Schwergewichtswand

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Schwergewichtswand Beispiel

Eine Schwergewichtswand ist eine Stützwand für einen Geländesprung. Sie stemmt sich nur mit ihrer Masse dem Erddruck entgegen. Sie kann aus natürlichen oder künstlichen Materialien wie Mauerwerk oder unbewehrtem Beton bestehen.

Schwergewichtswände werde fälschlicherweise oft auch Schwergewichtsmauern genannt, müssen allerdings nicht zwingend aus Mauerwerk hergestellt sein. Deshalb ist die Schwergewichtswand ein übergeordneter Begriff.

Für eine Schwergewichtswand ist immer ein statischer Nachweis der inneren Kräfte und der äußeren Standsicherheit nachzuweisen.

Beim statischen Nachweis der inneren Kräfte der Wand sollte in allen Ebenen die resultierende Kraft aus Erddruck und Wandgewicht immer im Kern bzw. im mittleren Drittel sein. Das heißt, die Spannungen in der Wand sollten immer überdrückt (negativ) sein, da die Aufnahme von Zugspannungen in der Regel nicht möglich sind.

In Ausnahmefällen kann aber auch ein aufreißen der Spannungfigur (klaffende Fuge [1]), aber nur bis zur Schwerachse, zugelassen werden.

Beim statischen Nachweis der äußeren Kräfte ist die Grundbruchsicherheit in der Aufstandsfuge in Abhängigkeit vom Untergrund nachzuweisen (Bodenpressung).

Weiter ist die Kippsicherheit und die Gleitsicherheit der Gesamtkonstruktion nachzuweisen.

Schwergewichtswände haben in der Regel eine schräge Außenseite.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwergewichtswand in der Google-Buchsuche

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://baulexikon.beuth.de/KLAFFENDE.HTM