Scream-Queen

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Scream-Queen („Schreikönigin“) ist ein von den Medien und den Studios geprägter Begriff für Schauspielerinnen, die bei ihren Auftritten in Horrorfilmen in bedrohlichen Situationen oft schrille Laute des Entsetzens und Erschreckens von sich geben.

Bereits in der Stummfilmzeit waren schreiende Frauen im Horrorfilm ein wichtiges Element.[1] Vermutlich wurde der Begriff erstmals für die Schauspielerin Fay Wray verwendet. In der ersten Hälfte der 1930er Jahre spielte sie mehrmals Rollen in Horrorfilmen, in denen sie in bedrohlichen Situationen laute Schreie ausstiess. Ihr noch heute bekanntester Auftritt dieser Art war 1933 in King Kong und die weiße Frau.

Mit dem Aufkommen des Tonfilms wurden einige Schauspielerinnen vor ein Problem gestellt: Sie konnten nicht markerschütternd schreien, wie es ihre Rolle verlangte. So entstand in Hollywood kurzzeitig der Beruf der „Schreierin“. Sie schrie für die betreffende Schauspielerin – meist live im Studio, in späteren Jahren synchronisierte sie auch die Szene und unterstützte schreiunfähige Schauspielerinnen. Die entsprechenden Schreie wurden bereits in den 1930er Jahren technisch verstärkt und mit weiteren Geräuschen untermalt.[2]

Die attraktive, aber zugängliche[3] Scream Queen tritt typischerweise als verfolgte Unschuld[1] im Horrorgenre auf. Lloyd Kaufman, Mitgründer der Troma Entertainment, bezeichnete die Rollen als vielfältig und anspruchsvoll.[1]

In späteren Horrorfilmen wie Halloween – Die Nacht des Grauens von 1978 wurde die Schauspielerin - in diesem Fall Jamie Lee Curtis) - so stark mit dem Begriff „Scream Queen“ verbunden, dass sie die ersten Jahre danach hauptsächlich Angebote für ähnliche Rollen erhielt. Ab den 1990er Jahren wandelte sich dann das Bild der Frau in den Filmen. So weigerte sich Gaylen Ross, während der Dreharbeiten zum Film Zombie die Regieanweisung, bei Gefahr zu schreien, zu befolgen, da sie die von ihr gespielte Figur Francine Parker als starke Frau darstellen wollte. Regisseur und Drehbuchautor George A. Romero griff dies im weiteren Verlauf der Dreharbeiten auf und baute die Rolle in diese Richtung weiter aus.

Scream-Queens[Bearbeiten]

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„In The Ring und Mulholland Drive musste ich auch schon exzessiv schreien. Ich bin anscheinend ein Naturtalent. Als ich in Australien auf einem Junket (Interviewtag) für The Ring war, hat mich ein Filmteam gebeten, für deren TV-Show zu schreien. Also habe ich meinen Schrei auf dem Hotelbalkon demonstriert, und die Glastür ist geborsten. […] Schreien kann furchtbar anstrengend sein, ich habe beim Dreh einige Male meine Stimme verloren.“

– TV-Spielfilm 12/2005

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Thomas Arnold: Three screams for these stars, usatoday.com. 27. April 2007. Abgerufen am 26. Oktober 2007. 
  2. Sharon Macdonald, vergleiche Electrified Voices: Medial, Socio-Historical and Cultural Aspects of Voice von Dmitri Zakharine, Nils Meise
  3. Debbie Rochon: The Legend of the Scream Queen. GC Magazine. Abgerufen am 26. Oktober 2007.

Weblinks[Bearbeiten]