Schweizerischer Turnverband

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Schweizerischer Turnverband
Logo STV 2015 A4 2farbig Pantone
Gründungsdatum/-jahr 1832
Gründungsort Aarau
Präsident Erwin Grossenbacher
Vereine 3'000
Mitglieder ca. 370'000
Homepage www.stv-fsg.ch

Der Schweizerische Turnverband (STV) ist der Dachverband der Kantonal-/Regionalverbände und Turnvereine. Sein Sitz befindet sich in Aarau. Zudem ist er Mitglied von Swiss Olympic Association.

Der 1985 gegründete Schweizerische Turnverband STV ist mit seinen rund 370‘000 Mitgliedern nicht nur der grösste polysportive Verband der Schweiz, sondern auch der älteste. Mit seinen Vorgängerverbänden – dem Eidgenössischen Turnverein ETV (Gründungsjahr 1832) und dem Schweizerischen Frauenturnverband SFTV (Gründungsjahr 1908) – blickt er auf eine lange Tradition zurück.

Der STV setzt sich seit 180 Jahren für die Gesundheit der Bevölkerung ein. Das vielseitige Angebot für alle Altersstufen, die Freude an der Bewegung und der Spass zu turnen, motiviert und verbindet. Der STV fördert den Spitzensport (Kunstturnen, Rhythmische Gymnastik und Trampolin) ebenso wie den Breitensport (Aerobic, Gymnastik, Gerätturnen, Leichtathletik, Nationalturnen, Rhönrad, Faustball, Indiaca, Korbball, Volleyball, und Turnen).

Der STV gliedert sich in 30 Mitgliederverbände.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Französisch: Fédération suisse de gymnastique (FSG)
  • Italienisch: Federazione svizzera di ginnastica (FSG)
  • Rätoromanisch: Federaziun svizra da gimnastica (FSG)
  • Englisch: Swiss Gymnastics Federation (FSG)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Anfang des 19. Jahrhunderts aus national-völkischen Motiven unter Friedrich Ludwig Jahn in Preussen entstandene Turnen fand seinen Weg auch in die Schweiz. Insbesondere von Studenten des Zofingervereins wurde das Turnen in ihren Verbindungen praktiziert. Durch die im Gebiet des deutschen Bundes erlassene Turnsperre von 1820 emigrierten etliche Turner in die Schweiz, wo sie an Mittelschulen eine Anstellung fanden (Chur, Luzern, Solothurn, St. Gallen, Hofwil, Genf) und so das Turnwesen verbreiteten (siehe Demagogenverfolgung). Nach und nach entstanden aber auch nicht akademische Turnvereine, so dass die jährlichen Zusammenkünfte der „Zofinger“ nicht mehr ausreichten. Im Zuge der liberalen Julirevolution von 1830 in Frankreich schlossen sich die in der Schweiz bestehenden Turnvereine anlässlich des ersten Eidgenössischen Turnfestes von 1832 zum Eidgenössischen Turnverein (ETV) zusammen.

Zwar wurde in den ersten Statuten noch kein Vereinszweck festgehalten, doch waren die Turn- wie auch die Sänger- und Schützenvereine Orte politischer „Massenbewegungen“.[1] Der Kader der Freisinnig-Demokratischen Partei der Schweiz konnte hier seine liberal gesinnte Basis mobilisieren, die für die Gründung des Bundesstaates eintrat. Dies stand ganz im Widerspruch zur selbsterklärten politischen Neutralität. Dass dem bis zum Zweiten Weltkrieg nicht so war, beweisen unter anderem auch die Vereinigung der katholischen Turner ausserhalb des ETV im Schweizerischen Katholischen Turnverein (heute Sportunion) im Jahre 1918 und die Abspaltung der proletarischen Turner vom bürgerlich-nationalen ETV sowie ihre Vereinigung im Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverband (SATUS) im Jahre 1922. Auch der Vereinszweck in den 1907 gültigen Statuten lässt mit dem Hinweis auf die „nationale […] Erziehung der schweizerischen Jugend“ aus heutiger Sicht keine politisch neutrale Haltung erkennen.[2]

Durch die in der Schweiz erfolgreiche Revolution im Jahre 1848 (siehe Sonderbundskrieg, Gründung des Schweizerischen Bundesstaates) obsiegten nicht nur die liberalen Grundwerte (siehe Europäische Revolutionen 1848/1849). Der ETV avancierte für den Staat durch sein turnerisches Know-how in Fragen der Leibeserziehung zu einem regelrechten „Kompetenzzentrum“. Zur Umsetzung des obligatorischen Turnunterrichtes für Knaben an den Volksschulen als Wehrvorbereitung im Jahre 1874 rief der Bundesrat mit der Eidgenössischen Turnkommission (ETK) ein persönliches Beratungsorgan ins Leben, in der hauptsächlich Vertreter des Turnvereins (z. B. der Schweizer Turnvater Johann Niggeler[3]) und Turnlehrer Einsitz nahmen. Zudem bestand nicht nur zwischen dem ETV und der Turnkommission eine enge personelle Verflechtung, sondern auch zwischen dem ETV und dem Schweizerischen Turnlehrerverband (STLV, heute Schweizerischer Verband für Sport in der Schule). Daraus resultierte, dass sich die Turner in ihrem Selbstverständnis als eine wesentliche „Staatsstütze“ verstanden.[4][5]

Die Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmende Popularität der sportlichen Wettkampfidee stellte den ETV vor grosse Probleme. Zum einen stand sie konträr zur nationalen Ideologie der Turner und zum anderen vermochte gerade der Sport die Jugend für sich zu gewinnen (siehe Geschichte des Sports). So sagte der ETV im Jahre 1920 noch unter Protest der welschen Turner eine Teilnahme an den Olympischen Spielen ab, wo er sich hingegen vier Jahre später dem Popularitätsverdikt beugen musste und eine Mannschaft nach Paris schickte. Aus den gleichen Motiven fand der Beitritt zum Internationalen Turnerbund (Fédération Internationale de Gymnastique) ebenfalls erst nach langjähriger Ablehnung im Jahre 1921 statt.

Der Konkurrenzdruck des Sportes veranlasste den ETV zugleich auch sein Turnprogramm zu erweitern (die Leichtathletik, kleine und grosse Spiele wie „Ball-über-die-Schnur“ und Handball wurden in den 1910er und 1920er Jahren eingeführt), weshalb es in den 1920er Jahren innerhalb des Vereins zu einem Streit zwischen den Geräteturner, die sich von den Veränderungen bedroht fühlten, und den Leichtathleten kam. Infolge dieses Streites kam es zur Gründung von zwei Unterverbänden: der Eidgenössischen Kunstturnverband und der Eidgenössischen Leichtathletikverband (ELAV, wurde 1971 zugunsten des Schweizerischen Leichtathletikverbandes aufgelöst), der in Konkurrenz stand zur Leichtathletikabteilung des Schweizerischen Fussball- und Athletik-Verbandes (heute Schweizerischer Fussballverband). Zudem musste sich das Turnen gegenüber den Frauen öffnen, weshalb der Schweizerische Frauenturnverband 1908 als Unterverband ins Leben gerufen wurde. Dieser Schritt ist auch als eine Reaktion auf die Emanzipation der Frauen zu bewerten, da durch die Protegierung des Frauenturnens nicht nur das Turnprogramm aus physiologischen und somit gesundheitlichen Gründen dem „defizitären“ weiblichen Körperbau angepasst werden musste (siehe Eugenik), sondern insbesondere der turnerischen Gleichstellung Einhalt geboten werden konnte (es bestand offiziell bis in die 1970er Jahre ein Wettkampfverbot für die Turnerinnen).

Die Popularität des Sportes führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Gründung etlicher Sportvereine, zur Erweiterung der Eidgenössischen Turnkommission zur Turn- und Sportkommission und zur Aufnahme von Sportspielen (insbesondere des Fussballspiels) in den schulischen Lehrplan. Mit dieser Entwicklung büsste der ETV seine einstige „Monopolstellung in der Erziehung durch Leibesübungen“ ein.[6] Durch die zunehmenden Militarisierung in den 1930er und in der ersten Hälfte der 1940er Jahre konnte der ETV seine Stellung in der Gesellschaft zwar kurzfristig wieder etwas ausbauen, doch änderte dies nichts an der langfristigen Entwicklung (es bestand die Hoffnung, dass es zu einem obligatorischen militärischen Vorunterricht gekommen wäre, der dann insbesondere der ETV ausgeführt hätte – 1942 wurde diese Idee vom Schweizer Volk in einer Referendumsabstimmung jedoch verworfen).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Turnen „versportet“. Turnen, respektive das Gerätturnen, wurde vermehrt als eine Sportart unter vielen betrachtet. Diese Entwicklung bot aber auch neue Chancen, die der Verein zu nutzen wusste. Durch den Abbau der Spannungen zum Sportwesen konnte er sich entkrampft dem Spitzen- und dem Breitensport zuwenden. Dies war auf Grund der gesellschaftlichen Veränderungen in der Nachkriegsära auch notwendig. Denn die „Konsumgesellschaft“ führte sowohl zur Kommerzialisierung und Professionalisierung des Sportes, sowie auch zur Entstehung von immer mehr Freizeitangeboten, gegen diese sich der ETV zu behaupten hatte. Gerade dieser Konkurrenzkampf im Freizeitmarkt liess die Turner innovativ werden. So gehören heute Aerobic und der Gesundheitssport ebenso zum „Turnprogramm“ wie das Gerätturnen und die Leichtathletik. Im Zuge dieser Entwicklung scheint es nur konsequent zu sein, dass im Jahre 1985 der ETV und der Frauenturnverband zum Schweizerischen Turnverband (STV) fusionierten und dadurch die Turnerinnen zu gleichwertigen Partnerinnen aufstiegen. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich der Turnverein, respektive der Turnverband, als polysportive Breitensportorganisation seinen festen Platz in der Schweizer Sportlandschaft sichern und im Jahre 2007 seinen 175. Geburtstag feiern.

Nationalkader 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunstturnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Caterina Barloggio
  • Thea Brogli
  • Jessica Diacci
  • Clara Gandrey
  • Lynn Genhart
  • Ilaria Käslin
  • Leonie Meier
  • Livia Schmid
  • Stefanie Siegenthaler
  • Giulia Steingruber
  • Fabienne Studer
  • Anina Wildi

Rhythmische Gymnastik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tania Cardinale
  • Gina Dünser
  • Jasmin Frieden
  • Tamara Stanisic
  • Rahel Steinger
  • Julia Wymann

Trampolin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fanny Chilo
  • Sébastien Lachavanne
  • Simon Progin

Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunstturnen, Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele Weltmeisterschaften Europameisterschaften
Pablo Brägger (STV Oberbüren) 2017: 1. (Reck)

2015: 3. (Boden)

Oliver Hegi (STV Lenzburg) 2017: 2. (Reck)
Christian Baumann (STV Lenzburg) 2016: 3. (Pferd)

2015: 2. (Barren)

Lucas Fischer (STV Lenzburg) 2013: 2. (Barren)
Christoph Schärer (TV Zäziwil) 2006: 3. (Reck)

2004: 3. (Reck)

Dieter Rehm (TV Samstagern) 1999: 3. (Sprung) 1998: 3 (Sprung)

1996: 2. (Sprung)

Donghua Li (BTV Luzern) 1996: 1. (Pauschenpferd) 1996: 2. (Pauschenpferd)

1995: 1. (Pauschenpferd)

1994: 3. (Pauschenpferd)

1996: 1. (Pferd)
Daniel Giubellini (TV Meilen) 1990: 1. (Barren)
René Plüss (TV Glarus Alte Sektion) 1990: 2. (Reck)
Sepp Zellweger (St. Margrethen) 1983: 3. (Ringe)
Roland Hürzeler (BTV Luzern) 1971: 3. (Reck)
Ernst Fivian (BTV Luzern) 1961: 3. (Sprung)

1959: 1. (Boden)

1959: 3. (Sprung)

Max Benker (Alte Sektion Zürich) 1957: 3. (Mehrkampf)

1957: 2. (Pferd)

1957: 3. (Barren)

Jack Günthard (TV ZH Neumünster, STV Luzern, Männedorf) 1952: 1. (Reck) 1957: 1. (Barren & Reck)
Josef Stalder (BTV Luzern) 1952: 3. (Zwölfkampf)

1952: 3. (Barren)

1952: 2. (Reck)

1948: 1. (Reck)

1948: 3. (Barren)

1954: 2. (Barren & Pauschenpferd)

1950: 1. (Freiübung, Pauschenpferd & Boden)

1950: 3. (Reck)

Walter Lehmann (Richterswil) 1948: 2. (Zwölfkampf)

1948: 2. (Reck)

1950: 1. (Mehrkampf & Ringe)

1950: 3. (Sprung, Reck & Pauschenpferd)

Karl Frei (TV Regensdorf) 1948: 1. (Ringe)
Marcel Adatte (Alte Sektion Zürich) 1950: 2. (Mehrkampf & Pauschenpferd)
Ernst Gebedinger (Winterthur-Hegi) 1950: 1. (Boden & Sprung)
Hans Eugster (BTV Luzern) 1952: 1. (Barren)

1952: 3. (Ringe)

1950: 1. (Barren)

1950: 3. (Ringe)

Christian Kipfer 1948: 3. (Barren)
Eugen Mack (Basel-Bürger) 1936: 2. (Zwölfkampf)

1936: 3. (Boden)

1936: 2. (Pferdsprung)

1936: 2. (Pauschenpferd)

1928: 1. (Pferdsprung)

1928: 3. (Reck)

1938: 3. (Mehrkampf)

1938: 1. (Sprung)

1938: 2. (Boden)

1934: 1. (Mehrkampf, Pauschenpferd, Sprung & Barren)

1934: 2. (Boden)

1934: 3. (Reck)

Michael Reusch (Bern-Bürger) 1948: 2. (Ringe)

1948: 1. (Barren)

1936: 2. (Barren)

1938: 1. (Barren, Reck & Pauschenpferd)

1938: 3. (Ringe)

Walter Beck 1938: 2. (Sprung & Reck)
Hans Nägeli 1938: 2. (Sprung)
Leo Schürmann (TV Zürich Neumünster) 1938: 3. (Pauschenpferd)
Giorgio (Georges) Miez (Chiasso, TV Töss) 1936: 1. (Boden)

1932: 2. (Boden)

1928: 1. (10-Kampf)

1928: 2. (Pauschenpferd)

1928: 1. (Reck)

1934: 1. (Boden)

1934: 2. (Reck)

Eduard Steinemann (Flawil) 1934: 2. (Pauschenpferd & Sprung)
Josef Walter (Alte Sektion Zürich) 1936: 2. (Boden) 1934: 2. (Barren)
Albert Bachmann (BTV Luzern) 1936: 3. (Pauschenpferd)
Walter Bach (Alte Sektion Zürich) 1934: 3. (Barren)
Hermann Hänggi (Burgdorf-Bürger) 1928: 1. (Pauschenpferd)

1928: 3. (Barren)

August Güttinger (Veltheim) 1924: 1. (Barren)

1924: 3. (Tauhangeln)

Jean Gutweniger (Arbon) 1924: 2. (Reck & Pauschenpferd)
Josef Wilhelm (Chur-Bürger) 1924: 1. (Pauschenpferd)
Antoine Rebetez (La Chaux-de-Fonds) 1924: 3. (Pauschenpferd)
Adolf Spinnler (Liestal) 1904: 3. (6-Kampf)

1904: 1. (Dreikampf)

Louis Zutter (Neuchâtel) 1896: 2. (Barren & Pferdsprung)

1896: 1. (Pauschenpferd)

Teamwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele Weltmeisterschaften Europameisterschaften
2016 3. (Christian Baumann, Pablo Brägger, Benjamin Gischard, Oliver Hegi, Eddy Yusof)
1954 3.
1952 2. (Josef Stalder, Hans Eugster, Jean Tschabold, Jack Günthard, Melchior Thalmann, Ernst Gebendinger, Hans Schwarzentruber, Ernst Fivian)
1950 1. (Josef Stalder, Walter Lehmann, Marcel Adatte, Ernst Gebedinger, Hans Eugster)
1948 2. (Walter Lehmann, Josef Stalder, Christian Kipfer, Emil Studer, Robert Lucy, Michael Reusch, Melchior Thalmann, Karl Frei)
1938 2. (Eugen Mack, Michael Reusch, Leo Schürmann, Walter Beck, Hans Nägeli)
1936 2. (Eugen Mack, Michael Reusch, Edi Steinemann, Walter Bach, Albert Bachmann, Georges Miez, Josef Walter, Walter Beck)
1934 1. (Eugen Mack, Giorgio Miez, Eduard Steinemann, Josef Walter, Walter Bach)
1928 1. (Georges Miez, Hermann Hänggi, Eugen Mack, Melchior Wezel, Edi Steinemann, August Güttinger, Hans Grieder, Otto Pfister)
1924 3. (August Güttinger, Jean Gutweniger, Hans Grieder, Georges Miez, Josef Wilhelm, Otto Pfister, Carl Widmer, Antoine Rebetez)

Kunstturnen, Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele Weltmeisterschaften Europameisterschaften
Giulia Steingruber (TZ Fürstenland, TV Gossau) 2016: 3. (Sprung) 2017: 3. (Sprung) 2016: 1. (Sprung & Boden)

2015: 1. (Mehrkampf)

2015: 2. (Sprung)

2015: 3. (Boden)

2014: 1. (Sprung)

2014: 3. (Boden)

2013: 1. (Sprung)

2012: 3. (Sprung)

Ariella Kaeslin (BTV Luzern) 2009: 2. (Sprung) 2011: 3. (Sprung)

2009: 3. (Mehrkampf)

2009: 1. (Sprung)

Trampolin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele Weltmeisterschaften Europameisterschaften
2014 3. Nicolas Schori/Simon Progin (Männer, Synchron)
2007 3. Michel Boillet/Ludovic Martin (Männer, Synchron)
2005 2. Michel Boillet/Ludovic Martin (Männer, Synchron)
1992 1. Ruth Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)
1986 2. Ruth Schumann-Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)
1984 2. Ruth Schumann-Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)
1982 1. Ruth Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)

3. Jörg Roth/Bernhard Stadelmann (Männer, Synchron)

1981 2. Ruth Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)
1980 1. Ruth Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)
1979 1. Ruth Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)
1978 2. Gerhard Gass/Jörg Roth (Männer, Synchron)

3. Ruth Keller/Edith Zaugg (Frauen, Synchron)

1976 3. Ruth Keller (Frauen, Einzel)
1973 2. Ruth Keller, TV Mollis (Frauen, Einzel)
1971 2. Urs Bächler/Roland Otzenberger (Männer, Synchron)
1970 3. Kurt Höhener/Victor Pircher (Männer, Synchron)
1969 2. Kurt Höhener, Basel (Männer, Einzel)

2. Kurt Höhener/Victor Pircher (Männer, Synchron)

1967 2. Kurt Höhener/Rolf Maurer (Männer, Synchron)

Zurlinden-Villa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zurlinden-Villa – Geschäftsstelle des STV in Aarau

Die Geschäftsstelle des Schweizerischen Turnverbandes in der Villa Zurlinden in Aarau ist die administrative und organisatorische Drehscheibe des Verbandes. Auf der Geschäftsstelle des STV arbeiten rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. drei Lernenden).

Die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute, spätklassizistische «Villa vor der Stadt» befindet sich an der Bahnhofstrasse 38 (früher Landstrasse) in Aarau. Hinter der schlichten grauen Fassade der einstigen Villa des Zement-Barons Friedrich Rudolf Zurlinden (1851–1932) verbirgt sich hochherrschaftlicher Glanz: reich geschnitztes Wandtäfer und Treppe und eine grossflächige Glasmalerei.

Der Mittelteil des heutigen «Turnerheims» wurde schon zwischen 1850 und 1860 erbaut. Um die Jahrhundertwende wurde das Interieur eingebaut. Nachdem Zurlinden von Aarau wegzog, wurde das Haus der Stadt Aarau vermacht. Die Stiftung wurde jedoch mit der Auflage verbunden, dass dem Eidgenössischen Turnverein (seit 1985 der Schweizerische Turnverband) ein lebenslanges Nutzungsrecht zugestanden wird. Nach der Schenkung des Hauses an den Eidgenössischen Turnverein im Jahr 1928 erfolgte eine symmetrische Erweiterung durch seitliche Anbauten. 1963 wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt.

In der einstigen Zurlinden-Villa residiert seit 1930 der Schweizerische Turnverband. In den drei Tagungsräumen finden jährlich rund 500 Sitzungen statt. Zwischen dem Sommer 2016 bis zum Sommer 2017 wurde die Villa einer Totalsanierung unterzogen.

Anlässe des Schweizerischen Turnverbandes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eidgenössisches Turnfest (ETF)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Eidgenössische Turnfest ist der grösste polysportive Sportanlass der Schweiz und findet alle sechs Jahre statt. Das erste Eidgenössische Turnfest fand 1832 in Aarau statt.

Swiss Cup Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Swiss Cup Zürich ist ein Paarwettkampf im Kunstturnen. 1982 fand der Swiss Cup Zürich zum ersten Mal statt. Bei der Premiere traten acht Paare an. In den Anfangsjahren war der Wettkampf vor allem ein «Must» für das Fachpublikum Kunstturnen. Mittlerweile ist der Swiss Cup Zürich zu einem fixen Termin für viele Sportfans geworden und konnte sich auch als weltweit bekannter Topanlass im Turnsport etablieren. Der Team-Wettkampf im Ausscheidungssystem ist nicht nur für den «Turn-Profi», sondern auch für den Laien eine attraktive und einfach zu verstehende Wettkampfform. Nachdem der Wettkampf in den ersten Jahren in der Saalsporthalle in Zürich stattfand, wechselte der Wettkampf im Jahr 2006 ins Hallenstadion. Seither findet der Wettkampf jährlich in einer der grössten Mehrzweckhallen Europas statt.

Gymotion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gymotion ist eine Turnshow, bei der sich die besten Turnvereine des Landes einem grossen Publikum präsentieren. Die Darbietungen der jeweiligen Vereine werden dabei von eine Live-Musik begleitet. Die Gymotion ist eine Symbiose von höchster Turnkunst und grossartiger Live-Musik. Mit viel Glamour und Entertainment beweisen jeweils rund 400 Turnerinnen und Turner aus der ganzen Schweiz, dass das Vereinsturnen alles andere als langweilig und verstaubt ist.Die Show findet jeweils im Hallenstadion in Zürich statt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bohus, Julius, Sportgeschichte. Gesellschaft und Sport von Mykene bis heute, München 1986.
  • Eichenberger, Lutz, Die Eidgenössische Sportkommission 1874-1997. Ein Beitrag zur Sportpolitik des Bundes, Thun 1998.
  • Eidgenössischer Turnverein (Hg.), Eidgenössischer Turnverein 1832-1932. Jubiläumsschrift herausgegeben anlässlich seines 100-jährigen Bestehens. Eine Rückschau auf die Jahre 1907–1932, Zürich 1933.
  • Eidgenössischer Turnverein (Hg.), Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum des Eidgenössischen Turnvereins 1832-1907, Zürich 1907.
  • Herzog, Eva, Frisch, frank, fröhlich, frau. Frauenturnen im Kanton Basel-Landschaft. Ein Beitrag zur Sozialgeschichte des Breitensports, Liestal 1995.
  • Hotz, Arturo (Hg.), 125 Jahre im Dienste des Schulturnens 1858–1983, Stäfa 1983.
  • Hartmut Kaelble, Sozialgeschichte Europas. 1945 Bis zur Gegenwart, München 2007.
  • Kern, Stefan, Turnen für das Vaterland und die Gesundheit. Der Eidgenössische Turnverein und seine Ansichten vom Schulturnen, dem freiwilligen Vorunterricht und dem Vereinsturnen 1900-1930, Norderstedt 2009. ISBN 978-3-640-46240-7
  • Koller, Christian, „Der Sport als Selbstzweck ist eines der traurigsten Kapitel der bürgerlichen Sportgeschichte. Wandel und Konstanten im Selbstverständnis des schweizerischen Arbeitersports (1922–1940)“, in: Gilomen, Hans-Jörg (et al.), Freizeit und Vergnügen vom 14. bis zum 20. Jahrhundert, Zürich 2005, S. 287–301.
  • Krebs, Andreas, Wie der Sport in den Eidgenössischen Turnverein kam. Die Leichtathletik als Brücke zwischen Turnen und Sport 1920–1936. Unveröffentlichte Diplomarbeit zur Erlangung des Eidgenössischen Turn- und Sportlehrerdiploms II an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Zürich 2003.
  • Lamprecht, Markus, Sport zwischen Kultur, Kult und Kommerz, Zürich 2002.
  • Leimgruber, Walter, „Frisch, fromm, fröhlich, frei: Die Eidgenössischen Turnfeste im 20. Jahrhundert“, in: Schader, Basil/Leimgruber, Walter (Hg.), Festgenossen. Über Wesen und Funktion eidgenössischer Verbandsfeste, Basel 1993, S. 11–104.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gruner, Erich, Die Parteien in der Schweiz, Bern (2) 1977, S. 81 f.
  2. Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum, 1907, S. 2, Anhang.
  3. Hans-Dieter Gerber: Niggeler, Johannes. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. Oktober 2008, abgerufen am 25. Juni 2018.
  4. Kern, Stefan, Turnen für das Vaterland und die Gesundheit. Der Eidgenössische Turnverein und seine Ansichten vom Schulturnen, dem freiwilligen Vorunterricht und dem Vereinsturnen 1900-1930, Norderstedt 2009. ISBN 978-3-640-46240-7, S. 32.
  5. Leimgruber, Walter, „Frisch, fromm, fröhlich, frei: Die Eidgenössischen Turnfeste im 20. Jahrhundert“, in: Schader, Basil/Leimgruber, Walter (Hg.), Festgenossen. Über Wesen und Funktion eidgenössischer Verbandsfeste, Basel 1993, S. 100.
  6. Kern, Stefan, Turnen für das Vaterland und die Gesundheit. Der Eidgenössische Turnverein und seine Ansichten vom Schulturnen, dem freiwilligen Vorunterricht und dem Vereinsturnen 1900-1930, Norderstedt 2009. ISBN 978-3-640-46240-7, S. 46.