Seastalker

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Seastalker (englisch für „Meerespirscher“) ist ein Textadventure von Infocom aus dem Jahre 1984.

Handlung[Bearbeiten]

Der Spieler ist junger Ozeanologe und Erfinder. Eine unterseeische Forschungsstation namens Aquadome bittet ihn um Hilfe, da ein Meeresungeheuer die Station angreife. Gemeinsam mit seinem Assistenten Tip sucht der Spieler die Station auf und stellt Untersuchungen an. Als zusätzliches Problem stellt sich heraus, dass sich ein Saboteur an Bord der Station befindet. Aufgabe des Spielers ist es, die Station vor echten und vermeintlichen Bedrohungen zu retten.

Spielprinzip und Technik[Bearbeiten]

Seastalker ist ein Textadventure, das heißt, es gibt keinerlei grafische Elemente. Umgebung und Geschehnisse werden als Bildschirmtext aus- und die Handlungen des Spielers ebenfalls als Text über die Tastatur eingegeben. Der Parser von Seastalker versteht ca. 900 Wörter, also deutlich mehr, als der Parser von Zork beherrschte.[1]

Eine Personalisierung des Spiels erfolgt durch die Eingabe des Namens des Spielers. Mit diesem Namen wird der Spieler von anderen Charakteren angesprochen, seine Firma ist nach ihm benannt, und der Name taucht in zahlreichen Dokumenten auf.

Als Beilagen („Feelies“) enthielten die frühen Veröffentlichungen von Seastalker einen Discovery-Squad-Aufkleber, eine nautische Karte von Frobton Bay, vier Infocards samt Decoder, um diese lesen zu können, sowie ein Logbuch des Uboots, mit dem man im Spiel umherreist. Diese Beilagen wurden im Spiel referenziert und stellten mithin einen Kopierschutz dar. Beispielsweise werden Ausgänge aus Räumen im Spiel nicht erwähnt, gehen aber klar aus dem Kartenmaterial hervor.

Rezeption[Bearbeiten]

Seastalker ist das einzige Infocom-Spiel, dessen Schwierigkeitsgrad seitens der Firma als Junior eingestuft wurde. Es richtet sich an Kinder, die noch keine Erfahrungen mit Textadventures haben müssen. Entsprechend wurde in der Fachpresse angemerkt, dass das Spiel für Spieler, die nicht zu dieser Zielgruppe gehören, wegen seiner Einfachheit eher ungeeignet sei.[2] Weiterhin wurden einige kleinere Unzulänglichkeiten des Parsers moniert. Positiv hervorgehoben wurden der Humor des Spiels sowie die umfangreichen Packungsbeilagen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seastalker Fact Sheet
  2. Patricia Fitzgibbons: Seastalker, in: Computer Gaming World Oct 1984, S. 38