Schwinge (Technik)

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Gabel-Schwinge am Hinterrad eines Fahrrads, drehbar in Tretkurbelachse
(Besonderheit: Antrieb über im rechten Arm der Schwinge gelagerter Welle)
Längslenkerachse: Rad an Schwingarm, auf Kreisbogen geführt

Eine Schwinge (oder Schwingarm) ist ein technisches Bauteil. Es handelt sich in der Regel um einen länglichen Körper (Stab), der an einem seiner Enden an einem Gestell drehbar gelagert ist. Die Drehung erfolgt meistens zwischen zwei Endlagen (schwingend → "Schwinge") in einen kleinen Winkelbereich (< 360°). Die Hinterradschwinge eines Motorrads oder eines Fahrrads (siehe Abbildung) ist eine Schwinge, mit der ein Laufrad auf einem Kreisbogen geführt wird.

Bei Koppelgetrieben werden die meistens zwei am Gestell drehbar gelagerten Getriebeglieder als Schwingen bezeichnet, wenn sie im Unterschied zu z.B. Kurbeln nicht umlauffähig sind.[1][2] Hierbei sind die Schwingen Teile einer geschlossenen kinematischen Kette, in der sie mit je einem Gelenk an ihren beiden Enden eingebunden sind.

Im Automobilbau - insbesondere bei den Radaufhängungen - wird im Unterschied zum Motorradbau auch die einfache Schwinge, an der der Radträger fest angebracht ist, als Lenker oder Pendel z.B. in den Baugruppen Längslenkerachse (siehe Abbildung) bzw. Pendelachse bezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siegfried Hildebrand: Feinmechanische Bauelemente, Hanser, München 1968, ab S. 627.
  2. Johannes Volmer (Herausgeber): Getriebetechnik, Vieweg, 1978, ab S. 135.

Siehe auch[Bearbeiten]