Schwindegg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwindegg
Schwindegg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwindegg hervorgehoben
48.26666666666712.25431Koordinaten: 48° 16′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Höhe: 431 m ü. NHN
Fläche: 20,77 km²
Einwohner: 3446 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84419
Vorwahl: 08082
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 144
Gemeindegliederung: 52 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mühldorfer Straße 54
84419 Schwindegg
Webpräsenz: www.gemeinde-schwindegg.de
Bürgermeister: Dr. Karl Dürner (CSU)
Lage der Gemeinde Schwindegg im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer Hart Zangberg Waldkraiburg Unterreit Taufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) Schwindegg Schönberg (Oberbayern) Reichertsheim Rechtmehring Rattenkirchen Polling (bei Mühldorf am Inn) Obertaufkirchen Oberneukirchen (Oberbayern) Oberbergkirchen Niedertaufkirchen Niederbergkirchen Neumarkt-Sankt Veit Mühldorf am Inn Mettenheim (Bayern) Maitenbeth Lohkirchen Kraiburg am Inn Kirchdorf (bei Haag in Oberbayern) Jettenbach (Oberbayern) Heldenstein Haag in Oberbayern Gars am Inn Erharting Egglkofen Buchbach (Oberbayern) Aschau am Inn Ampfing Landkreis Landshut Landkreis Rottal-Inn Landkreis Rosenheim Landkreis Ebersberg Landkreis Altötting Landkreis Erding Landkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Schwindegg ist eine ländliche Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.

Geographie[Bearbeiten]

Schloss Schwindegg und ehemalige Schlossgaststätte (links vorne, Umbau zum Bürgerhaus)
Bahnhof Schwindegg
Die Pfarrkirche von Norden
Das Schloss von Südwesten
Das Schloss von Nordwesten

Geografische Lage[Bearbeiten]

Schwindegg liegt in der Region Südostoberbayern im Tal der Isen (mit Einmündung der Goldach) und grenzt im Westen an den Landkreis Erding. Schwindegg befindet sich etwa 60 km östlich der Landeshauptstadt München, 10 km östlich von Dorfen, 22 km westlich von Mühldorf, 17 km nördlich von Haag und 43 km vom Flughafen München entfernt. Die Ortschaft verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke München–Mühldorf, welcher mindestens im Stundentakt, zu Pendlerzeiten im Halbstundentakt von der Südostbayernbahn bedient wird.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Schwindegg hat 52 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Schwindegg erfolgte 1389. Einige Gemeindeteile (Walkersaich, Reibersdorf) sind aber bereits im neunten Jahrhundert urkundlich erwähnt. Schwindegg war eigenständige Hofmark und gehörte später zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt an der Rott des Kurfürstentums Bayern.

Bereits im 14. Jahrhundert gibt es in Schwindegg einen Herrschaftssitz; dazu gehört das mächtige Wasserschloss sowie das Schlossensemble. Anfang des 16. Jahrhunderts befanden sich Schloss und Hofmark Schwindegg im Besitz der Reichserbmarschalle von Pappenheim, da Schwindegg zu jener Zeit zur Pappenheimer Herrschaft Treuchtlingen gehörte. 1591 verkaufte der in Schwindegg geborene Veit zu Pappenheim das Anwesen samt Schloss an die Ritter von Haunsperg. Der geschlossene Vierflügelbau mit Ecktürmen und Torturm wurde 1594 bis 1620 auf bereits älterer Grundlage erbaut. Zum Schloss gehört das sogenannte Vorschloss mit zwei Stalltrakten aus der Zeit um 1750 und der Schlosspark aus dem 19. Jahrhundert. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Direkt um das Schloss stehen ehemalige Wohn- oder Wirtschaftsgebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die zum geschützten Schlossensemble gehören.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1973 wurden im Rahmen der Gemeindegebietsreform die Verwaltung und große Teile der ehemaligen Gemeinde Walkersaich eingegliedert. Mit der Gemeinde Obertaufkirchen wurde 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft gebildet, die zum 31. Dezember 1993 wieder aufgelöst wurde.

Am 1. Mai 1978 wurden die Ortsteile Endsberg und Stetten der aufgelösten Gemeinde Tegernbach eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Dr. Karl Dürner (CSU).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In blau gehalten mit einem silbernen Schloss mit zwei Zwiebeltürmen und zwei schräg gekreuzten goldenen Buchenblättern mit den Stielen nach oben.

Dominierend im Wappen ist eine stilisierte Ansicht des Schlosses, welches das Ortsbild von Schwindegg mit seiner großen Anlage prägt. Die beiden gekreuzten Buchenblätter über dem Schloss waren früher im Ortswappen von Walkersaich enthalten. Die Zustimmung zur Führung dieses Wappens erfolgte durch die Regierung von Oberbayern am 8. August 1977.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Ende 2006 wurde die nördliche Ortsumgehung der Staatsstraße 2084 fertiggestellt, um die Ortschaft vom Durchgangsverkehrs zu entlasten. Autofahrer können den Ort somit über eine ca. 4 Kilometer lange Straße umgehen. Des Weiteren wurde 2008 der umfassende Hochwasserschutzdamm für die Sicherung des gesamten Ortes Schwindegg fertiggestellt.

Die umstrittene Trasse der A 94 München–Passau soll südlich am Ort vorbeiführen. Die B 15n, deren Bau derzeit (Stand: Februar 2015) jedoch nicht weiter verfolgt wird, würde Schwindegg in einem der angedachten Trassenverläufe im Osten tangieren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schloss Schwindegg, ein bedeutendes Renaissance-Wasserschloss in der Ortsmitte, ca. 400 Jahre alt, prägt das Ortsbild (Privatbesitz).
  • Kirche Schwindegg
  • die gotische Filialkirche St. Martin im Ortsteil Loinbruck.

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Schwindegg

Vereine[Bearbeiten]

  • Sportverein Schwindegg e.V. (u.a. Basketball, Fußball, Leichtathletik, Skifahren, Stockschießen, Turnen, Volleyball)
  • Tennis-Club-Schwindegg e.V.
  • Schützengesellschaft Goldaria Schwindegg e.V.
  • Musikkapelle Schwindegg e.V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Jonas Folger (* 1993), Motorradfahrer in der 125 cm³-Weltmeisterschaft

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120105/182516&attr=OBJ&val=419
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 573.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwindegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien