Scream (Franchise)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Bei der Scream-Filmreihe handelt es sich um zusammenhängende Filme, die vom Drehbuchautoren Kevin Williamson entwickelt wurden. Erstmals wurde ein Film der Reihe 1996 veröffentlicht, in dem Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette die Hauptrollen verkörperten. Es folgten drei Fortsetzungen in den Jahren 1997, 2000 und 2011. Bei allen Filmen führte Wes Craven Regie. Die Filmreihe galt mit dem vierten Teil als beendet, jedoch wurde das Franchise in Form einer gleichnamigen Fernsehserie fortgesetzt, die jedoch inhaltlich nichts mit den Filmen zu tun hatte, sondern lediglich deren Motive aufgriff. Im März 2020 wurde bekannt gegeben, dass ein fünfter Teil in Planung sei und Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett die Regie übernehmen und damit Wes Cravens Arbeit fortführen, der 2015 verstarb. Kevin Williamson wird als ausführender Produzent fungieren. Die Dreharbeiten begannen im September und endeten im November 2020. Kevin Williamson veröffentlichte auf Twitter den offiziellen Titel des fünften Teils, welcher erstmals seit Scream (1996), keine Zahl im Titel tragen, sondern einfach nur Scream lauten wird.

Der deutsche Kinostart soll der 13. Januar 2022 sein.

Die Filmreihe spielte weltweit über 600 Mio. US-Dollar ein.

Filme der Reihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film Regie Drehbuch Produzenten
Scream – Schrei! (1996) Wes Craven Kevin Williamson Cathy Konrad & Cary Woods
Scream 2 (1997) Cathy Konrad, Wes Craven, & Marianne Maddalena
Scream 3 (2000) Ehren Kruger Cathy Konrad, Kevin Williamson, & Marianne Maddalena
Scream 4 (2011) Kevin Williamson und Ehren Kruger Iya Labunka, Kevin Williamson, & Wes Craven
Scream (2022) Matt Bettinelli-Olpin & Tyler Gillett James Vanderbilt & Guy Busick James Vanderbilt, Paul Neinstein, Chad Villella & William Sherak

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damals noch unbekannte Kevin Williamson verfasste nach dem Sehen eines Fernsehberichts über den Gainesville Ripper binnen drei Tagen ein Drehbuch mit dem Titel Scary Movie. Aufgrund von Geldnöten hoffe er, das Buch schnell verkaufen zu können und fand tatsächlich mehrere Bieter, die den Preis enorm in die Höhe trieben. Am Ende blieben auf der einen Seite Bob Weinstein, der durch die Produzenten Cathy Konrad & Cary Woods auf das Buch aufmerksam gemacht worden war, und Dan Halsted & Oliver Stone auf der anderen Seite als Bieter übrig. Williamson nahm ein Gebot von Weinstein an und erhielt schließlich etwa 400.000 US-Dollar. Grund für diese Entscheidung, war dass Williamson annahm, Weinstein würde das Buch auch tatsächlich mögen und zeitnah verfilmen lassen.

Nachdem Weinstein das Drehbuch erworben hatte, begann umgehend die Vorproduktion des Stoffes. Als Regisseur wünschten sich die Verantwortlichen bei Dimension Films früh Wes Craven, doch dieser zeigte sich zunächst wenig interessiert. Auch George A. Romero und Sam Raimi lehnten eine Zusammenarbeit ab.

Als man für die Hauptrolle Drew Barrymore gewinnen konnte, trat Weinstein erneut an Wes Craven heran und versuchte ihn von dem Projekt zu überzeugen. Craven zeigte sich zwar beeindruckt von Barrymores Besetzung, war aber immer noch nicht dazu bereit, die Regie zu übernehmen. Craven sah sich in der Vergangenheit zu sehr auf die Regie von Horrorfilmen festgelegt und wollte eigentlich andere Projekte in Angriff nehmen. Dann traf er einen etwa 12-jährigen Fan, der ihn fragte, wann er denn mal wieder einen richtigen Film mache. Da wurde Craven klar, dass er wieder einen echten Horrorfilm drehen wollte, und er fragte Weinstein, ob der Job noch zu vergeben wäre, woraufhin man ihn unter Vertrag nahm.

Als Barrymore kurz vor den Dreharbeiten die Hauptrolle der Sidney abgab, wollte Craven zunächst das Projekt wieder verlassen. Doch Barrymore konnte ihn von der Idee überzeugen, dass sie die Rolle der Casey Becker übernehmen würde und das dem Film gut täte. Die Hauptrolle wurde so an Neve Campbell übernommen, die sie auch in allen Fortsetzungen erneut spielte.

Darsteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Figur Film
Scream – Schrei!
(1996)
Scream 2
(1997)
Scream 3
(2000)
Scream 4
(2011)
Sidney Prescott Neve Campbell
Dwight „Dewey“ Riley David Arquette
Gale Weathers Courteney Cox
Ghostface Roger L. Jackson (Stimme)
Cotton Weary Liev Schreiber  
Randy Meeks Jamie Kennedy1  
Maureen Prescott Lynn McRee2  
Neil Prescott Lawrence Hencht   Lawrence Hencht  
Hank Loomis C. W. Morgan   C. W. Morgan  
Reporterin   Nancy O’Dell
Billy Loomis Skeet Ulrich  
Casey Becker Drew Barrymore  
Kenny W. Earl Brown  
Principal Himbry Henry Winkler  
Stuart „Stu“ Macher Matthew Lillard  
Tatum Riley Rose McGowan  
Casey „Cici“ Cooper   Sarah Michelle Gellar  
Derek   Jerry O’Connell  
Hallie   Elise Neal  
Maureen Evans   Jada Pinkett  
Mickey   Timothy Olyphant  
Mrs. Loomis / Debbie Salt   Laurie Metcalf  
Phil Stevens   Omar Epps  
Angelina Tyler   Emily Mortimer  
Jennifer Jolie   Parker Posey  
John Milton   Lance Henriksen  
Mark Kincaid   Patrick Dempsey  
Martha Meeks   Heather Matarazzo  
Roman Bridger   Scott Foley  
Sarah Darling   Jenny McCarthy  
Steven Stone   Patrick Warburton  
Tom Prinze   Matt Keeslar  
Anthony Perkins   Anthony Anderson
Charles „Charlie“ Walker   Rory Culkin
Jenny Randall   Aimee Teegarden
Jill Roberts   Emma Roberts
Judy Hicks   Marley Shelton
Kirby Reed   Hayden Panettiere
Kate Roberts   Mary McDonnell
Marnie Cooper   Britt Robertson
Robbie Mercer   Erik Knudsen
Ross Hoss   Adam Brody
Trevor Sheldon   Nico Tortorella
1 Die Figur Randy Meeks verstirbt im Verlauf des zweiten Films und taucht lediglich in Form eines posthum gezeigten Videos im dritten Teil auf.
2 Lynn McRee ist in den ersten beiden Filmen lediglich auf Fotografien als Maureen Prescott zu sehen. Erst im dritten Teil tritt sie erstmals in Person auf.

Einspielergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film Erscheinungstag
(USA)
Budget
(geschätzt)
Einspielergebnisse Box-Office-Ranking
USA Andere Länder Weltweit Erscheinungsjahr USA (gesamt) Weltweit (gesamt)
Scream 20. Dezember 1996 $15,000,000[1] $103,046,663[2] $70,000,000[2] $173,046,663[2] #15[2] #436[2] #518[3]
Scream 2 12. Dezember 1997 $24,000,000[4] $101,363,301[5] $71,000,000[5] $172,363,301[5] #21[5] #453[5] #520[3]
Scream 3 4. Februar 2000 $40,000,000[6] $89,143,175[7] $72,691,101[7] $161,834,276[7] #27[7] #548[7] #616[3]
Scream 4 15. April 2011 $40,000,000[8] $38,180,928[9] $63,133,266[9] $101,314,194[9] #61 #1,621[9] #1022[3]
Gesamt $119,000,000 $331,734,067 $276,824,367 $608,558,434
Note: Box Office Ranking stammt aus November 2012.

Fernsehserie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2012 wurde berichtet, dass MTV an einer Serienadaption der Horrorfilm-Reihe Scream arbeitet.[10] Im April 2013 berichtete der Hollywood Reporter, dass MTV eine Pilotfolge in Auftrag gegeben hat.[11] Im August 2014 wurde neben der Besetzung auch der Regisseur der Pilotfolge bekannt gegeben, Jamie Travis. Im Oktober 2014 gab der Sender eine erste Staffel in Auftrag. Kurze Zeit später wurde verlautet, dass auf die berühmte Ghostface-Maske verzichtet wird und man stattdessen eine neue Maske einführen werde. Die erste Staffel wurde in Baton Rouge, Louisiana, gedreht. Am 12. April 2015 wurde während der MTV Movie Awards 2015 ein erster Trailer veröffentlicht. Ein erstes Set-Foto von der neuen Maske wurde Anfang Juni 2015 veröffentlicht.

Ende Juli 2015 verlängerte MTV die Serie um eine zweite Staffel.[12] Michael Gans und Richard Register wurden neue Showrunner und ersetzten damit Jaime Paglia und Jill Blotevogel. Die Dreharbeiten begannen Mitte Februar 2016.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Scream (1996). In: The-Numbers. Nash Information Services, LLC, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  2. a b c d e Scream (1996). In: Box Office Mojo. IMDb.com, Inc., abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  3. a b c d WorldwideBoxoffice (in millions of U.S. dollars). worldwideboxoffice.com, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  4. Scream 2 (1997). In: The-Numbers. Nash Information Services, LLC, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  5. a b c d e Scream 2 (1997). In: Box Office Mojo. IMDb.com, Inc., abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  6. Scream 3 (2000). In: The-Numbers. Nash Information Services, LLC, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  7. a b c d e Scream 3 (2000). In: Box Office Mojo. IMDb.com, Inc., abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  8. Alex Ben Block: Weinsteins ramp up release, production slate. In: The Hollywood Reporter. Prometheus Global Media, 14. Oktober 2010, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  9. a b c d Scream 4 (2011). In: Box Office Mojo. IMDb.com, Inc., abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  10. Abbie Bernstein: Exclusive: MTV Developing Scream TV Series. In: Assignment X. TVLine, 3. Juni 2012, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  11. Philiana Ng: MTV Greenlights ‘Scream’ Pilot, Renews ‘Snooki & JWOWW’. In: The Hollywood Reporter. 25. April 2013, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  12. Amanda Kondolojy: ‘Scream’ Renewed by MTV for Second Season. TVByTheNumbers.com, 29. Juli 2015, abgerufen am 3. August 2016 (englisch).