Sciacca

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sciacca (Begriffsklärung) aufgeführt.
Sciacca
Wappen
Sciacca (Italien)
Sciacca
Staat Italien
Region Sizilien
Provinz Agrigent (AG)
Lokale Bezeichnung Sciacca
Koordinaten 37° 31′ N, 13° 5′ OKoordinaten: 37° 30′ 33″ N, 13° 5′ 20″ O
Höhe 60 m s.l.m.
Fläche 190,98 km²
Einwohner 40.928 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 214 Einw./km²
Postleitzahl 92019
Vorwahl 0925
ISTAT-Nummer 084041
Volksbezeichnung Saccensi, Sciacchitani
Schutzpatron Maria SS. del Soccorso
Website Sciacca
Blick auf die Stadt vom Hafen aus
Thermalbad
Skulpturengarten Castello Incantato

Sciacca [ˈʃakka] ist eine Hafenstadt und ein Thermalbad am Mittelmeer in der Provinz Agrigent in der Region Sizilien in Italien.

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hafenstadt Sciacca liegt etwa 50 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Agrigent. Die Stadt hat 40.928 Einwohner (Stand 31. Dezember 2015), die in Industrie, Landwirtschaft und Tourismus (einschließlich Thermalbad) beschäftigt sind.

Sciacca bildet zusammen mit den Gemeinden Menfi, Sambuca di Sicilia und Santa Margherita di Belice eine der bedeutendsten Weinbauregionen Siziliens. Seit 1998 existiert für die Weinberge der Gemeinde mit der "DOC Sciacca" eine eigene kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Qualitätswein (Denominazione di origine controllata).

Die Nachbargemeinden sind Caltabellotta, Menfi, Ribera und Sambuca di Sicilia.

Nachdem der Bahnverkehr nach Sciacca 1985 eingestellt wurde, ist der Ort heute nur noch auf der Straße (oder auf dem Seeweg) zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten der Stadt liegt eine sikanische Siedlung, Figuli-Siedlung genannt. Die Gegend um Sciacca ist also schon früh besiedelt worden. Schon die Römer kannten die Heilquellen.

Unter der Herrschaft der Araber und der Normannen wuchs die Stadt. Unter den Arabern entstand die heutige Struktur der Altstadt. Zu dieser Zeit wurden auch die Stadtmauer und das Kastell gebaut.

1330 wurden die Stadtmauern und das Kastell unter Friedrich II. von Aragon erneuert. Im 16. Jahrhundert wurden neue Kirchen und Klöster gebaut. Nach dieser Zeit, in der Folge der Fehde (Caso di Sciacca) zwischen der Familie Perollo und den Grafen von Luna, die fast 70 Jahre andauerte, verfiel die Stadt.

Im Zweiten Weltkrieg lag bei Sciacca ein strategisch bedeutender Militärflugplatz (), der wegen seiner sehr guten Tarnung auch aeroporto fantasma genannt wurde.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die heutigen Thermalanlagen gebaut.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1998 gibt es eine Denomination für Qualitätsweine mit der Bezeichnung Sciacca DOC, die zuletzt 2014 aktualisiert wurde.[3] Im Jahr 2014 wurden von 9 Hektar Rebfläche 397 Hektoliter DOC-Wein erzeugt.[4] Es werden sowohl weiße und rote Verschnittweine als auch fast sortenreine Weine produziert. Wird auf dem Etikett die Rebsorte genannt, so muss diese zu mindestens 85 % enthalten sein. Es gibt auch eine Unterzone (sottozona) namens „Rayana“.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sciacca gilt neben Acireale und Termini Imerese als eine der Karnevalshochburgen Siziliens.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thermalbäder am Monte Kronio und an der Via Agatocle
  • Castello dei conti Luna
  • Chiesa di Maria SS. del Soccorso, Dom erbaut im 12. Jahrhundert (Fassade aus dem 16. Jahrhundert)
  • Piazza Scandaliato, Zentrum der Stadt mit dem Rathaus aus dem 17. Jahrhundert
  • Castello Incantato, Skulpturengarten

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Monte San Calogero oder auch Monte Kronio genannt liegt im Osten der Stadt und ist die höchste Erhebung im Stadtgebiet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sciacca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Details zum Flugplatz Sciacca ghostairport.it
  3. Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). wineacts.com, 7. März 2014, abgerufen am 25. April 2017 (PDF, italienisch).
  4. Weinbau in Zahlen 2015. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2015. federdoc.com, abgerufen am 25. April 2017 (PDF, italienisch).