Schwertstör

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Schwertstör
Schwertstör (Psephurus gladius)

Schwertstör (Psephurus gladius)

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Knorpelganoiden (Chondrostei)
Ordnung: Störartige (Acipenseriformes)
Familie: Löffelstöre (Polyodontidae)
Gattung: Psephurus
Art: Schwertstör
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Psephurus
Günther, 1873
Wissenschaftlicher Name der Art
Psephurus gladius
(Martens, 1862)

Der Schwertstör (Psephurus gladius) ist die einzige Art der monotypischen Gattung Psephurus. Sein nächster Verwandter in der Familie der Löffelstöre ist der amerikanische Löffelstör (Polyodon spathula).[1]

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stirnpartie ist zu einem mächtigen Fortsatz, der etwa ein Drittel der Gesamtlänge des Fisches erreicht, ausgezogen. Schwertstöre werden über drei Meter lang und bis zu 500 kg schwer (Angaben über früher größere Längen, bis 7 m, sind nicht unmöglich, aber mit großer Vorsicht aufzufassen).[2] Die Augen sind sehr klein und schwach (der Yangtse ist stets trüb). Ein großes Maul dient dem Raubfisch zum Fischfang. Offenbar kann er Schwärme kleiner Fische durch Seihen einschlürfen. Er frisst aber auch vom Grund Krebstiere. Die obere Seite der Schwanzflosse ist mit großen glänzenden Ganoidschuppen, den Fulkren, bedeckt, woraus sich der Gattungsname erklärt: (altgr.) Psephurus bedeutet "Glattschwanz" (von psēphos "glatter Kiesel").[3]

Durch weißliche Färbung, nackte Haut, kurze Flossen, breiten Kiemendeckelsaum und geringe Verknöcherung macht der Fisch trotz seiner Größe einen "unreifen" Eindruck, so dass ihn Grande und Bemis in ihrer großen vergleichend-osteologischen Studie (1991) sogar mit dem pädomorphen Axolotl vergleichen.

Vorkommen und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwertstör ist in China im Yangtse und seinen Nebenflüssen endemisch.[2] Der Bestand ging durch Überfischung und Wasserverschmutzung seit langem zurück. Durch den Bau der Gezhouba-Talsperre und des Drei-Schluchten-Damms wurden seine Wanderungen unmöglich gemacht. Im Unterlauf des Yangtse wurden zuletzt im Jahr 1995 Jungfische gefangen. Zwei ausgewachsene Weibchen wurden im Jahr 2002 gefunden. Der Restbestand besteht möglicherweise aus weniger als 50 Exemplaren. Die IUCN schätzt den Bestand des Schwertstörs als vom Aussterben bedroht (critically endangered) ein, möglicherweise ist die Art bereits ausgestorben.[4]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joseph S. Nelson: Fishes of the World. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7, Seite 94.
  2. a b Psephurus gladius auf Fishbase.org (englisch)
  3. Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Indizierter Volltext (3. Auflage von 1880, Nachdruck 1914) bei Zeno.org
  4. Psephurus gladius in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Qiwei, W., 2010. Abgerufen am 15. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Psephurus gladius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien