Schwesing

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Schwesing führt kein Wappen
Schwesing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwesing hervorgehoben
Koordinaten: 54° 30′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Viöl
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 15,63 km2
Einwohner: 950 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25813
Vorwahl: 04841
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 118
Adresse der Amtsverwaltung: Westerende 41
25884 Viöl
Webpräsenz: www.schwesing.de
Bürgermeister: Wolfgang Sokoll
Lage der Gemeinde Schwesing im Kreis Nordfriesland
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Schwesing (dänisch: Svesing, nordfriesisch: Swiasing) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland an der Westküste von Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwesing liegt etwa fünf Kilometer östlich von Husum an der Bundesstraße 201 von Husum nach Schleswig sowie an der Bahnstrecke Husum–Kiel, jedoch ohne Halt.

Neben dem Ort Schwesing liegen die Ortschaften Am Pfahl, Augsburg (Augsborg), Engelsburg (Engelsborg), Hohlacker (Holager) Spingwang und Süderholz (Syderholt, auch Sønderholt) im Gemeindegebiet. Die Siedlung Schwesing-Bahnhof gehört nicht zum Gemeindegebiet, sondern zur Gemeinde Mildstedt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde um erstmals 1435 als „Swesum“ schriftlich erwähnt. Der Ortsname steht in Verbindung mit dem Personennamen Svese (vgl. Svestad in Norwegen) oder mit den Svear, die hier gesiedelt haben könnten.[2][3] Schwesing hat eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Der Abendmahlsbecher der Schwesinger Kirche zeigt auf der Unterseite einen Eber und einen Bach, welches eventuell eine Deutung des Namens auf „Wildschweine am Bach“ zulässt. Es kann sich bei dem Wappen aber auch um eine spätere Deutung des Namens handeln.

Der Sage nach wurde die Suche nach dem Platz zum Bau der Kirche zwei jungen Stieren überlassen. Diese koppelte man aneinander und ließ sie ziehen. Wo die Stiere sich zur Nacht lagerten, erbaute man die Kirche. Stiere zum Auffinden eines Bauplatzes entspricht anderen Kirchengründungssagen in Schleswig-Holstein.

Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde aus dem Gebiet des Kirchspiels Schwesing eine Kirchspielslandgemeinde gebildet. Sie umfasste neben Schwesing die fünf Dorfschaften Ahrenviöl, Hochviöl, Immenstedt, Oster-Ohrstedt und Wester-Ohrstedt.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde aufgelöst, und die Dorfschaften bildeten eigenständige Landgemeinden.[4][5] Hochviöl wurde 1976 nach Viöl eingemeindet.

Im Ortsteil Engelsburg wurde im Herbst 1944 das KZ Husum-Schwesing eingerichtet (als Außenstelle des Konzentrationslager Neuengamme). Die KZ-Häftlinge sollten den „Friesenwall“ errichten, eine Abwehranlage gegen eine alliierte Landung. Auf dem Gelände des KZ befindet sich heute eine Gedenkstätte.

Schulen und Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde betreibt einen Kindergarten.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwesing hat im Ortsteil Hohlacker einen Golfplatz und im Ortsteil Engelsburg einen ehemaligen militärische Flugplatz. Diese Liegenschaft wird zum einen von der Flugabwehrraketengruppe 26 als Friedensausbildungsstellung, zum anderen von der Husumer Flughafen GmbH zivil genutzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Schwesing stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwesing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 592
  3. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland. Band 2, København 1867, S. 391
  4. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis Schleswig-Holstein: Anmerkungen zur Gemeinde Schwesing (Fußnote). (Digitalisat ).