschiedene. Keine Anwendung der Regel «SuperRally» für Rallyes des Typs 3.

Rallyes Typ 4: Die Rallyes des Typs 4 sind der für die Rallyes des Typs 3 anwendbaren Grundreglementierung unterstellt, unter Vorbehalt der folgenden Anordnungen: Gesamtdistanz der SP: Mindestens zwischen 20 und 50 km; höchstens drei Durchgänge in der gleichen SP. Länge einer SP: Höchstens 6 km. Die Veranstaltung muss gänzlich an einem Tag ausgetragen werden, ab den administrativen/technischen Kontrollen bis zur Preisverteilung.

Für das Schlussklassement der Schweizer Rallye Meisterschaft wird die maximale Anzahl der zu berücksichtigenden Veranstaltungen folgendermassen festgelegt: Bei bis sechs effektiv organisierten Veranstaltungen gibt es ein Streichresultat. Bei sieben und mehr effektiv organisierten Veranstaltungen sind zwei Streichresultate vorgesehen.

Sind weniger als zwölf Schweizer Teilnehmer zum Rallye gestartet, werden die Punkte in der Gesamtwertung der SRM halbiert. Sind weniger als fünf Teilnehmer pro Klasse gestartet, wird in der Klassenwertung nur die halbe Punktzahl verteilt.

Im ersten Jahr der Schweizer Rallye-Meisterschaft gab es für die Beifahrer auch SM-Punkte. Das führte dazu, dass Pierre Schaer (bei den meisten Rallyes Beifahrer von Meister Jean-Marie Carron) Zweiter in der Meisterschaft wurde.

Teilnahmeberechtigt an der Schweizer Rallye-Meisterschaft sind alle Fahrzeuge, die den Vorschriften des Anhang «J» der FIA und den Bestimmungen der NSK (Nationale Sport Kommission) sowie denjenigen von ASS (Auto Sport Schweiz) entsprechen.

Seit 2012 gibt es im Rahmen der Schweizer Rallye-Meisterschaft eine separat geführte Juniorenwertung.

Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meister seit 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fahrer/Beifahrer Fahrzeug
2019 Ivan Ballinari/Giusva Pagani Skoda Fabia R5
2018 Ivan Ballinari/Paolo Pianca Skoda Fabia R5
2017 Sébastien Carron/Lucien Revaz Ford Fiesta R5
2016 Sébastien Carron/Lucien Revaz Ford Fiesta R5
2015 Grégoire Hotz/Pietro Ravasi Peugeot 207 S2000
2014 Sébastien Carron/Lucien Revaz Peugeot 207 S2000
2013 Grégoire Hotz/Pietro Ravasi Peugeot 207 S2000
2012 Nicolas Althaus/Alain Ioset Peugeot 207 S2000
2011 Laurent Reuche/Jean Deriaz Peugeot 207 S2000
2010 Grégoire Hotz/Pietro Ravasi Peugeot 207 S2000
2009 Florian Gonon/Sanra Arlettaz Subaru Impreza STi
2008 Grégoire Hotz/Pietro Ravasi Peugeot 207 S2000
2007 Grégoire Hotz/Pietro Ravasi Renault Clio S1600
2006 Hervé Taverney/Yvan Taverney Renault Clio RS
2005 Olivier Gillet/Frédéric Helfer Renault Clio S1600
2004 Patrick Heintz/Roland Scherrer Subaru Impreza WRX STi
2003 Christian Jacquillard/Christiane Jacquillard Toyota Corolla WRC
2002 Christian Jacquillard/Christiane Jacquillard Toyota Corolla WRC
2001 Grégoire Hotz/Etienne Calame Citroën Saxo KitCar
2000 Grégoire Hotz/Etienne Calame Renault Maxi Mégane
1999 Grégoire Hotz/Etienne Calame Renault Maxi Mégane
1998 Cyril Henny/Aurore Brand Peugeot 306 Maxi
1997 Cyril Henny/Aurore Brand Peugeot 306 16S
1996 Georges Darbellay/Sandra Schmidly Opel Astra GSi
1995 Olivier Burri/Christophe Hofmann Ford Escort RS Cosworth
1994 Christian Jacquillard/Christiane Jacquillard Ford Escort RS Cosworth
1993 Olivier Burri/Christophe Hofmann Ford Sierra Cosworth 4x4
1992 Olivier Burri/Christophe Hofmann Toyota Celica 4WD Turbo
1991 Olivier Burri/Christophe Hofmann Ford Sierra Cosworth/Toyota Celica 4WD
1990 Philippe Camandona/Pierre Périat Ford Sierra Cosworth
1989 Christian Jacquillard/Christiane Jacquillard Ford Sierra Cosworth
1988 Christian Jacquillard/Christiane Jacquillard Ford Sierra Cosworth
1987 Eric Ferreux/Serge Audemars Renault 11 Turbo
1986 Jean-Pierre Balmer/Denis Indermühle Lancia Rally 037
1985 Eric Ferreux/Serge Audemars Renault 5 Turbo
1984 Eric Ferreux/Serge Audemars Renault 5 Turbo
1983 Eric Ferreux/Serge Audemars Porsche 911 SC
1982 Jean-Pierre Balmer/Fabio Cavalli Opel Ascona 400
1981 Jean-Marie Carron/Ugo Rattazzi Porsche 911
1980 Jean-Pierre Balmer/Willy Freiburghaus Porsche Carrera
1979 Claude Haldi/Bernard Sandoz Porsche Turbo
1978 Philippe Carron/Daniel Siggen Fiat 131 Abarth
1977 Eric Chapuis/Edy Bernasconi Porsche Carrera
1976 André Savary/Jean-Robert Corthay Porsche Carrera
1975 Jean-Marie Carron/Pierre Schaer Porsche Carrera

Junioren-Meister seit 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fahrer/Beifahrer Fahrzeug
2019 Jonathan Michellod/Stéphane Fellay Peugeot 208 R2
2018 Thomas Schmid/Quentin Marchand & Cornel Frigoli Peugeot 208 R2
2017 Nicolas Lathion/Gaëtan Lathion Peugeot 208 R2
2016 Aurélien Devanthéry/Michael Volluz Peugeot 208 R2
2015 Cédric Althaus/Jessica Bayard Peugeot 208 R2
2014 Simon Rossel/Thibaud Rossel Renault Twingo R1
2013 Kim Daldini/Giorgia Gaspari Renault Twingo R1
2012 Thomas Joris/Stéphane Fellay Renault Twingo R1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jahrbuch Automobilsport von Auto Sport Schweiz (2004–2019)
  • Jahrbuch Automobilsport von ACS (1970–2003)
  • Rennsport Schweiz aus dem Aktiv Verlag, diverse Autoren (1984–2019)
  • Rallyes, Championnat de Suisse, Michel Busset (1981–2012)
  • Rallye du Valais, L'épopée du demi-siècle, Michel Busset (1960-2009)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://riv.ch/
  2. http://www.rallyticino.com/it/
  3. http://www.criterium-jurassien.ch/
  4. https://www.rdch.ch
  5. http://www.rallye-mont-blanc-morzine.com/