Sd.Kfz. 7

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Einsatz beim Afrikakorps mit 8,8-cm-FlaK
Sd.Kfz. 7 mit leichtem Fla-Geschütz in verschneiter russischer Landschaft, Aufnahme einer Propagandakompanie vom Frühjahr 1944

Das Sd.Kfz. 7 (Sonder-Kraftfahrzeug 7 − Mittlerer Zugkraftwagen 8 t) war ein Halbkettenfahrzeug der deutschen Wehrmacht. Es wurde während des Zweiten Weltkriegs als Artilleriezugmaschine für die schwereren deutschen Geschütze wie die 8,8-cm-FlaK 18/36/37 und die 15-cm-schwere Feldhaubitze 18 an allen Fronten verwendet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sd.Kfz. 7 wurde von der Firma Krauss-Maffei zwischen 1934 und 1938 entwickelt, der Bau erfolgte ab 1938 bei Krauss-Maffei in München, bei Borgward in Bremen und bei den Saurer-Werken in Wien. Der Herstellungspreis des Zugkraftwagens betrug 36.000 RM.[1]

Der Motor von Maybach Motorenbau leistete in der ersten Version 85 kW, wurde aber schließlich durch einen größeren Motor mit 103 kW ersetzt. Die Zugmaschine bot Platz für zwölf Mann mit Ausrüstung und konnte selbst dann noch weitere Munition und Gerät mitführen

Im Deutschen Reich wurde die Produktion 1944 eingestellt, nach dem Krieg von den Alliierten beschlagnahmte Fahrzeuge wurden von deren eigenen Truppen eingesetzt.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sd.Kfz. 7 − Mittlerer Zugkraftwagen 8 t
  • Sd.Kfz. 7/1 − Selbstfahrlafette 2-cm-Flakvierling 38 auf Fahrgestell Zugkraftwagen 8 t
  • Sd.Kfz. 7/2 − Selbstfahrlafette 3,7-cm-Flak 36 auf Fahrgestell Zugkraftwagen 8 t
  • Sd.Kfz. 7/3 – Feuerleitpanzerfahrzeug für Raketen A4 (Startkontrollwagen)
  • Sd.Kfz. 7/6 − Flugabwehrmesswagen / FlaK-Messtrupp-Kraftwagen

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Daten Sd.Kfz. 7
Länge:
Breite
Höhe:
6.850 mm
2.350 mm
2.620 mm
Motor: Reihen-Sechszylinder-Ottomotor
Maybach HL 62 (6191 cm³)[2]
Leistung: 103 kW (140 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Gewicht: 9.700 kg leer, max. 11.550 kg
Fahrwerk: vorn Starrachse mit Querblattfedern, hinten zwei Gleisketten mit Drehstabfederung
Reichweite: Straße 250 km
Gelände 120 km

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Fleischer/Richard Eiermann: Die motorisierte Artillerie und Panzerartillerie des deutschen Heeres 1935–1945. Podzun-Pallas Verlag, 2000, ISBN 3-7909-0721-9.
  • OKW: Vorschrift D 607/5, Mittlerer Zugkraftwagen 8t (Sd. Kfz. 7), Ersatzteilliste zum Fahrgestell und Aufbau. 1939.
  • OKW: Vorschrift D 607/8, Mittlerer Zugkraftwagen 8t (Sd. Kfz. 7), Typ KMm 9, 10 und HLm10, Ersatzteilliste für das Fahrgestell. 1938.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sd.Kfz. 7 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Fleischer/Richard Eiermann: Die motorisierte Artillerie und Panzerartillerie des deutschen Heeres 1935–1945, S. 32
  2. Fahrzeuge der Wehrmacht - "Maybach Motoren"