Sean Paul

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Sean Paul beim Sean Paul B96 Summerbash 2012

Sean Paul Ryan Francis Henriques (* 9. Januar[1] 1973 in Kingston, Jamaika) ist ein jamaikanischer Dancehall-Interpret.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Sean Paul sagt über seine ethnische Herkunft: „meine Großmutter mütterlicherseits ist im englischen Coventry geboren, der Rest meiner Großeltern auf Jamaika. Mein Großvater mütterlicherseits ist Chinese. Mein Großvater väterlicherseits ist portugiesischer Abstammung. Die Mutter meines Vaters ist Mulattin. Selbst ein Pirat ist in meinem Stammbaum vertreten.“ Während seiner Kindheit wurde er aufgrund seiner Herkunft oft gemobbt und gab sich selbst den Namen „Copper Color Chinee Bwoy“, auf Deutsch: Kupferfarbener Chinesenjunge. Mit 13 Jahren wechselte er dann auf eine Privatschule. Zu dieser Zeit war er im jamaikanischen Schwimmnationalteam und im jamaikanischen Fußballteam.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste musikalische Grundlage bekam er ein 40-$-Keyboard von seiner Mutter zum 15. Geburtstag. Schließlich brachte ihm seine Debütsingle Baby Girl (Don’t Cry) im Jahr 1996 den ersten Erfolg in Jamaika. Später wurde seine Musik in einigen amerikanischen Radiosendern gespielt, womit seine internationale Karriere begann. Henriques’ musikalisches Vorbild ist Bob Marley. Mit seinem ersten großen Album Stage One gelang ihm ein weltweiter Erfolg. Das zweite Album Dutty Rock übertraf diesen noch mit über 6 Millionen Verkäufen und einer 54 Wochen andauernden Positionierung in den deutschen Albumcharts. Des Weiteren gewann das Album einen Grammy in der Kategorie Bestes Reggae Album.

In den Jahren 2002 bis 2010 landete er mehrere Top-Ten-Hits in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich sowie in Deutschland. Dabei nahm er unter anderem Lieder mit Beyoncé, Mýa, Rihanna, Blu Cantrell, Fabolous, Lil Jon, Brandy, Sasha, Carlos Santana, Jay Sean, Nina Sky und Busta Rhymes (ESRA) auf.

Das dritte Album, The Trinity, enthält den Song Never Gonna Be the Same und wurde von Sean Paul seinem am 27. Januar 2005 erschossenen besten Freund Daddigon, der auch bei der Dutty Cup Crew vertreten war, gewidmet. Henriques ist derzeit Jamaikas gefragtester musikalischer Exportkünstler und erhielt mehrere Preise wie den Best Music Video Award bei den MTV Music Awards im Jahre 2003 in Toronto. Er war auch bei den MTV European Music Awards vertreten und erhielt dort die Auszeichnung in der Kategorie Best New Artist.

Im Jahr 2006 unternahm er einen Abstecher ins Genre des Reggaetón, indem er mit Daddy Yankee und Luny Tunes den Reggaetón-Track Oh Man veröffentlichte.

Im Jahr 2011 veröffentlichte Sean Paul zusammen mit Alexis Jordan die Single Got 2 Luv U, die sich in Frankreich, Deutschland, Österreich und den Niederlanden in den Top 10 platzierte und in der Schweiz Platz 1 erreichte.[2] Es ist damit statistisch der größte Hit Sean Pauls in Europa seit Get Busy im Jahr 2003.

Am 9. Dezember 2011 kündigte er an, dass sein neues Album Tomahawk Technique am 30. Januar des nächsten Jahres in einigen Ländern wie der Schweiz und Frankreich erscheinen würde. Zwei Wochen später stellte er das Albumcover und die Titelliste vor. Als digitale Promo-Single erschien What I Want, bevor er die zweite Single She Doesn’t Mind am 3. Februar auch in Deutschland veröffentlichte.

Tomahawk Technique konnte sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Top 10 platzieren. In Großbritannien stieg dieses Album auf Platz 34 ein. In den Billboard-Charts kam es zur keiner Chartplatzierung.

Am 9. August 2013 wurde die Single Other Side of Love veröffentlicht, die die Top 10 der Charts in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz erreichte.

Vom 5.- bis 22. Mai 2014 plante Sean Paul seine Tour durch viele Städte Deutschlands (Unter anderem Köln, Stuttgart und Frankfurt) und in Wien. Außerdem fand eines seiner Konzerte in Luxemburg statt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Sean Paul/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2000 Stage One Erstveröffentlichung: 28. März 2000
2002 Dutty Rock 10 Platin
(54 Wo.)
5 Gold
(39 Wo.)
11 Platin
(68 Wo.)
2 Doppelplatin
(53 Wo.)
9 Doppelplatin
(85 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. September 2002
Verkäufe: + 4.417.500
2005 The Trinity 9 Gold
(33 Wo.)
6
(28 Wo.)
4 Gold
(50 Wo.)
11 Gold
(19 Wo.)
7 Platin
(52 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 2005
Verkäufe: + 2.100.000
2009 Imperial Blaze 17
(4 Wo.)
17
(4 Wo.)
4
(10 Wo.)
38
(1 Wo.)
12
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. August 2009
Verkäufe: + 50.000
2012 Tomahawk Technique 6
(15 Wo.)
7
(11 Wo.)
3 Gold
(20 Wo.)
34
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2012
Verkäufe: + 65.000
2014 Full Frequency 22
(4 Wo.)
36
(1 Wo.)
7
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Februar 2014
Nummer-eins-Alben
Alben in den Top 10 3 3 4 1 2
Alben in den Charts 5 5 5 4 3

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bravo Otto
    • 2003: „Bronze“ in der Kategorie „Hip-Hop international“
  • MOBO Awards
    • 2006: für „Best Reggae Act“
    • 2009: für „Best Reggae Act“
  • MTV Romania Music Awards
    • 2007: für „Best International Artist“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sean Paul – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AllSeanPaul.com Biografieeintrag
  2. Platz 1 in der Schweiz
  3. Chartquellen: DEATCHUKUS